Österreich startete mit einem Sieg in das WM-Jahr. Nach einer durchschnittlichen ersten Hälfte setzte die Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick zu einem Kantersieg gegen Ghana an. Am Ende feierte man ein 5:1, das Lust auf mehr macht.
Am Dienstag probt man wieder in Wien gegen Südkorea.
Rangnick brachte Grillitsch im zentralen Mittelfeld, wo man Laimer hätte erwarten können, die Neulinge mussten vorerst alle auf der Bank Platz nehmen.
Österreich war zwar von Beginn an bemüht, das Spiel zu gestalten, konnte aber nicht – wie so oft daheim schon gesehen – Druck aufbauen, auch weil Ghana sich immer wieder aufgrund der profunden Technik und mit schönen Kombinationen befreien konnte. Das einzige Highlight der ersten Hälfte war aus österreichischer Sicht die Führung, praktisch aus dem Nichts kommend.
Schmid spielte von der rechten Flanke einen Wechselpass auf den in die Offensive aufgerückten Verteidiger Danso, dessen Kopfball auf der Hand von Ghanas Adjetey landete. Den Elfmeter verwandelte Kapitän Sabitzer zum 1:0 (13.).
Anlaufzeit
Die Führung hätte ein Befreiungsschlag oder auch ein Weckruf sein können, am Geschehen änderte sich aber nicht viel. Außer, dass nach 22 Minuten zur vorgeschriebenen Trinkpause gebeten wurde, in der maximal heißer Tee gereicht werden konnte aufgrund der Temperaturen.
Das Spiel der Rangnick-Elf plätscherte etwas vor sich hin, geduldig aber ohne echten Nachdruck suchte man Räume und lauerte auf Möglichkeiten.
In der Defensive hatte vor allem Danso mit Stürmer Adu immer wieder seine liebe Not, drei, vier Mal konnte der erst in letzter Sekunde gestoppt werden. Semenyo verfehlte zudem mit einem Drehschuss das Ziel.
Knapp vor der Pause hätte Österreich sogar erhöhen können, nach einer Flanke von Sabitzer gewann Baumgartner das Kopfballduell, doch Goalie Ati Zigi hatte einen Streckmoment und fischte den Ball sehenswert aus dem Kreuzeck (40.).