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Nach WM-Blamage: Warum Nagelsmann vor dem Aus als DFB-Teamchef steht

Nach dem blamablen WM-Aus gegen Paraguay ist die Ernüchterung in Deutschland groß. Die Kritik an Teamchef Julian Nagelsmann wächst - ein Abschied rückt näher. Ein möglicher Nachfolger ist bereits im Gespräch.
FIFA World Cup 2026 - Round of 32 - Germany v Paraguay

„Niedergeschlagenheit“: So beschrieb Teamchef Julian Nagelsmann seine Gefühlslage unmittelbar nach dem WM-Aus von Deutschland. Die DFB-Elf war zuvor im Sechzehntelfinale im Elfmeterschießen gegen Paraguay ausgeschieden.

WM-Aus von Deutschland: „Es schreit nach Konsequenzen“

Dabei war die Erwartungshaltung vor der Fußball-WM groß. Umso härter traf das Aus die Mannschaft und ganz Fußball-Deutschland.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Experten zeigten sich entsetzt über den Auftritt der DFB-Elf. „Du darfst gegen Paraguay nicht in die Verlängerung kommen“, meinte etwa Ex-Weltmeister Christoph Kramer. Mats Hummels forderte ein personelles Nachspiel: „Es schreit nach Konsequenzen. Die Heim-EM wird mir immer noch zu gut geredet. Deswegen muss das ein Thema sein, sowohl, glaube ich, vom Bundestrainer selbst aus als auch vom Verband.“

Kritik an Nagelsmann wächst: Rückendeckung vom DFB

Der Bundestrainer selbst schloss einen Rücktritt jedoch aus. „Ich möchte es weiter machen. Ich stehe bereit, wenn man das möchte.“ Der Vertrag des 38-Jährigen läuft noch bis Sommer 2028. Rückendeckung erhält er von DFB-Sportdirektor Rudi Völler. „Ich bin immer noch überzeugt davon, dass er der Richtige ist.“ Wie belastbar diese Aussage tatsächlich ist, bleibt offen.

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Die Uhr tickt: Ist die Zeit von Nagelsmann als DFB-Teamchef bald abgelaufen?

Kritik kam zuletzt auch an Personalentscheidungen. Besonders die Rolle von Deniz Undav sorgte für Diskussionen: Trotz starker Form erhielt der Stürmer nur wenig Einsatzzeit. Gleichzeitig setzte Nagelsmann auf die Rückkehr von Manuel Neuer, der nach dem WM-Aus seinen endgültigen Rücktritt aus der DFB-Elf erklärte.

Niederlage gegen Paraguay: Ein Kreis schließt sich

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus rechnet mit einem Abschied des Bundestrainers: „Ich glaube, dass es nach dieser WM mit einem neuen Trainer weitergehen muss. Das war einfach zu viel.“ Zu viel an enttäuschenden Leistungen, zu wenig an erkennbarer Entwicklung.

Nagelsmann übernahm die DFB-Elf im September 2023 und wurde zum jüngsten Bundestrainer der Geschichte. Seine ersten Trainingseinheiten absolvierte er während einer Amerika-Tour in Foxborough – ausgerechnet an jenem Ort, an dem jetzt der WM-Traum gegen Paraguay endete.

Der mögliche Nachfolger dementiert

Nach dem Aus bei der EM 2024 sorgte der 38-Jährige noch mit einer Titelansage für die WM 2026 für Aufsehen. „Dass man zwei Jahre warten muss, bis man Weltmeister wird, tut auch weh“, sagte Nagelsmann damals.

Doch die sportliche Realität blieb hinter diesen Ansprüchen zurück. Stattdessen erlebte der Bundestrainer die bitterste Niederlage. Und vielleicht seine letzte?

Seit dem WM-Aus nehmen die Spekulationen über einen möglichen Nachfolger zu. Ein Name fällt dabei häufig: Jürgen Klopp. Dieser dementierte Gerüchte allerdings unmittelbar nach dem Aus: „Ich verstehe, dass mein Name genannt wird. Aber es ist nicht der Moment.“

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Wird Klopp neuer DFB-Teamchef?

Ob Nagelsmann noch einmal als Bundestrainer an der Seitenlinie stehen wird, ist offen. Nach dem WM-Aus spricht jedoch immer weniger dafür.

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