McGrath führt zur Halbzeit im Slalom, Medaillenchance für den ÖSV
Atle Lie McGrath
Atle Lie McGrath vor Loic Meillard und Fabio Gstrein. Das ist der Zwischenstand nach dem 1. Durchgangs des olympischen Slaloms der Männer in Bormio. Aus österreichischer Sicht ist also Fabio Gstrein (+0,94) der ÖSV-Hoffnungsträger auf eine Medaille.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Bedingungen im 2. Durchgang ab 13.30 Uhr entwickeln. Denn im 1. Lauf konnte nur der als Zwölfter gestartete Gstrein mit einer Nummer über 10 noch halbwegs mithalten.
Fabio Gstrein
Mit Manuel Feller schied einer der Mitfavoriten in der tückischen Haarnadel am Ende des Steilhanges aus. Marco Schwarz schaffte es mit knapp 2 Sekunden Rückstand auf Rang 7. Michael Matt war mit 2,2 Sekunden Rückstand sehr unzufrieden und kam auf Rang 9.
"Ich habe alles reingeschmissen, was ich gehabt habe. Mit der Sicht und der schlechter werdenden Piste entwickeln sich ein paar Überraschungen, die man nicht sieht. Für mich war es eine Überraschung zu viel", sagte der von einer kleinen Unebenheit überraschte Feller.
Pinheiro Braathen rutschte weg
Lucas Pinheiro Braathen wird nicht Brasiliens erster Doppelolympiasieger bei Winterspielen. Der RTL-Sieger von Bormio rutschte bei einer Schrägfahrt auf dem Innenski aus und am nächsten Tor vorbei.
Von den Top-30 fiel mehr als ein Drittel im ersten Durchgang aus. Darunter starke Läufer wie Feller, Braathen, Hallberg, Rassat, Popov, Vinatzer oder Sala.
Fabio Gstrein sagte: "Es war eigentlich recht gut zu fahren, mir wäre nichts Negatives aufgefallen. Wir sind die Besten der Welt, mit der Kurssetzung sollten wir umgehen können.”
Der Norweger Atle Lie McGrath war nach seiner Fahrt natürlich zufrieden: "Es war nicht einfach heute. Aber ich bin mit dem Kopf und mit dem Herzen gefahren. Die Ausgangslage für den 2. Lauf ist gut."
Lucas Pinheiro Braathen: "Das sind Olympische Spiele. Man muss voll fahren. Es war der richtige Plan. Aber im Flachen hatte ich nicht die Disziplin."
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