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Wenn Österreich am 28. Juni um 4 Uhr morgens gegen Algerien spielt, werden Fans des Nationalteams ihren Augen kaum trauen können. Dass ausgerechnet der Name Zidane im algerischen Kader zu lesen sein wird, liegt aber nicht am vermeintlichen Schlafmangel. Österreich-Fans können an dieser Stelle aufatmen: Es handelt sich dabei nicht um den dreimaligen Weltfußballer Zinedine Zidane, sondern um Sohn Luca. Der 28-Jährige bestreitet heuer nämlich seine erste Weltmeisterschaft als Torhüter Algeriens. 

An die Erfolge von Papa Zinedine kommt er aber wohl nicht mehr ran. Nach einzelnen Auftritten in diversen Jugendauswahlen Frankreichs und der ausbleibenden Nominierung für die Kampfmannschaft der "Équipe Tricolore" wurde er 2025 schlussendlich zum Stammkeeper von Algerien.

Immerhin. Auch wenn er beim 0:3 gegen Argentinien nicht immer beste Figur machte.

(Nicht) ganz der Papa 

Luca Zidane ist aber keine Ausnahme. Er ist einer von sieben aktuellen WM-Teilnehmern, dessen Vater schon einmal bei einer Fußball-WM dabei war.

Eines der bekanntesten Vater-Sohn-WM-Gespanne stellt die Familie Haaland dar. Alf-Inge Haaland, mittlerweile Manager von Sohn Erling, kommt auf insgesamt zwei Einsätze bei der WM-Endrunde in den USA 1994. Für mehr hat es aus unterschiedlichen Gründen nicht gereicht. 

Damals in Nordamerika schied Norwegen punktgleich mit den Gruppengegnern Italien, Irland und Mexiko aus. Die WM 98 verpasste Alf-Inge dann verletzungsbedingt.

Erfahrungen, die Man-City Toptorjäger Erling Haaland nicht zwingend wiederholen möchte. Für ihn ist es überhaupt die erste Teilnahme bei einem Großevent. Und dann gleich Weltmeisterschaft.

In Gruppe I wartet mit Frankreich zwar der absolute Topfavorit auf den Weltmeistertitel, mit Senegal aber auch eine lösbarere Aufgabe. Gegen den Irak gab es einen 4:1-Sieg.

Es wird sich also wohl auch im Nationalteam das fortsetzen, was im Klubfußball schon etwas länger klar ist: Erling Haalands Karriere ist etwas erfolgreicher als jene seines Vaters.

"Well it’s lonesome in this old town“, hatte einst Dean Martin gesungen. Es waren die ersten Textzeilen vom Klassiker „Houston“.

Ebendort gelang den Portugiesen der Einstieg in die WM weniger passabel – gegen die Demokratische Republik Kongo gab es ein wenig sehenswertes 1:1. Vor dem zweiten Gruppenspiel ebenfalls in Houston gegen Usbekistan (19 Uhr, live ORF 1) fühlt sich Superstar Cristiano Ronaldo etwas einsam – verglichen mit den Lobeshymnen, in deren Mittelpunkt der Superstar in vergangenen Zeiten gestanden war.

Der alte Mann, mit 41 der älteste Feldspieler dieser WM, will in besagter und besungener Stadt aber noch einmal zur alten Blüte zurückfinden.

Aber: Ging es vor dem Turnier noch darum, dass er am Ende der älteste Weltmeister der Fußball-Geschichte werden könnte und werden will, ist die Frage jetzt eine andere: Verpasst da gerade jemand den richtigen Absprung?

„Cristiano Ronaldo wirkt wie ein trauriger Schatten des großartigen Fußballers, der er einst war“, schrieb The Athletic. Oder: „Alles hat ein Ende. Man muss es nur akzeptieren“, hieß es bei Calciomercato.com in Italien. Und das ist nur ein Teil des verheerenden Medienechos nach dem schwachen 1:1 gegen Kongo.

Als vermeintliche Analyse wollte der ehemalige Stürmer von Atlético Madrid, Rade Bogdanović, wohl das WM-Spiel zwischen Belgien und dem Iran im serbischen öffentlich-rechtlichen Sender RTS kommentieren. Doch als sein Satz mit den Worten "Ich bin nicht rassistisch, aber..." begann, waren die Zuschauer gewissermaßen vorgewarnt. Denn was danach folgte, war alles andere als eine neutrale Bewertung des Spiels.

Laut Bogdanović fehle es Schwarzen Spielern an Konzentration, um länger als 60 bis 80 Minuten durchhalten zu können. Sein Urteil bezog sich auf die Rote Karte, die der belgische Verteidiger Nathan Ngoy in der 66. Minute erhielt. "Wenn wir gespielt haben, mussten wir manchmal unsere eigenen Spieler schützen, um sie davon abzuhalten, Fehler zu machen", fügte der ehemalige Kicker in der Live-Sendung hinzu.

"Darf bei einer WM nicht passieren"

Der Moderator erwiderte, dass auch die französische Nationalmannschaft viele Schwarze Spieler habe, die über die gesamten 90 Minuten konzentriert wirkten. Rade Bogdanović beharrte allerdings auf seiner Meinung. "So etwas kann auf dem Niveau einer Weltmeisterschaft nicht passieren", erklärte der Ex-Fußballer.

Seine Äußerungen lösten in den sozialen Netzwerken eine breite Diskussion aus. Dennoch wurde Bogdanović bereits einen Tag später wieder als Experte für das Spiel Österreich gegen Argentinien ins RTS-Studio geholt.

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