Die heftige Hitzewelle im Süden von Frankreich bringt auch die Radprofis bei der 113. Tour de France an ihre Grenzen - und eine Debatte über die Folgen für den Körper und mögliche Veränderungen ist im Gange. „Gesund ist anders“, sagte Nico Denz, Teamkollege des Vorjahres-Dritten Florian Lipowitz, nach der vierten Etappe nach Foix zwar mit einem Lachen. Aber er stellte auch klar: „Es ist echt brutal.“
„Weiß nicht, ob das noch gut ist für den Körper“
Der 32-Jährige lobte die Team-Helfer. „Ich weiß nicht, wie viele tausend Flaschen die schon gefüllt haben. Und es war auf jeden Fall ein Schlüssel heute, dass man da einen kühlen Kopf bewahrt und möglichst viel Eis und Wasser bekommt.“
Schon seit dem Start in Barcelona am vergangenen Samstag war es heiß und sonnig, doch das Teilstück am Dienstag stellte einen neuen Höhepunkt dar. Mehr als 40 Grad betrug die Temperatur. Auf dem Asphalt der Straßen dürfte es noch mehr gewesen sein. Auch am Mittwoch nach Pau soll es deutlich mehr als 30 Grad geben. „Ich weiß nicht, ob das noch gut ist für den Körper, aber es musste sein, jetzt brauche ich erstmal eine kalte Dusche“, sagte Nils Politt der ARD.
Tour de France: Folgt Verkürzung der Etappen?
Mit Kühlwesten, viel Flüssigkeit, Eiswürfeln im Nacken und Eisbädern nach den Etappen probieren die Fahrer ihre Körper vor der Überhitzung zu schützen. Der Weltverband UCI beschloss ausnahmsweise, dass in den nur für Trinkflaschen vorgesehenen Zonen auch ganze Verpflegungsbeutel ausgegeben werden dürfen.