Erfolge mit Ablaufdatum: Nach diesen Spielen kommt es zum Umbruch

Bei der Feier in Innsbruck werden heute die Medaillengewinner geehrt. Viele von ihnen werden die nächsten Winterspiele 2030 in Frankreich nur mehr als Zuschauer erleben.
OLYMPIA 2026: SNOWBOARD/PARALLEL RIESENTORLAUF MÄNNER: KARL (AUT)

Als das österreichische Olympia-Team vor vier Jahren mit 18 Medaillen, 7 davon allein in Gold, aus Peking zurückkehrte, fiel die Feier zurückhaltend und abseits der Öffentlichkeit aus. 

Bundespräsident Alexander van der Bellen empfing die Medaillengewinner in der Hofburg und trug dabei wie alle Maske.

Bitte mit Maske: Der Olympia-Empfang 2022 nach den Corona-Spielen in Peking

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Vier Jahre nach den Corona-Spielen von Peking wird heute die Medaillenfeier wieder in großem Rahmen inszeniert.

Innsbruck bietet im 50-Jahr-Jubiläum seiner Olympischen Spiele 1976 den Rahmen für die Party, vor dem Landestheater wurde dafür eine riesige Bühne installiert, auf der die Helden von Mailand-Cortina präsentiert werden (18.20 Uhr, live ORF).

Stars vor dem Abschied

Für einige von ihnen wird die Feier zugleich auch der letzte Auftritt im offiziellen Olympia-Outfit sein. Knapp 30 Jahre beträgt das Durchschnittsalter der österreichischen Medaillengewinner von Milano-Cortina, die Olympiasieger Benjamin Karl (Snowboard) und Stephan Embacher (Skispringen) trennen 20 Jahre.

Skispringer Stephan Embacher (re.) ist mit 20 Jahren der jüngste österreichische Medaillengewinner. Der Tiroler gewann mit Jan Hörl Team-Gold

Skispringer Stephan Embacher (re.) ist mit 20 Jahren der jüngste österreichische Medaillengewinner. Der Tiroler gewann mit Jan Hörl Team-Gold

Benjamin Karl ist einer der Erfolgsgaranten, auf die in vier Jahren nicht mehr gesetzt werden kann. Der 40-Jährige hat bereits angekündigt, dass er sich in Zukunft lieber als Rad-Extremsportler abstrampeln möchte.

Auch Skeleton-Olympiasiegerin Janine Flock (36), Erfolgsrodler Wolfgang Kindl (37) sowie die ÖSV-Skistars Vincent Kriechmayr (34), Manuel Feller oder Cornelia Hütter (beide 33), die allesamt auf dem Podium standen, werden die Winterspiele 2030 voraussichtlich nur als Zuschauer verfolgen.

Skeletonpilotin Janine Flock erfüllte sich mit 36 Jahren ihren Lebenstraum

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Kombination im Fokus

Anders verhält es sich bei den Nordischen Kombinierern Johannes Lamparter und Stefan Rettenegger, die mit drei Mal Edelmetall einen glänzenden Beitrag zur Medaillenbilanz leisteten.

Den beiden 24-Jährigen steht die Kombinierer-Welt noch offen, allein: Es weiß heute noch keiner, ob ihr Sport in vier Jahren überhaupt noch im Olympia-Programm aufscheint.

Die Kombinierer Johannes Lamparter und Stefan Rettenegger holten gemeinsam Bronze.

Die Kombinierer Johannes Lamparter und Stefan Rettenegger holten gemeinsam Bronze.

Die Nordische Kombination, bei Winterspielen der einzige Sport ohne Frauenbeteiligung und Gleichberechtigung, stand in Mailand-Cortina unter Beobachtung.

Nur wenn sich die FIS und das IOC darauf verständigen können, dass 2030 auch die Frauen um Medaillen kämpfen dürfen, hat die Kombination bei Olympia eine Zukunft. „Ich bin überzeugt, dass wir auch 2030 dabei sind“, sagt ÖSV-Direktor Mario Stecher.

Olympia in Nizza

Dann, wenn die französischen Alpen Schauplatz der Winterspiele sein werden und die Austragungsstätten – wie bei Milano-Cortina – über etliche Regionen verteilt sind.

Die Skirennen sind in Val-d’Isère vorgesehen, die Springer heben in Courchevel ab, dazu kommen noch etliche weltcuperprobte Orte wie La Clusaz (Langlauf), La Plagne (Eiskanal) oder Serre Chevalier (Freestyle). 

Ein Schauplatz dieser Spiele in den französischen Alpen ist auch die Cote d'Azur: In Nizza werden die Eisbewerbe (Eishockey, Eiskunstlauf, Curling, Shorttrack ) in Szene gehen.

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