Meister Sturm glänzt wieder: Über die Stabilität in die Poleposition

Sturm überzeugte beim 2:0-Erfolg bei Rapid nicht nur in der Defensive. Auch deshalb baute man den Vorsprung in der Liga auf vier Punkte aus.
Zuletzt zwei Siege in Wien: Ingolitsch hat Grund zur Freude

Plötzlich vier Punkte Vorsprung. Plötzlich ist Sturm Graz wieder in der Pole Position im Meisterrennen. Was den Steirern genauso Mut macht, ist die abgeklärte Leistung beim verdienten 2:0-Sieg in Hütteldorf beim Konkurrenten Rapid.

„Das war ein sehr überzeugender Auftritt. Ich bin richtig stolz auf meine Jungs. Wir haben alles reingeworfen, leidenschaftlich verteidigt und sind als hochverdienter Sieger vom Platz gegangen“, sagt der neue Trainer Fabio Ingolitsch, unter dem die Steirer begannen, zunächst die Defensive zu stabilisieren. „Wir haben eine gute Stabilität entwickelt und sind nur sehr schwierig zu bezwingen“, sagt Ingolitsch, der im Winter aus Altach kam und Meistertrainer Jürgen Säumel ablöste.

Sieht man vom 1:1 gegen Salzburg vor zwei Wochen ab, als beide Topklubs wenig Ansehnliches im Spiel nach vorne brachten, hat sich daraus auch das Offensivspiel verbessert. Und das, obwohl bei Rapid der laut Ingolitsch „vermutlich beste Spieler der Liga“ Otar Kiteishvili aufgrund einer in der Länderspielpause erlittenen Blessur nicht in der Startelf stand. „Wir definieren uns nicht über einzelne Spieler, sondern über das Kollektiv.“ Besonders beeindruckend: Sturm konnte beide Spiele in Wien (5:2 bei der Austria, 2:0 bei Rapid) gewinnen - das war lange nicht der Fall. 

Natürlich spricht man in Graz nun vom dritten Meistertitel in Folge – unter dem dritten Trainer. Dieser will das Wort noch nicht direkt ansprechen. Nur so viel: „Wenn wir so weitermachen, ist am Ende Großes möglich.“ Damit meint Ingolitsch wohl nicht die Fairplay-Wertung.

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