Liberte, Egalite, Fraternite – oder sollte Frankreichs Wahlspruch Olise, Dembele, Mbappe heißen?
Spätestens beim Gewinn des WM-Titels wäre das zumindest eine Überlegung wert. Und Frankreich ist auf bestem Wege zum dritten WM-Titel nach 1998 und 2018. Marokko sollte im Viertelfinale jedenfalls kein Stolperstein werden. Die Mannschaft von Didier Deschamps setzte sich mit 2:0 durch, lieferte eine weitere Machtdemonstration und steht als erster Halbfinalist fest. Der nächste Gegner wird am Freitag in der Partie Spanien gegen Belgien ermittelt.
Die Franzosen wollten gleich einmal klarstellen, wer der Favorit in Boston war. Mbappe gab einen ersten Warnschuss ab (4.), verfehlte das Ziel nur knapp. Kurz darauf musste sich Marokkos Keeper Bono bei einem Upamecano-Kopfball erstmals auszeichnen. Frankreich war bemüht, ein Powerplay rund um den gegnerischen Sechzehner aufzuziehen, doch der Afrikameister stand gut. Nur nach vorne ging bei Marokko nicht viel. Und gerade, als man sich ein bisschen mehr nach vorne traute, da passierte es.
Ein Ballverlust, Frankreich konterte schnell, die Abwehr war noch nicht sortiert – und Mazraoui kann Mbappe nur per Foul stoppen. Bis Frankreichs Superstar den fälligen Elfmeter ausführen durfte, vergingen gestoppte 3 Minuten und acht Sekunden. Was Mbappe gar nicht gefiel – Keeper Bono konnte den schwach geschossenen Elfmeter parieren (28.). Gehaltene Elfmeter bei der WM – davon kann Bono ein Lied singen. Gegen ihn wurden bei dieser Endrunde schon vier Elfmeter vergeben, was Rekord bedeutet. Mbappe war sichtlich verärgert – und Bono lief zur Hochform auf.