Sport-News

Der Norweger Fredrik Dversnes hat am Sonntag im Sprint einer überraschend durchgekommenen Vierer-Ausreißergruppe die flachste Etappe des Giro d'Italia von Voghera nach Mailand (157 km) gewonnen. Der 29-Jährige aus dem Uno-X-Team feierte vor den Italienern Mirco Maestri (Polti) und Martin Marcellusi (Bardiani) seinen bisher größten Erfolg. In der Gesamtwertung ist Felix Gall vor dem letzten Ruhetag hinter dem Topfavoriten Jonas Vingegaard und Afonso Eulalio weiterhin Dritter.

Die am Dienstag in der Schweiz beginnende Schlusswoche wartet mit vier Bergetappen auf. Den portugiesischen Außenseiter Eulalio sollte der dreimalige Etappenzweite Gall mit einer halben Minute Rückstand bei normalem Verlauf noch überholen können. Der zweimalige Tour-de-France-Sieger Vingegaard war bisher jedoch unantastbar und liegt bereits fast drei Minuten vor Gall.

Die Tirolerin Laura Stigger hat sich den Sieg im olympischen Cross-Country-Rennen beim Mountainbike-Weltcup in Nove Mesto (Tschechien) geholt. Die 25-Jährige setzte sich klar vor der Schwedin Jenny Rissveds und der Schweizerin Sina Frei durch. Im Short Track am Samstag war Stigger Zweite geworden. Mona Mitterwallner kam am Sonntag auf Platz 31. Beide sind als nächstes auf Weltcupebene von 12. bis 14. Juni in Saalfelden-Leogang zu sehen.

"Ich bin einfach mein Tempo gegangen, habe meinem Gefühl vertraut. Es fühlt sich so gut an, der erste Weltcupsieg in Europa für mich, das klingt verrückt", sagte Stigger, die erklärte, dass sie auf den letzten Metern vor der unglaublichen Kulisse Gänsehaut bekommen hatte. "Ich hatte so viel Spaß, ich liebe diesen Kurs."

Im Männer-Rennen gelang Maximilian Foidl beim Triumph von Olympiasieger Tom Pidcock mit Rang acht sein bestes Weltcup-Ergebnis. Bis dato war ein zehnter Platz beim Finale der vergangenen Saison das Topresultat des Tirolers gewesen.

Es ist gar nicht so einfach, in die heiligen Hallen der Formel-1-Fabrik von Aston Martin zu gelangen, direkt an der Rennstrecke in Silverstone. Nach der Vorlage des Reisepasses erhält man bei der Registrierung einen roten „Visitor“-Pass. Dieser wird dann am Eingang in die Halle gegen einen grünen „Guest“-Pass getauscht. Schnell noch die Kamera-Linsen der Handys abgeklebt – und schon geht es auf einen geführten Rundgang durch die Fabrik, in der (bis auf den Antrieb von Honda) die Formel-1-Autos von Fernando Alonso und Lance Stroll gebaut werden.

Rund 230 Millionen Euro hat der Bau auf dem 37.000 Quadratmeter (entspricht mehr als 5 Fußballfeldern) großen Areal gekostet. Herzstück des Hauptkomplexes ist die 160 Meter lange „Straße“. Links und rechts dieser Schlagader sind die einzelnen Entwicklungsabteilungen angesiedelt. Vereinfacht ausgedrückt: Auf der einen Seite des Gebäudes kommen die Rohstoffe rein, auf der anderen die fertigen Autos raus.

Österreichs Debütantinnen im Hauptbewerb der French Open sind gleich am ersten Turniertag in Paris ausgeschieden. Lilli Tagger unterlag am Pfingstsonntag der als Nummer 32 gesetzten Wang Xinyu nach 2:08 Stunden 3:6,6:3,4:6. Qualifikantin Sinja Kraus war auf dem Center Court gegen Olympiasiegerin Belinda Bencic auf verlorenem Posten. Die als Nummer 11 gesetzte Schweizerin besiegte die Wienerin sicher 6:2,6:3. Tagger bleibt in der Seine-Stadt und spielt mit Sara Errani Doppel.

 

Die 18-jährige Osttirolerin hatte im Vorjahr als erste Österreicherin einen Single-Major-Titel bei den Juniorinnen geholt. Damit sind bei den Frauen nur noch zwei der vier ÖTV-Spielerinnen im Einsatz: Anastasia Potapova, die am Montag (2. Spiel nach 11.00 Uhr) auf die Australierin Maya Joint trifft, und Julia Grabher gegen Rebecca Sramkova (SVK/ebenfalls Montag, 2. Match). Ins Turnier startet am Pfingstmontag auch Qualifikant Jurij Rodionov, der gegen Arthur Rinderknech (FRA-22) auf dem Court Suzanne Lenglen den Tag eröffnen darf. Sebastian Ofner beginnt sein Turnier am Dienstag gegen den Italiener Luciano Darderi.

Tagger wirkte danach nicht massiv enttäuscht. "Natürlich war es ein enges Match. Ich bin ein bisserl angespannt auf den Platz gegangen", gestand sie. "Im zweiten Satz habe ich einen guten Weg gefunden, im dritten hatte ich meine Chancen, habe sie aber nicht nutzen können. Es gibt immer noch viele Dinge zu lernen."

Tagger nur im zweiten Satz stark

Tagger begann bei ihrer Premiere gleich neben dem Court Suzanne Lenglen, der seit seiner Überdachung weit lauter geworden ist, gut und ging nach einem Break im Auftaktgame 2:0 in Führung. Danach riss aber der Faden und es schlichen sich viel zu viele Vorhandfehler ein. Nach Serviceverlusten zum 2:2 und 2:4 geriet sie von 2:0 mit 5:2 in Rückstand. Nach 40 Minuten hatte Wang Satz eins in der Tasche.

Er wollte eigentlich gar nicht mitgehen, erzählte Gregor Biber über seinen ersten Kontakt mit Eishockey. „Ein Nachbar wollte einmal nach Krems zum Eishockeyklub und hat mich mitgenommen. Ich habe es recht schnell gelernt“, erinnert sich der 19-jährige Niederösterreicher an seine Anfänge mit einem Schmunzeln. Davor hatte er nur Fußball gespielt.

In diesen Tagen ist er fixer Bestandteil der österreichischen Nationalmannschaft bei der WM in der Schweiz. Nach dem 2:6 am Samstag gegen Deutschland muss Österreich gegen Finnland (Sonntag, 20.20) oder USA (Dienstag, 16.20) punkten, um den Traum vom Viertelfinale noch zu erreichen.

Ab Sommer wird er intensiv an seinem Traum von der National Hockey League arbeiten. Biber ist vom NHL-Team Utah gedraftet und wird das Sommer-Camp des Klubs besuchen.

Der Verteidiger rechnet damit, dass er sich in der Farmteamliga AHL bei den Tucson Roadrunners an die nordamerikanische Spielweise gewöhnen wird müssen. „Sie haben gesagt, dass sie mich gerne drüben hätten, und ich fühle mich bereit“, sagt Biber.

Biber wurde schwedischer Vizemeister

In den vergangenen zwei Jahren spielte Biber in Ängelholm bei Rögle BK in der höchsten schwedischen Liga, heuer kam er ins Finale und hatte dennoch eine schwierige Saison: „Solche Phasen gehören dazu, wenn man jung ist, dass man nicht immer fix spielt. Wenn ich die Chance hatte, habe ich sie ganz gut genutzt“, glaubt Biber. Gebremst wurde er auch durch eine Gehirnerschütterung, nach der er zu früh wieder einstieg und sechs Wochen pausieren musste. „Für die Zukunft weiß ich, dass man sich mehr Zeit lassen sollte.“

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