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Vor Williams-Auftritt: Große Comebacks im Frauen-Tennis

In der Geschichte des Frauen-Tennis gab es große Comebacks. Eine Belgierin war besonders erfolgreich.
Ein erfolgreiches und ein weniger erfolgreiches Comeback. Kim Clijsters

2022 hatte Serena Williams ihre große Karriere beendet. Gescheitert am großen Wurf, am 24. Grand-Slam-Titel, mit dem sie mit der Australierin Margaret Court gleichziehen hätte können. Nun feiert sie mit 44 in Wimbledon ein Comeback im Einzel und trifft dort auf die 19-jährige Australierin Maya Joint.

Schon zahlreiche große Spielerinnen hatten ein Comeback gefeiert. Und einige davon gewannen auch danach wieder:

Kim Clijsters

Die Belgierin hatte 2005 schon mit 22 Jahren wegen körperlicher Probleme erstmals in ihren Rücktritt angekündigt, der 2007 mit einem Grand-Slam-Titel im Gepäck (US Open 2005) erfolgte. 2009 kehrte Clijsters, deren Vater Leo belgischer Teamkicker war, zurück und war noch erfolgreicher als zuvor, drei weitere Grand-Slam-Titel (zweimal US Open, einmal Australian Open) zeugen davon. 2012 hängte sie das Racket aber erneut an den Nagel. Das zweite Comeback 2020 war weniger vielversprechend, zwei Jahre später war mit 39 endgültig Schluss.

Justine Henin

Ihre Landsfrau erklärte im Mai 2008, dass sie „am Ende ihres Weges“ angekommen sei. Mit 26 Jahren trat sie als siebenfache Grand-Slam-Siegerin und ehemalige Nummer 1 (2003) ab. Doch auch Henin kehrte zurück, bei ihrem ersten Turnier nach der Wiederkehr 2010 unterlag sie in Brisbane im Finale ausgerechnet Clijsters, bei den Australian Open kam sie ebenso sensationell ins Finale, wo sie gegen Serena Williams verlor. 2012 war nach Ellbogen-Problemen endgültig Schluss.

Jennifer Capriati

Die Amerikanerin war eines der größten Talente der Tennis-Geschichte. Mit 13 Jahren und elf Monaten verlor sie Anfang März 1990 ihr erstes Endspiel in Hilton Head gegen Martina Navratilova – als jüngste Spielerin, die jemals in einem WTA-Endspiel stand. Es folgten viele Erfolge mit dem Höhepunkt Olympia-Gold 1992 – und ein tiefer Absturz. Kurzzeitig landete Capriati wegen Ladendiebstahls und Drogenbesitzes im Gefängnis. Doch Capriati fand wieder in die Spur. Mehr noch: Sie spielte bald besser als je zuvor, gewann drei Grand-Slam-Titel und war 2001 die Nummer eins der Welt.

Martina Hingis

Die Schweizerin holte alle fünf Major-Titel (1997 bis 1999) als Teenager und war auch die Nummer eins der Welt. Im Februar 2003, mit 22 Jahren, gab Hingis ihren Rücktritt bekannt – als 40-fache Turniersiegerin im Einzel. 2006 kehrte sie mit Achtungserfolgen zurück, 2007 hörte sie nach einem positiven Kokain-Test wieder auf. 2013 bis 2017 war sie erneut aktiv und holte noch einige Grand-Slam-Titel im Doppel und Mixed.

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