Aus. Schluss. Vorbei. Die WM-Reise von Deutschland endete nach schwacher Vorstellung in Boston. Paraguay setzte sich im Elfmeterschießen durch und machte die Sensation perfekt. Die Deutschen können sich zu Hause auf jede Menge Kritik einstellen. Und Bundestrainer Nagelsmann muss sich wohl bald einen neuen Job suchen.
Deutschland: Große Freude, noch größere Enttäuschung
Groß war die Freude in Deutschland auf das erste K.-o.-Spiel bei einer WM seit 2014. Noch größer war die Enttäuschung, dass es gleich wieder das letzte für zumindest vier Jahre war.
Die Partie begann denkbar schlecht für die Deutschen. Gerade einmal eine Minute war gespielt, da musste Keeper Neuer nach einem Eckball gegen Alonso erstmals eingreifen (1.). Bundestrainer Nagelsmann hatte nach der Niederlage gegen Ecuador reagiert und Undav in die Startelf gestellt. Musiala musste dafür auf die Bank. Auch ohne den Ballzauberer erarbeitete sich die DFB-Elf schnell ein spielerisches Übergewicht.
"War grausam zuzuschauen"
Doch die Ideen gegen den Abwehrblock der Südamerikaner waren überschaubar. Die Deutschen kamen nicht durch, fast 80 Prozent Ballbesitz vor der Pause brachten nichts. Paraguay war nach der ersten Chance offensiv fast gar nicht mehr vorhanden. Bis zur 42. Minute. Weil die Deutschen nach einer Ecke stümperhaft verteidigten, konnte Enciso in aller Ruhe zum 1:0 einköpfen. Die Deutschen wurden am Ende einer schlechten Hälfte auch noch eiskalt erwischt. „Es war grausam, zuzuschauen“, analysierte Carsten Jancker im ORF-Studio zur Pause.