England in historischer Dürre + Was der Sommer den Böden antut
Der Höhepunkt der „stärksten Hitzewelle, die wir je hatten“ sollte überstanden sein. Wirkliche Abkühlung bedeutet das aber nicht. Denn auch die kommenden Tage wird es sommerlich heiß, wenn auch weniger extrem als zuletzt, prognostiziert die Geosphere Austria.
Die Folgen der monatelangen Dürre werden unterdessen immer deutlicher. Die Hagelversicherung bezifferte den Gesamtschaden in der Landwirtschaft zuletzt mit rund einer Milliarde Euro. Ökologe Michael Bahn von der Universität Innsbruck, der seit fast zwei Jahrzehnten Dürre-Experimente durchführt, zeigt sich selbst überrascht: „Es ist ein wenig ein Schock für uns, dass die Szenarien, die wir in Richtung der nächsten Jahrzehnte getestet haben, jetzt bereits in dieser Deutlichkeit eintreten.“
Strahlend sonnig
Der Dienstag startet meist sonnig, im Bergland und auf der Alpensüdseite bilden sich aber früh Quellwolken mit Schauer- und Gewitterneigung. Im Norden und Osten bleibt es meist trocken. Höchstwerte zwischen 28 und 34 Grad.
Am Mittwoch sorgt Hochdruck für strahlenden Sonnenschein, nur über den Bergen ziehen vereinzelt Quellwolken auf. Die Temperaturen liegen zwischen 25 und 32 Grad.
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- „Ein Schock für uns“: Was der Dürre-Sommer im Boden anrichtet
- Jahrhundertealte Tradition abgesagt: Italiens längster Fluss führt kaum noch Wasser
Das Hitzetelefon 0800/880-800 ist aus ganz Österreich kostenlos erreichbar
(Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr; Samstag von 8 bis 20 Uhr; Sonntag von 8 bis 18 Uhr)
Tipps gegen die Hitze:
- Genug trinken: zwei bis drei Liter pro Tag, bei körperlicher Belastung mehr.
- Sonnencreme verwenden
- Auf die Ernährung achten: Gedünstetes Gemüse, Getreidesalate aus Bulgur, Couscous oder Hirse, Tofu-Spieße oder Suppen sind ideal.
- Wohnung kühl halten: Wer ohne Klimaanlage in der Wohnung auskommen muss, sollte tagsüber die Fenster schließen und die Räume verdunkeln.
- Körper und Kleidung: Füße in kaltes Wasser halten, ein feuchtes Tuch in den Nacken legen. Bei der Kleidung sollte man auf Leinen, Baumwolle oder Seide setzen. Diese Stoffe sind atmungsaktiv, nehmen Feuchtigkeit auf und fördern die Luftzirkulation, was zu einer natürlichen Kühlung führt.
- Direkte Sonne meiden: Besonders zwischen 11 und 17 Uhr möglichst im Schatten bleiben und körperliche Aktivitäten auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.
- Körperliche Anstrengung reduzieren: Sport und schwere körperliche Arbeit möglichst vermeiden oder auf kühlere Tageszeiten verschieben.
- Kopf schützen: Im Freien einen Hut, eine Kappe oder ein Tuch tragen.
Hitzewelle in Österreich
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„Nirgendwo mehr Normalzustand": England versinkt in historischer Dürre
Fast drei Viertel Englands sind nach Angaben der Regierung in London mittlerweile von einer Dürre betroffen. 71,3 Prozent des Landesteils "befinden sich inzwischen im Dürrezustand, da sich die Lage nach einem trockenen Start in den August weiter verschlechtert hat", erklärte das britische Umweltministerium am Montag. "Nirgendwo" im Vereinigten Königreich herrsche noch der Normalzustand.
Parks und Felder, die zu dieser Jahreszeit normalerweise grün sind, waren ausgetrocknet und gelb, wie Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP zeigten. Gleichzeitig sanken vielerorts die Flusspegel, und Landwirte warnten vor möglichen Lebensmittelengpässen infolge von Missernten - und das in einem Land, das eigentlich für sein feuchtes Wetter bekannt ist.
Besserung ist derzeit keine in Sicht - stattdessen steht dem Land in den kommenden Tagen die fünfte Hitzewelle des Jahres bevor. Niederschläge waren zunächst nicht vorhergesagt. Dem britischen Wetterdienst zufolge fiel im Juli in England und Wales so wenig Regen wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In England waren es nur zehn Prozent der sonst üblichen Regenmenge.
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Was der Dürre-Sommer im Boden anrichtet
Fast 20 Jahre lang hat Ökologe Michael Bahn von der Universität Innsbruck künstlich Trockenheit simuliert, um Szenarien für die kommenden Jahrzehnte zu testen. Nun zeigt sich Bahn selbst überrascht: „Es ist ein wenig ein Schock für uns, dass die Szenarien, die wir in Richtung der nächsten Jahrzehnte getestet haben, jetzt bereits in dieser Deutlichkeit eintreten." Seine Forschung zeigt zudem, dass wiederkehrende Dürren die Fähigkeit von Böden, Wasser zu speichern, dauerhaft verschlechtern - ein „Bodengedächtnis", das künftige Trockenperioden noch verschärfen könnte.
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Waldbrand in Andalusien breitet sich aus
Ein verheerender Waldbrand in der Provinz Huelva im Südwesten Spaniens hat sich ausgebreitet. Das Feuer wütet bereits seit Donnerstag. Die Regionalregierung von Andalusien schätzte die betroffene Fläche auf mehr als 20.000 Hektar. Unklar ist noch, wie viel Fläche davon tatsächlich den Flammen zum Opfer gefallen ist.
Das Feuer sei derzeit "außerhalb der Löschkapazität", sagte der andalusische Innenminister Antonio Sanz. Nicht wegen fehlender Mittel, sondern "aufgrund des extremen und unberechenbaren Verhaltens der Flammen", erklärte er vor Journalisten. Es gehe zunächst in erster Linie darum, "die Menschen zu schützen". Insgesamt 479 Personen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht.
In der Nähe der Kleinstadt Niebla, rund 60 Kilometer westlich von Sevilla, kämpfen unterdessen rund 600 Einsatzkräfte weiter gegen die Flammen. Sie werden im hügeligen, teils schwer zugänglichen Waldgebiet zeitweilig von mehr als 20 Löschflugzeugen und Hubschraubern unterstützt. In der Nacht war es nach Angaben von Feuerwehrsprechern gelungen, mit kontrolliertem Feuer und schwerem Gerät wichtige Verteidigungslinien aufzubauen.
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Waldbrände in Italien
Waldbrände toben in der Provinz Udine bei Amaro and Tolmezzo. Die italienische Feuerwehr bekämpft die Flammen inzwischen auch mit Unterstützung aus Kärnten. Ein Löschflugzeug des Typs Canadair hat am Montag Wasser am Kärntner Weissensee aufgenommen, nachdem der italienische Zivilschutz einen entsprechenden Bewilligungsantrag gestellt hatte, teilte Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) mit.
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Bauern-Hilfspaket: Für SPÖ "Keine Koste-es-was-es-wolle-Politik"
Angesichts der dürrebedingten Rekordschäden in der Landwirtschaft mehren sich die Rufe nach einem Hilfspaket. Das SPÖ-geführte Finanzministerium sieht dafür allerdings wenig Spielraum: „Grundsätzlich kommt nur eine Unterstützung in Frage, die sich im Rahmen des Budgets bewegt“, hieß es dazu auf APA-Anfrage am Montag. Denkbar seien demnach „finanzielle Umschichtungen innerhalb des zuständigen Landwirtschaftsressorts“.
Der Wunsch nach Unterstützungsmaßnahmen für die Landwirtschaft komme von Seiten der ÖVP, das Finanzministerium warte daher auf konkrete Vorschläge aus dem schwarzen Landwirtschaftsministerium. „Eine 'Koste-es-was-es-wolle-Politik' wird es aus guten Gründen nicht geben“, heißt es aus dem Büro von Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) weiter. Notwendig seien jedenfalls „nachhaltige und langfristige Lösungen für den Klimaschutz“.
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Rumänien leitet Teile der Donau um
Weite Teile Europas sind von anhaltender Hitze und Dürre betroffen, was die Pegelstände der Flüsse sinken lässt, die Binnenschifffahrt einschränkt und die Stromerzeugung gefährdet. Wie in Ungarn wurde auch in Rumänien zum Energiesparen aufgerufen. Die Regierung in Bukarest hat für den gesamten August den Energienotstand ausgerufen. Rumänien ringt wegen des Niedrigwassers der Donau um die Stromproduktion seines einzigen laufenden Atomreaktors. Wegen der historischen Tiefststände der Donau musste bereits ein anderer Reaktor abgeschaltet werden.
Rumänien verschaffte sich nun bei dem noch laufenden Reaktor eine Atempause, indem es die Strömung in einem Donau-Abschnitt umleitete. Dafür wurden laut dem Energieministerium Felsbrocken gesprengt, das Flussbett ausgebaggert und vier mit Steinen gefüllte Lastkähne versenkt, um einen Deich zu errichten. Dadurch sei der Wasserstand rund um den Reaktor um vier Zentimeter gestiegen.
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Ungarn: Atomkraftwerk Paks fährt Leistung wieder hoch
Nach einem Anstieg des Donau-Pegels fährt Ungarn die Stromproduktion in seinem einzigen Atomkraftwerk wieder etwas hoch. Es sei damit begonnen worden, eine der Turbinen des Kraftwerks Paks in Betrieb zu nehmen, sagte Ministerpräsident Peter Magyar am Montag. Diese solle noch am Abend wieder Strom erzeugen. Derzeit läuft das Kraftwerk nur mit etwa zehn Prozent seiner Kapazität.
Ungarn hatte Paks wegen des historischen Niedrigwassers der Donau heruntergefahren. Zum Betrieb ist das Kraftwerk auf Kühlwasser aus dem Fluss angewiesen. Nach Regenfällen in Österreich in der vergangenen Woche war mit vorübergehend steigenden Wasserpegeln gerechnet worden. Magyar hatte vor gut einer Woche gewarnt, dass das AKW wochenlang stillstehen könnte. Das Kraftwerk russischer Bauart produziert normalerweise knapp die Hälfte des ungarischen Stroms. Magyar hatte in diesem Zusammenhang die Bevölkerung auf eine kritische Lage bei der Energieversorgung eingestimmt. Magyar rief Unternehmen, Kommunen und Haushalte dazu auf, ihren Stromverbrauch in den abendlichen Spitzenzeiten zu reduzieren. Die Energiekrise dürfte die ungarische Wirtschaft, die bereits stagniert, weiter belasten.
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EU: Dürre und Hitze könnten 180 Milliarden Euro kosten
Die extreme Hitze und Dürre in weiten Teilen Europas in diesem Sommer könnten das erwartete Wirtschaftswachstum einer Studie zufolge weitgehend zunichtemachen. Die hitzebedingten Störungen dürften das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Europäischen Union 2026 um etwa ein Prozent schmälern, schrieb die auf nachhaltige Projekte spezialisierte niederländische Bank Triodos in einem am Samstag veröffentlichten Bericht.
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Rhein trocknet aus
In Deutschland ist die Binnenschifffahrt auf dem Rhein bedroht. Das extreme Niedrigwasser dürfte in Bälde zu einer Zweiteilung des Flusses führen. Zum einen gebe es zwischen den Nordseehäfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und der Region Köln noch Schiffsverkehr über den Rhein und das westdeutsche Kanalgebiet.
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Hagelversicherung: Rekordschäden in der Landwirtschaft durch Dürre
Die heimischen Bauern verzeichnen dürrebedingte Rekordschäden. Der Gesamtschaden in der Landwirtschaft liege bisher bei 1 Mrd. Euro, teilte der Agrar-Spezialversicherer Hagelversicherung am Montag mit. Betroffen von der Dürre sei ganz Österreich und sämtliche Kulturen, insbesondere Grünland, Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben, Kürbisse und Soja, aber regional auch Getreide.
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"Brand aus" im Föhrenwald
"Brand aus" ist am Sonntagabend im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) gegeben worden. Das Feuer war am Mittwochnachmittag ausgebrochen und dehnte sich auf rund 100 Hektar aus. Hunderte Helfer standen bei den Löscharbeiten im Einsatz. Bis voraussichtlich Mittwoch wird es laut Bezirkskommando noch eine Brandwache geben. Verursacht worden sein soll das Feuer durch Phosphor in Munitionsteilen einer Ende des Zweiten Weltkrieges gesprengten Fabrik.
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Waldbrand in Westkanada immer noch außer Kontrolle
Der schwere Waldbrand in der kanadischen Provinz British Columbia ist noch immer nicht unter Kontrolle. Allerdings breite er sich nicht mehr so rasant aus. Das Feuer erstreckte sich am Sonntagmorgen auf mehr als 100 Quadratkilometer. Über 20.000 Menschen waren zuvor zur Flucht gezwungen worden. Dass sich das Feuer zuletzt langsamer ausbreitete, liegt laut Berichten auch daran, dass ein Großteil der Feuerfront inzwischen einen See, den Okanagan Lake, erreicht hat.
Einsatzkräfte versuchen, Häuser am Rand der rund 12.000 Einwohner zählenden Gemeinde Summerland zu schützen. Evakuierungsanordnungen für Tausende Menschen bleiben bestehen. Rund 10.000 Grundstücke in Summerland, Peachland und umliegenden Gebieten sind davon betroffen, für weitere gilt eine Warnung vor einer möglichen Evakuierung.
Das Feuer hatte auf seinem Weg zum See Häuser und andere Gebäude zerstört. Die Provinzregierung spricht von erheblichen Schäden, deren Ausmaß bisher aber nicht abschließend erfasst wurde. Mehr als 50 Menschen, die von den Flammen eingeschlossen worden waren, wurden nach Angaben der Behörden mit Hilfe von Hubschraubern gerettet. Die Polizei prüft zudem einen Bericht über einen möglichen Todesfall. Dieser war zunächst nicht bestätigt. Die Ursache des Feuers wird untersucht.
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Deutsche Binnenschiffer fürchten um die Rhein-Route
Der Wassermangel im Rhein könnte dem Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) zufolge die internationale Transportroute bald im mittleren Flussabschnitt unterbrechen. "Wegen ausbleibender Niederschläge wird im Laufe der Woche an dem für Schifffahrt und Wirtschaft wichtigen Pegel Kaub erstmals ein nur noch einstelliger Wert prognostiziert", sagte BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen der Rheinischen Post.
"Im Prinzip ist der Rhein damit nicht mehr durchgängig befahrbar und damit zweigeteilt." Der Pegelstand von Kaub zwischen Koblenz und Mainz gilt als Referenzwert für die Rheinschifffahrt. Weil die Fahrrinne in diesem Abschnitt ohnehin relativ flach ist, sieht der BDB die dort erwarteten Pegelwerte mit besonderer Sorge. "Die gewerbliche Schifffahrt wird bei derart niedrigen Wasserständen in der Region keinen Gütertransport mehr durchführen können. Gleiches gilt für die Tagesausflugs- und Kreuzfahrtschifffahrt", sagte Schwanen.
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Weinlese in Burgund begann so früh wie nie
Wegen der extremen Hitze der vergangenen Wochen hat in Frankreichs berühmter Weinanbauregion Burgund die Weinlese sehr viel früher als sonst begonnen. In seiner fast 40-jährigen Tätigkeit als Winzer habe er noch nie eine so frühe Weinlese erlebt, sagte der Präsident der Produktionsvereinigung Cave de Lugny im Département Saône-et-Loire, Marc Sangoy, der Nachrichtenagentur AFP. "Die Rekorde fallen. Es geht schnell", sagte er.
Dabei liegt der letzte Rekord gerade einmal vier Jahre zurück: 2022 habe die Lese der Crémants am 13. August begonnen. Heuer werde mit der Lese dieser Schaumweine, deren Trauben traditionell als erste geerntet werden, bereits am 8. August begonnen. Was alle anderen Weine angeht, dürfte die Weinlese laut Sangoy "wahrscheinlich Ende nächster Woche" starten.
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Schwere Waldbrände in Friaul, Einschränkungen auf der A4
Mehrere Waldbrände haben sich am Samstag in Friaul-Julisch Venetien, der norditalienischen Nachbarregion Kärntens, ausgebreitet und die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen gestellt. Die Brände wirkten sich auch negativ auf den Verkehr aus. Um den Einsatzkräften freie Zufahrtswege zu ermöglichen, wurden am Autobahnknoten Lisert an der A4 (Venedig-Triest) ab dem späten Samstagnachmittag zwei Fahrspuren gesperrt.
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Geologe: Mure im Kötschachtal „Auswirkung des Klimawandels“
Die größte bisher gemessene Hitzewelle Österreichs bringt zur „Abkühlung“ erneut schwere Unwetter, Muren und Überschwemmungen. Und ab Sonntag wird es wieder heiß, schwere Gewitter sind weiter möglich.
Im Zillertal sind Muren abgegangen, in anderen Teilen Tirols wurden Keller überflutet. Heftiger hat es Salzburg erwischt. Woran auch der Salzburger Landesgeologe Gerald Valentin keinen Zweifel lässt: Die Ursache der Mure im Kötschachtal sei „eine eindeutige Auswirkung des Klimawandels“.
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Zwei Waldbrände im Lungau forderten die Einsatzkräfte
Gleich zwei Waldbrände in Zederhaus haben am Samstag die Feuerwehren im Lungau beschäftigt. Bereits in der Nacht auf Samstag war ein Brandherd in einem sehr steilen und unwegsamen Gelände festgestellt worden. Wegen des extremen Gefälles war ein sicherer Löscheinsatz erst ab der Früh möglich. In den Mittagsstunden konnte dann "Brand aus" gegeben werden.
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Nordkorea: Mit Hundefleischsuppe gegen die Hitze
Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad empfehlen Nordkoreas Staatsmedien Hundefleischsuppe und Ginsengbrühe als Hausmittel gegen die Hitze.
Ein von der staatlichen Zeitung Rodong Sinmun zitierter Arzt sagte, Hundefleischsuppe sei „vorteilhaft“ für die Nährstoffversorgung. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA empfahl zudem eine traditionelle Samgyetang-Suppe, die mit Hühnchen und kräftigendem Ginseng zubereitet wird.
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Hitzetelefon: Heiße Wohnungen und Gesundheitsrisiko als größte Sorgen
Das Hitzetelefon des Gesundheitsministeriums hat eine erste Zwischenbilanz bezogen: Seit dem Start am 21. Juni gingen 400 Anrufe ein, die meisten davon während der ersten Hitzewelle Ende Juni. Thematisch ging es besonders oft um die Kühlung von Wohnungen, aber auch um das richtige Verhalten bei hohen Temperaturen, den Schutz besonders gefährdeter Menschen, Veranstaltungen und Arbeit.
Zudem habe die Abgrenzung zwischen allgemeiner Information und medizinischer Beratung viele Anruferinnen und Anrufer beschäftigt. Einen deutlichen Zusammenhang sah man zwischen Außentemperaturen und Informationsbedarf: Die meisten Anrufe seien eingegangen, als die Temperaturen besonders hoch und Schulen noch geöffnet waren und die Urlaubssaison noch nicht begonnen hatte.
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Dürre: Regierung feilt an Agrar-Hilfspaket
Die Regierung erarbeitet derzeit gemeinsam mit den Bundesländern ein Dürre-Hilfspaket für die Bauern. Am Donnerstagabend versprach Bundeskanzler Stocker neben Liquiditätsmaßnahmen auch "eine Kompensation der Schäden". Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) und Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) müssen sich aber noch auf die konkreten Maßnahmen einigen. Einen Termin für die Präsentation der Hilfen gibt es noch nicht.
Medial kolportierte, mögliche Hilfesummen wollte das Landwirtschaftsministerium gegenüber der APA nicht kommentieren. Im Dürrejahr 2018 etwa belief sich das Bauern-Hilfspaket des Bundes und der Länder auf 60 Mio. Euro, und die versicherten Dürreschäden der Landwirte bei der Hagelversicherung beliefen sich auf über 230 Mio. Euro.
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Tiroler Europabrücke: Erste Fahrspur gesperrt
Hitzebedingte Fahrbahnschäden und dadurch notwendige Sanierungsarbeiten haben zur Sperre der ersten Fahrspur in Richtung Innsbruck auf der Europabrücke der Tiroler Brennerautobahn (A13) geführt. Die Sperre werde voraussichtlich bis kommenden Donnerstag andauern und solle der Verkehrssicherheit dienen, teilte die Asfinag am Freitag in einer Aussendung mit. Die Arbeiten erfolgten nun "in Nachtschichten", hieß es.
Die grundlegenden Reparaturarbeiten fänden "in der Nacht von Montag auf Dienstag statt", betonte der Autobahnbetreiber weiters. Um eine "tiefgründige Sanierung durchführen zu können" müssten außerdem Fachfirmen und Materialien "entsprechend vorbereitet und eingetaktet werden". Solche Maßnahmen seien darüber hinaus auch "witterungsabhängig". Zudem gelte es, auch "ausreichend lange Zeit für die Aushärtung des Materials" zu berücksichtigen, begründete die Asfinag die Dauer der Sperre. Somit standen den Verkehrsteilnehmern vorerst zwei Fahrspuren zur Verfügung.
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Bergretter mit viel Arbeit
Die Hitze beschert den oberösterreichischen Bergrettern viel Arbeit: Allein im Juli wurden 75 Alarmierungen verzeichnet - im Vorjahr waren es in diesem Zeitraum 33. Den Grund sieht man in der anhaltenden Hitze kombiniert mit Fehleinschätzungen bei der Tourenplanung. Immer öfter verlassen sich Bergsteiger dabei auf Apps und geraten in Gelände, das ihre Fähigkeiten übersteigt. Die Folge: Kreislaufprobleme, Erschöpfungszustände und Dehydrierung führen vermehrt zu Notfällen.
Besonders stark betroffen waren die letzten eineinhalb Juliwochen, bilanzierte die Bergrettung am Freitag in einer Aussendung, aber auch im August setzte sich der Trend fort. Seit 22. Juli ging jeden Tag mindestens ein Notruf ein. Den Negativrekord stellte der 29. Juli auf: An diesem Tag mussten die Bergretterinnen und Bergretter in Oberösterreich zu sechs Einsätzen ausrücken. Hinzu komme, dass man auch immer wieder für Unterstützungsleistungen bei der Bekämpfung von Waldbränden ausrücken müsse.
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Linz bereitet temporäres Grillverbot vor
Die Stadt Linz will wegen der anhaltenden Trockenheit an den beiden öffentlichen Grillplätzen am Pichlinger See und am Jaukerbach ein vorübergehendes Grillverbot erlassen. Das kündigte Vizebürgermeisterin Merima Zukan (SPÖ) heute in einer Aussendung an. Die Maßnahme soll zunächst für einen Zeitraum von 14 Tagen gelten, der Ordnungsdienst der Stadt soll dort die betroffenen Areale verstärkt kontrollieren.
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Einige Murenabgänge und kleinräumige Überflutungen in Tirol
Gewitter mit Starkregen haben Donnerstagabend in Tirol lokal zu vereinzelten Murenabgängen und einigen kleinräumigen Überflutungen geführt. Vor allem im Zillertal gingen einige Muren ab. Medienberichten zufolge standen zudem einige Keller in Innsbruck, in einigen Gemeinden östlich der Landeshauptstadt sowie im Bezirk Kitzbühel unter Wasser. Verletzt wurde indes niemand. Großflächige Überschwemmungen bzw. flächendeckende Schäden blieben bisherigen Informationen zufolge aus.
Zu einem Murenabgang im Zillertal kam es unter anderem in der Marchklamm in Finkenberg. Die Mure verlegte den Wanderweg zu einer Hütte. Auch in Richtung Stillupspeicher sowie in Tux und Ginzling hielten Murenabgänge Einsatzkräfte auf Trab. Zudem sei in Brandberg die Straße in den Zillergrund auf mehreren Stellen vermurt worden.
In Innsbruck mussten indes Feuerwehrleute im Bereich der Innenstadt sowie in den Stadtteilen Reichenau und Olympisches Dorf wegen einiger überfluteter Keller ausrücken. Dasselbe galt für den Raum Wattens und Kolsass im Bezirk Innsbruck-Land sowie lokal im Bezirk Kitzbühel.
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Trinkwasser in Tiroler Gemeinde durch Unwetter verunreinigt
Während im Osten noch die Hitze drückt, gibt es im Westen Österreichs bereits Unwetter. Nach schweren Unwettern ist es im Tiroler Zirl (Bezirk Innsbruck-Land) zu Verunreinigungen des Trinkwassers gekommen. Die Gemeinde gab auf ihrer Webseite eine dringende Abkoch-Empfehlung für die Bevölkerung heraus.
Maßnahmen zur Behebung des Problems seien eingeleitet und Proben für eine Laboruntersuchung entnommen worden. Sobald Ergebnisse vorliegen, werde die Bevölkerung informiert, hieß es. Während für die allgemeine Körperpflege das Leitungswasser weiterhin normal verwendet werden könne, solle man das Wasser vor der Verwendung von sensiblen Bereichen mindestens drei Minuten sprudelnd kochen lassen. Das gelte insbesondere dann, wenn man das Wasser trinken oder Getränke damit zubereiten möchte, beim Kochen sowie der Zubereitung von Speisen oder beim Zähneputzen.
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Donau-Niedrigwasser: Budapest im Dunkeln
Um in der Energiekrise Strom zu sparen, hat Ungarn die Beleuchtung für seine Wahrzeichen wie das neugotische Parlamentsgebäude, die Budaer Burg und die berühmte Kettenbrücke, abgeschaltet. Die anhaltende Hitzewelle und der historisch niedrige Wasserstand der Donau zwingen das Land zu diesem Schritt. Das einzige Atomkraftwerk des Landes ist für die Kühlung auf den Fluss angewiesen.
Wegen des Wassermangels stand es am Wochenende kurz vor der Abschaltung. Ausbleibende Regenfälle und die Hitze haben ähnlich wie am Rhein auch an der Donau für Rekordtiefstände gesorgt. Die Temperaturen kletterten am Donnerstag in Ungarn auf mehr als 40 Grad.
Während Touristen enttäuscht auf die Sparmaßnahmen reagieren, zeigen viele Einheimische Verständnis für die Entscheidung. "Ich bin sehr enttäuscht, denn man kommt vielleicht einmal im Leben nach Budapest", sagte eine deutsche Touristin. "Ich bin gestern auf den Hügel gestiegen und habe gewartet, dass das Gebäude beleuchtet wird. Aber es passierte einfach nicht." Andere Besucher sehen es gelassener. "Klar ist das Mist, aber ich kann wertschätzen, was ich hier habe. Also keine große Sache", meinte ein anderer Tourist.
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Einsatzkräfte gehen an ihre Grenzen bei Brand im Föhrendwald
Drehender Wind erschwerte die Brandbekämpfung, die noch Tage dauern soll. Hubschrauber und 370 Einsatzkräfte sind nach wie vor vor Ort.
Wie sich der Brand im Föhrenwald, der gestern am Nachmittag ausgebrochen ist, für die Einsatzkräfte abgespielt hat, schildert der als Einsatzleiter in St. Egyden:
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Hitzerekord? Was misst man da eigentlich?
In den letzten Tagen las man die Schlagzeile immer wieder: "Neuer Hitzerekord in Österreich gebrochen". Aber was genau bedeutet das, und was und wie wird gemessen?
Der KURIER hat bei einem Meteorologen nachgefragt, wie die viel zitierten Messungen zustande kommen.
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Schwere Waldbrände am Balkan: Ein Toter, zu wenig Einsatzkräfte
Inmitten der Hitzewelle kämpft die Feuerwehr auch auf dem Balkan gegen Waldbrände. In Serbien kam eine Person ums Leben. Alte Kriegsminen erschweren die Löscharbeiten in Bosnien, auch gebe es einen Mangel an Personal, Hubschraubern sowie das Problem veralteter Ausrüstung für Einsatzkräfte.
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Alpenvereinshütten kämpfen mit Wasserknappheit
Die Hitze hat zu Wasserknappheit bei einigen Schutzhütten des Alpenvereins geführt. Der Alpenverein appellierte an alle Hüttengäste, bewusst und sparsam mit Wasser umzugehen. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, setzten betroffene Hütten auf verschiedene Einsparungsmaßnahmen. Und: Anhaltende Trockenheit könne vereinzelt zur Beendigung der Saison führen.
Betroffen seien unter anderem zwei Hütten in der Steiermark (Voisthaler- und Pühringer-Hütte) und jeweils eine in Oberösterreich (Priel-Schutzhaus), Tirol (Porze-Hütte) und Vorarlberg (Freschen-Haus). Als Maßnahmen wurden etwa die zeitweise oder vollständige Sperre von Duschen, die Ausgabe kostenpflichtiger Duschmarken und begrenzte Nutzungszeiten oder notfalls die Sperre von Waschräumen gesetzt. Darüber hinaus kamen vermehrt Trockentoiletten und wassersparende Armaturen zum Einsatz. Zusätzlich wurde die Nutzung vorhandener Quellen optimiert, Wasserspeicher ausgebaut und weitere Möglichkeiten zur Nutzung von Regenwasser geprüft.
"Seit weit über zehn Jahren zeigt sich immer deutlicher, dass viele Hütten, die früher ausreichend Wasser zur Verfügung hatten, heute mit sinkenden Wassermengen konfrontiert sind", erklärte Georg Unterberger, Leiter der Abteilung Hütten und Wege im Österreichischen Alpenverein: "Das sind unmittelbare Auswirkungen des Klimawandels."
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Hitzewelle geht weiter: Nächste Woche wieder über 35 Grad
Auch die kommenden Tage bringen kein Ende der Hitze. Laut aktueller Prognose der Geosphere steigen die Höchstwerte im Osten ab Montag wieder auf über 35 Grad, lokale Gewitter sind zwischendurch zwar überall möglich, klingen aber jeweils rasch wieder ab. Ab Dienstag übernimmt im Ostalpenraum wieder der Hochdruckeinfluss, insgesamt bleibt es damit vor allem im Osten weiterhin hochsommerlich heiß.
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Getränke und Eis deutlich stärker nachgefragt
Der Hitzerekord im Juli ließ den Absatz von Getränken und Eis im österreichischen Lebensmittelhandel merklich steigen. Spar verzeichnete bei Mineralwasser ein Plus von rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, Rewe meldete ein Wachstum von über zehn Prozent. Auch die Nachfrage nach Eis sei derzeit sehr hoch. Starkes Interesse besteht zudem an alkoholfreiem Bier und Biermischgetränken, auch klassisches Bier werde nicht weniger nachgefragt. Beliebt sind auch vorgeschnittenes Obst wie Wassermelonen oder frischer Obstsalat.
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Achte Tropennacht in Folge: Auch die Nächte bringen keine Abkühlung
Auch die Nacht auf Donnerstag brachte keine Abkühlung: Die Unwetterzentrale verzeichnete an fünf Orten neue Rekorde für die höchste Minimaltemperatur, darunter Oberndorf an der Melk mit 24,9 Grad und Weitra mit 22,4 Grad (Messreihe seit 1936). In der Wiener Innenstadt sank die Temperatur nicht unter 27,3 Grad - nur 0,1 Grad unter dem erst am Vortag aufgestellten Allzeitrekord. Damit hält Österreich bereits die achte Tropennacht in Folge, der bisherige Rekord liegt bei 17 Nächten aus dem Jahr 1994.
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Orange Unwetterwarnung für Tirol
Die Geosphere Austria warnt für das Tiroler Unterland und Gebiete östlich von Innsbruck vor schweren Unwettern am Donnerstagnachmittag und -abend. Möglich sind 50 bis 90 Liter Regen pro Quadratmeter sowie Sturmböen bis zu 80 km/h. Grund ist eine Kaltfront, die auf schwül-feuchte Luftmassen trifft. Behörden warnen vor kleinräumigen Überflutungen und Vermurungen und raten, Abstand zu Gewässern zu halten sowie Bergtouren notfalls rechtzeitig abzubrechen.
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Klimawandel setzt Donau zunehmend unter Druck
Bis 2050 könnten Tage mit eingeschränktem Schiffsverkehr auf der Donau um rund 80 Prozent zunehmen, zeigt eine Studie eines internationalen Forschungsteams unter Leitung des Boku-Hydrologen Helmut Habersack. Betroffen wären vor allem untere Flussabschnitte: Dort drohen Kraftwerken wie den Atomkraftwerken im ungarischen Paks und in Rumänien künftig deutlich längere kritische Niedrigwasserphasen bei der Kühlwasserversorgung. In Österreich könnte die Stromproduktion aus Laufkraftwerken in trockenen Monaten sinken, in feuchteren Zeiten aber teilweise wieder ausgeglichen werden.
Als Gegenmaßnahme arbeitet Habersacks Team im Rahmen des EU-Projekts DANUBE4all an einem Sedimentmanagement- und Flussrenaturierungsplan. Dabei geht es nicht darum, den historischen Urzustand des Flusses wiederherzustellen, betont Habersack, sondern um ein gezieltes „Bauprogramm für die kommenden 20 bis 25 Jahre", das die Donau widerstandsfähiger gegen Hochwasser und Dürre macht. Dazu zählt etwa das Wiederanbinden von Seitenarmen und Überflutungsflächen, was sowohl der Natur als auch dem Hochwasserschutz nützt.
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Hitzewellen könnten Österreichs Wirtschaft Milliarden kosten
Die Wirtschaft muss sich zunehmend auf die Folgen des Klimawandels einstellen. „Wir werden lernen müssen, mit Hitze produktiv umzugehen", sagt IHS-Ökonom Klaus Weyerstraß. Hitzewellen beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten, vor allem am Bau und in der Landwirtschaft, wo häufig körperlich anstrengend im Freien gearbeitet wird. Aber auch in Büros zeigen sich Produktivitätsrückgänge, etwa durch schlechteren Schlaf und nachlassende Konzentration an heißen Tagen. Ein Großteil der Kosten entsteht dabei indirekt über Lieferketten, etwa wenn am Bau weniger gearbeitet wird und dadurch auch die Nachfrage nach Baustoffen sinkt.
Modellrechnungen zeigen die Dimension: Im dritten Jahr eines Hitze-Szenarios könnte das reale Bruttoinlandsprodukt um rund 0,7 Prozent oder knapp drei Milliarden Euro niedriger ausfallen, über drei Jahre summieren sich die Verluste auf rund sechs Milliarden Euro. Weyerstraß bezeichnet die Zahlen als eher konservativ, da etwa Gesundheits- und Infrastrukturfolgen darin noch nicht enthalten sind. Als Gegenmaßnahmen nennt er flexiblere Arbeitszeiten, Kühlsysteme und ausreichend Schattenplätze.
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