Eiertor am Ostersonntag: Sturm Graz gewinnt den Schlager bei Rapid
Grazer Jubel in Hütteldorf
Wenn sich vor dieser Runde jemand fragte, ob Rapid schon tatsächlich bereit für den Titelkampf sei, der bekam eine klare Antwort: Nein.
Die Wiener verpassten mit der 0:2-Niederlage gegen Sturm Graz den Sprung an die Tabellenspitze, der Titelverteidiger aus Graz hat bereits vier Punkte Vorsprung. Für Rapid war es die erste Niederlage seit dem 0:2 im Derby gegen die Austria Mitte Februar. Kommende Woche ist es wieder soweit.
Die Personalien
Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup fand in Tobias Gulliksen den Ersatz für den gelbgesperrten Jannes Horn als linker Part in der Fünferkette. Das Spiel entwickelte sich vor 16.110 Zuschauern, wie es zu erwarten war: Rapid hatte wesentlich mehr Ballbesitz, doch die Grazer waren im Abschluss zwingender.
Das war besonders gut beim 1:0 für Sturm durch Vallci zu sehen, der sich bei einem Eckball von Rozga gegen den zweikampfschwachen Antiste durchsetzte. Der Rapid-Angreifer wollte einen Foulpfiff, Vallci schoss den Ball unter die Latte (13.).
Schon zuvor hätte Gorenc Stankovic fast getroffen, sein platzierter Schuss aus 16 Metern wurde noch abgefälscht (7.). Der Sturm-Treffer zeigte Wirkung bei den sonst kombinationssicheren Wienern. Nach einem Missverständnis zwischen Amane und Seidl schoss Mamageishvili an die rechte Stange.
Rapid schaffte es, den Gegner mit spielerischen Mitteln herauszulocken und fand dadurch Räume vor. Als die Wiener mit vier Mann Richtung Strafraum stürmten, scheiterte Wurmbrand am letzten Pass, der ungenau war und somit zum Gegner ging (26.).
Das Eiertor
Sturm wurde nach der Pause offensiver. Gleich beim ersten Angriff musste Raux-Yao bei einer Mamageishvili-Hereingabe retten (46.). Und dann fiel das Eiertor am Ostersonntag: Rapid-Goalie Hedl ließ einen harten, aber unplatzierten Schuss von Hödl zwischen seinen Beinen fallen, Jatta staubte zum 2:0 für Sturm ab (52.). Der erste Fehler in dieser Aktion war der unnötige Ballverlust von Weimann an Gorenc Stankovic.
Das Comeback
Früh aber doch schwand der Glaube an einen Rapid-Sieg und die Übernahme der Tabellenführung. Trainer Hoff Thorup brachte Nosa Dahl statt Gulliksen. 20 Minuten vor dem Ende brandete im Allianz Stadion Jubel auf, als Yusuf Demir sein Comeback feierte. Der 22-Jährige war 2022 in die Türkei gewechselt. Bei Sturm kam am Ende auch noch der zuletzt verletzte Kiteishvili ins Spiel.
Doch am mittlerweile sehr emotional geführten Spiel änderte sich nichts mehr. Die Sturmspieler bekamen bei den häufigen Unterbrechungen bei der Outlinie etliche Bierduschen von den Tribünen ab, Referee Gishamer drohte, das Spiel zu unterbrechen. Doch auch dazu kam es nicht mehr.
Beim nächsten Heimspiel von Rapid gegen Hartberg (22. April) sind wieder alle Sektoren geöffnet.
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