Nach einer starken Hälfte kassiert die Austria gegen Sturm ein Debakel

Platz 1 war in Griffweite, die Austria startete perfekt und ging gegen Sturm dennoch unter. In einem spektakulären Hit siegen die Grazer mit 5:2.
Fassungslos: Dragovic beim Jubel der Grazer

Mit Meister Sturm Graz kam der Lieblingsgegner der Austria an den Verteilerkreis, immerhin hatten die Violetten seit sieben Bundesliga-Spielen gegen die Blackies nicht verloren.

Ob der Tabellenkonstellation träumten die Fans in der Generali Arena gar von Platz 1. Dafür brauchte es einen vollen Erfolg, am Ende zog man mit einer ordentlichen Packung von dannen. Eine bis zur Pause stark spielende Austria lief gegen effektive Grazer in ein 2:5-Debakel.

Schablas ersetzte auf der linken Seite den gesperrten Lee. Und es war eben dieser Youngster, der  nach exakt 32 Sekunden für das erste große Highlight mit dem 1:0 sorgte. Mit dem ersten Angriff ging die Austria in Führung, Barry brachte per Fersenzuspiel Schablas in Position, der sein erstes Tor in Violett erzielte.  

Es war der Startschuss für eine fulminante Anfangsphase mit viel Tempo im Spiel und zwei Teams, die mit Umschaltmomenten flott die Tiefe suchten. 

So gelang Sturm der Ausgleich, Goalie Sahin-Radlinger rettete noch gegen Jatta, der Nachschuss von Rozga zum 1:1 saß (7.).

Viele Austria-Chancen 

Es folgten weitere gute Aktionen und Chancen auf beiden Seiten und auch ein violetter Jubel nach einem schönen Treffer von Eggestein, der aber wegen Abseits nicht anerkannt wurde.

In der ersten Hälfte einer unterhaltsamen und sehr guten Partie hatte Schablas noch einen weiteren starken Auftritt, als er bei einem Konter wieder von Barry freigespielt wurde,  Torhüter Bignetti verhinderte aber den Doppelpack des Austrianers. 

Die Wiener drückten weiter und verjuxten gar eine Dreifachchance durch Eggestein, Barry und Fischer. 

FUSSBALL: BUNDESLIGA / MEISTERGRUPPE: FK AUSTRIA WIEN - SK PUNTIGAMER STURM GRAZ

Eine Pausenführung der überlegenen Veilchen wäre durchaus verdient gewesen, genießen konnte sie aber Sturm, das einen Konter wunderschön durch den überragenden Kiteishvili zum 1:2 abschloss (45.). 

Eiskalte Grazer

Kiteishvili stand auch gleich nach der Pause im Mittelpunkt, als er von Plavotic im Strafraum gefoult wurde und im Anschluss den Elfmeter zum 3:1 verwandelte (55.).

Plavotic sah dabei die zweite gelbe Karte, die Austria agierte in Folge also in Unterzahl und stand plötzlich vor einer ganz schwierigen Aufgabe. Und sie wurde wenig später nach dem 1:4  durch Fosso und dem 1:5 durch ein Eigentor von Dragovic  unmöglich. 

Im Finish sah Sturms Koller nach einem Foul an Eggestein noch die Rote Karte, erzielte Austria-Kapitän Fischer doch noch das 2:5.

Immerhin ein Zeichen, dass die Austria nicht aufsteckte und den Fans noch etwas bieten wollten. Die dankten es mit Applaus.

Sturm behauptete die Tabellenführung, die Austria rutschte von Platz drei auf Rang fünf ab, liegt allerdings nur vier Punkte hinter den Grazern und einen Zähler hinter Stadtrivale Rapid. 

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