Noten nach dem Argentinien-Spiel: Ein Österreicher verdiente sich einen 1er
David Alaba und Kollegen nach dem Spiel.
Nichts wurde es am Montag mit der großen Überraschung gegen den Weltmeister. Als Team haben sich die Kicker aus dem kleinen Österreich auf der großen Bühne der Weltbühne aber wieder einmal teuer verkauft.
Alexander Schlager, 1
Beim Elfer blieb er sehr lange stehen, hat er Messi damit zum Nachdenken gebracht? Als der Weltstar dann zum ersten Mal das Tor traf, war er zur Stelle, beim zweiten Mal ohne Chance, weil am falschen Fuß erwischt – 1:0. Verkürzte mehrmals gut den Winkel und verhinderte vor der Pause einen höheren Rückstand.
Stefan Posch, 2
Er sorgte nach einer knappen Minute für den ersten Ballkontakt der Österreicher. Dem guten Moment folgte ein unglücklicher, als er Lautaro Martinez traf und den Elfer verursachte. Von Verunsicherung aufgrund seiner Schiene im Gesicht war nichts zu spüren, das bemerkte auch Mac Allister, der vom Steirer ein Reiberl bekam.
Kevin Danso, 2
Ging wie erwartet mutig in die Zweikämpfe, rutschte auch viel und hatte dabei die meiste Zeit auch das nötige Timing. Begann die zweite Hälfte mit einem Fehler im Spielaufbau, war dann aber wieder mehrere Male sehr aufmerksam.
David Alaba, 2
Nach drei Minuten kam er gegen Messi zu spät, was mitunter zur Elfmeter-Szene führte. Machte es mit dem Vorwärts-Verteidigen aus der Viererkette in Folge besser und hatte das Glück des Tüchtigen, dass er beim Retten gegen Messi kein Eigentor erzielte. Bis zur Auswechslung stets verlässlich.
Konrad Laimer, 2
Kam in den ersten drei Minuten im Pressing zwei Mal zu spät, war wie alle Österreicher nach dieser unterlegenen Anfangsphase aber dann gut im Spiel und spielte das eine oder andere Mal über links auch frech nach vorne. Auch nach seinem Wechsel auf die rechte Seite blieb er bis zum Schluss ein Aktivposten.
Nicolas Seiwald, 2
Über seine Arbeit gegen den Ball durfte man wieder einmal staunen. Und vorne? Vielleicht hätte er nach der Pause den Mut haben müssen, um selbst zu schießen, als er den Ball für Sabitzer durchließ.
Xaver Schlager, 2
Der Pfeif’-mir-nix-Typ war von Beginn an furchtlos und machte das Zentrum mit Kollege Seiwald immer eng. Hatte Pech, dass Schiedsrichter und VAR das Foul von Mac Allister an ihm nicht sahen und Glück, dass er nicht Gelb sah, als er Messi abklopfte. Gab den Österreichern insgesamt viel Stabilität.
Romano Schmid, 3
Hatte viel Arbeit zu verrichten, ob im Pressing nach vorne oder beim Unterstützen von Posch nach hinten. Aktionen mit dem Ball am Fuß gab's daher von ihm nur wenige. Nach der Pause waren es mehr Momente mit dem Ball am Fuß, die aber nicht immer präzise endeten.
Paul Wanner, 2
Erstmals in der Startelf, bewies der 20-Jährige seine freche Art. Luchste Messi den Ball ab und setzte Sabitzer gut ein, servierte ihm dann sogar per Kopf den Ball bei dessen Chance. Seine Sicherheit am Ball konnte er auch nach der Pause noch in einigen Momenten zeigen.
Marcel Sabitzer, 2
War von Beginn an gleich besser im Spiel als zuletzt gegen Jordanien, kam volley mit links zu einer guten Chance, strahlte mit dem Ball am Fuß meist Ruhe aus und prüfte Goalie Martinez mit einem ordentlichen Freistoß.
Marcel Sabitzer absolvierte sein 100. Länderspiel
Michael Gregoritsch, 2
Er begann, weil er im Pressing wohl der beste der drei österreichischen Mittelstürmer ist. So oft musste er die Argentinier aber gar nicht hoch anlaufen, weil Österreich selbst öfter den Ball hatte als erwartet. Machte einen ordentlichen Job als Zielspieler im Zentrum, indem er immer wieder den Ball gut für seine Mitspieler prallen ließ. Kam selbst nur einmal per Kopf zum Abschluss.
Marco Friedl, 2
Kam für Alaba und machte seine Sache gut, weil er auch gleich zwei Mal in höchster Not rettete.
Alexander Prass, 3
Versuchte, in der Schlussphase im Zusammenspiel mit Sabitzer über die linke Seite Druck nach vorne zu machen. Nicht immer gelang ihm das.
Marko Arnautovic, 3
Sollte in der letzten halben Stunde mit seiner Unberechenbarkeit wirken, blieb aber sowohl mit als auch gegen den Ball unauffällig. Im Anlaufen hätte man das eine oder andere Mal mehr erwarten dürfen von einem Joker für 30 Minuten.
Zu kurz eingesetzt: Patrick Wimmer, Carney Chukwuemeka.
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