Rückblick auf Olympia: Aufsteiger und Abstürze

Die Tops und Flops im nordischen Skisport: Zwei norwegische Superhelden und ein junger Österreicher, der den Altmeister überflügelte.
Milano Cortina 2026 Winter Olympic Games - Ski Jumping

Die ersten Olympischen Spiele als Nordischer Direktor verliefen für Florian Liegl erfolgreicher als seine ersten Weltmeisterschaften als Skispringer. 2003 waren Österreichs Adler in Val di Fiemme ohne Medaille geblieben und Liegl hatte auf der Normalschanze einen Sturz fabriziert. 23 Jahre später durfte der Tiroler in seiner Funktion als ÖSV-Direktor für die Kombinierer und Skispringer im Fleimstal vier Medaillen bejubeln.

Wer waren die Überflieger dieser Spiele, und wer erlebte bei Olympia eine Bruchlandung?

  • Überflieger: Anna Odine Strom 

Doppelgold in den Einzelbewerben, Silber mit dem norwegischen Team – die 27-Jährige überflügelte die Dominatorin Nika Prevc und war in Predazzo die Königin der Lüfte.

  • Überflieger: Stephan Embacher

Dass der 20-jährige Tiroler im Skispringen zu Höherem berufen ist, prophezeien die Schanzen-Insider schon lange, bei Olympia schlug dem Debütanten nun mit Teamgold an der Seite von Jan Hörl die große Stunde. Es wird nicht die letzte Trophäe in der Karriere von Stephan Embacher sein.

  • Überflieger: Jens Luras Oftebro 

Der Norweger und die Olympischen Spiele – das ist eine Erfolgskombination. Im Fleimstal räumte der nordische Kombinierer groß ab und gewann in allen drei Bewerben Gold – damit hält Oftebro bereits bei vier olympischen Goldmedaillen und ist die Nummer eins der ewigen Bestenliste.

  • Bruchlandung: Stefan Kraft

27. im Bewerb auf der Normalschanze, 36. auf der Großschanze – der dreifache Weltmeister torkelte bei diesen Winterspielen durch die Luft und lieferte zwei der schlechtesten Ergebnisse seiner erfolgreichen Karriere ab. Damit wartet Kraft immer noch auf seine erste Einzelmedaille bei Olympia.

  • Bruchlandung: Deutsche Kombinierer

Die Kombination genießt in Deutschland seit jeher einen hohen Stellenwert, denn die Athleten sind bei Großereignissen Medaillengaranten. Bei diesen Spielen gab es nur Blech.

  • Bruchlandung: Disqualifikation von Daniel Tschofenig

Der Kärntner Skispringer flog durch die Materialkontrolle, weil sein Schuh um einige Millimeter zu groß war. Schlampereien und Stress seien schuld an der Disqualifikation gewesen, argumentierte Chefcoach Andreas Widhölzl. Trotzdem sollte dem ÖSV so ein Fehler eigentlich nicht passieren.

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