Zwischen Enttäuschung und Erleichterung lagen für Luka Mladenovic in Paris zwei Tage – und 100 Meter. Am Montag hatten ihm über 100 Meter Brust 15 Hundertstel zum Semifinale gefehlt. Auf der doppelten Distanz drückte der 22-Jährige gestern in 2:08,85 Minuten den österreichischen Rekord um 1,03 Sekunden und schwamm mit dem zweiten Gesamtrang ins Finale am Donnerstag (19.29 Uhr). Die bisherige Bestmarke (2:09,88) hatte Christopher Rothbauer seit 2020 gehalten.
Auch Iris Julia Berger schaffte über 200 Meter Kraul den Aufstieg ins Semifinale. Dort belegte sie in 1:59,19 aber nur den 16. Platz. „Ich verstehe nicht, warum ich langsamer als vor einem Jahr schwimme. Es tut einfach nur weh“, beschrieb die 21-Jährige das Körpergefühl im Wasser. Ihren Rekord hatte sie 2025 in 1:58,08 aufgestellt.
Knapper lagen Freud und Leid bei Lukas Edl beieinander. Der 19-Jährige schwamm über 100 Meter Schmetterling in 52,20 Sekunden persönliche Bestzeit, verpasste das Semifinale aber um 13 Hundertstel.
Simon Bucher, auf dieser Strecke 2024 Vizeweltmeister, blieb in 52,37 Sekunden hinter seinem Landsmann. „Dass der 100er auch so schlecht ist, tut weh“, sagte der Tiroler. Lukas Edl war bereits in seinem dritten Bewerb schnellster Österreicher. Für das Semifinale reichte das erneut nicht, für die Lagenstaffel hat er sich aber umso nachdrücklicher empfohlen.