Ein Tag für Österreichs Sportgeschichte: Muster wird die Nummer 1 im Tennis
Thomas Muster gerwann am 11. Juni 1995 die French Open
Es war ein Teil der österreichischen Sportgeschichte, der vor genau 30 Jahren geschrieben wurde. Am 12. Februar 1996 erfüllte sich ein Steirer den großen Traum und im österreichischen Sport-Universum drehte sich alles um Tennis. Thomas Muster wurde Nummer eins in der Weltsportart Tennis.
Mit 4.474 Punkten lag der damals 28-Jährige, der zu diesem Zeitpunkt gerade im Davis Cup in Südafrika spielte (Entscheidungstag war der Montag, Österreich verlor 2:3), vor den US-Amerikanern Pete Sampras (4.465) und Andre Agassi (4.379) sowie dem Deutschen Boris Becker (4.145). Zunächst nur für eine Woche, ab 11. März dann noch einmal für fünf Wochen. Zum Vergleich mit seinem legitimen Nachfolger Dominic Thiem, sagte Muster im KURIER-Interview: "Nummer eins ist Nummer eins, Nummer drei ist Nummer drei."
Den Grundstein für den Gipfelsturm legte Muster acht Monate zuvor in Paris. 1995 gewann der Leibnitzer French Open und holte insgesamt zwölf Titel, einen davon beim topbesetzten Hallenturnier in Essen. Beinahe unerreicht war aber seine Dominanz auf Sand in diesem Jahr: Elf Turniersiege, 65 Siege bei nur zwei Niederlagen.
Immer wieder Miami
Dabie wäre sieben Jahre zuvor in Key Biscayne nahe Miami schon fast alles beendet gewesen. Ein betrunkener Autofahrer fuhr Muster am 31. März 1989 nieder, das Kreuz- und Seitenband im linken Knie waren völlig zerstört. Der Steirer kämpfte sich zurück, der Rest ist Geschichte. Besonders filmreif: Muster gewann seinen letzten von 44 Turniersiegen ausgerechnet im März 1997 in Key Biscayne.
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