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Halbfinaltag in Wimbledon: Ein Königreich für Traum-Duelle

Die heutigen Halbfinalpartien in Wimbledon sind attraktiv wie kaum zuvor. Es gibt zwei Premieren, eine Nummer eins und einen Dauerbrenner.
Der Größte: Novak Djokovic peilt seinen 25. Major-Titel an.

Es ist ein Halbfinale voller Gegensätze, voller Widersprüche. Es sind Spiele, die an Attraktivität kaum zu überbieten sind. Ein Herr tritt erst zum achten Match auf Grand-Slam-Ebene an, ein anderer hat bereits 409 gewonnen.

Arthur Fery, Nummer 114 der Welt, absolviert  bei seinem erst zweiten Grand-Slam-Turnier das Halbfinale. Die Briten stehen auch am Freitag bedingungslos hinter ihrem neuen Liebling, der gegen  Alexander Zverev spielt (14.30 MESZ, Amazon Prime) und schon jetzt eine historische Glanzleistung vollbrachte. Denn vor ihm war es erst drei Spielern gelungen, mit einer Wild Card ausgestattet in ein Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers einzuziehen.

Vorbild Ivanisevic

Und das waren große Herren: Der Kroate Goran Ivanisevic gewann als Nummer 125 im Finish seiner Karriere in Wimbledon 2001 doch noch seinen heiß ersehnten Major-Titel. Im Halbfinale endeten das Bestreben von Jimmy Connors, der 1991 mit fast 39 bei den US Open Euphorie entfachte, und Henri Leconte, der ein Jahr später bei den French Open ebenfalls für Begeisterung in der Heimat sorgte. Für den Deutschen Zverev ist es übrigens auch das erste Wimbledon-Halbfinale.

Und dann gibt es noch Novak Djokovic, der sich mit 39 Jahren zum ältesten Grand-Slam-Sieger der Geschichte küren kann. Und zum erfolgreichsten – schafft er den 25. Streich, ist er die alleinige Nummer eins (Margaret Court hält ebenso bei 24). Dazu muss der Serbe, der seit neun Jahren in Wimbledon zumindest immer das Halbfinale erreichte, am Freitag (wie bei den Australian Open) den Weltranglisten-Ersten und Titelverteidiger Jannik Sinner schlagen und auch am Sonntag zum achten Mal triumphieren. Dann wäre er mit Roger Federer Rekordmann. Das Duell startet nach der Partie von Zverev gegen Fery. 

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