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Wie Österreich bei der Eishockey-WM für den guten Ton sorgt

Vier Gründe, warum das 5:2 gegen Großbritannien für Optimismus sorgt. Am Sonntag geht es gegen Ungarn (16.20) um den Klassenerhalt.
IIHF Ice Hockey World Championship - Great Britain vs Austria

Die österreichische Bundeshymne wurde in früheren Jahren kaum gespielt bei Eishockey-Weltmeisterschaften der Top-Division. Allmählich gewöhnen sich die Spieler an die vertrauten Klänge für den Sieger eines WM-Spiels.

2025 feierten die Österreicher vier Mal die Zeremonie auf dem Eis. 2026 geht es so weiter. Das Nationalteam startete am Samstag vor 7.974 Zuschauern mit einem 5:2-Erfolg gegen Großbritannien in die WM in der Schweiz. Dank der drei Punkte könnte Österreich bereits am Sonntag gegen Ungarn (16.20 Uhr/ORF 1) mit einem weiteren Erfolg das erste große Ziel, den Klassenerhalt, erreichen. Für Österreich war es gar erst der dritte Auftaktsieg in eine WM nach 2004 (6:0 gegen Frankreich) und 2015 (4:3 n. P. gegen die Schweiz).

Mehrere Faktoren dieses Spiels dürfen optimistisch machen für den weiteren Verlauf des Turniers.

1. Der Rückhalt

David Kickert hatte sich im Duell mit Atte Tolvanen durchgesetzt und stand gegen die Briten im Tor. Trotz der beiden Gegentreffer innerhalb von 37 Sekunden strahlte er die notwendige Ruhe aus. Für das heutige Spiel gegen Ungarn wird Tolvanen auf dem Eis erwartet.

2. Die Top-Linie

„Dafür sind sie ja in der ersten Linie“, sagte Teamchef Roger Bader nach der Leistung der Sturm-Formation Peter Schneider, Benjamin Nissner und Dominic Zwerger. Die drei kamen gemeinsam auf sechs Scorerpunkte; Peter Schneider glänzte mit zwei Toren.

In einem Team wie Österreich, das so viele Ausfälle verkraften muss, ist es umso wichtiger, dass die erfahrenen Spieler Selbstvertrauen haben. Nach diesem Auftakt haben sie das ganz sicher. Schneider bleibt aber vorsichtig: „Ich bin nach schlechten Partien nicht zu niedergeschlagen und wir werden jetzt nach einer guten nicht zu euphorisch sein.“

3. Die Debütanten

Teamchef Bader spannte in der vierten Angriffslinie die WM-Debütanten Leon Kolarik, Leon Wallner und Tim Harnisch zusammen. Wallner sorgte in seinem ersten WM-Spiel mit dem 5:2 für einen sensationellen Einstand. „Sie haben das richtig gut gemacht. Das sind alle sehr talentierte Spieler, da ist es am Anfang nicht einfach, das Spiel so simpel zu halten, wie es bei einer WM notwendig ist.“

4. Die Disziplin

Spätestens nach dem 4:2 durch Schneider agierte Österreich taktisch sehr diszipliniert und spielte wie gegen eine Top-Nation. Die Briten hatten kein Mittel dagegen. Die erste Strafe gegen Österreich erst in Minute 46 zeugt von großer Disziplin.

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