Offene Drohungen: Rund 150 Austria-Fans gingen in Wels viel zu weit

Vor dem Spiel in Ried machten einige violette Anhänger in Wels Stopp und agitierten gegen Jürgen Werner. Eine Grenze ist überschritten worden. Die Austria distanziert sich.
Alexander Strecha
Austria Wien Fans

Die Fans der Wiener Austria haben bei ihrem Protest nun endgültig eine rote Linie überschritten. Gegen den LASK bestachen die Hobby-Poeten noch mit Transparenten gegen Jürgen Werner, die Investoren-Gruppe WTF, Sebastian Prödl oder Raimund Harreither, Unternehmer mit violettem Herzen. 

Vor dem Spiel in Ried machten rund 150 Austria-Fans einen Abstecher nach Wels, dem Heimatort von Ex-Sportvorstand Jürgen Werner. Mit im Gepäck hatten sie ein Transparent und Flugblätter, auf denen sie die Nachbarn und Anrainer von Werner "informierten", dass Jürgen Werner einen "selbstherrlichen Pücha" bezeichneten und forderten: "Nimm dein Reibach und schleich dich einfach".

Austria Wien Fans Jürgen Werner

Auf einem Video ist zu sehen, wie die Fans vor dem Anwesen von Werner stehen und aus einer Plastik-Pistole Geldscheine über die Mauer schossen. Es dürfte sich um Mitglieder mehrerer Austria-Fanklubs gehandelt haben.

Die Austria distanzierte sich noch vor dem Spiel in einer Stellungnahme von den Vorkommnissen. Präsident Kurt Gollowitzer meinte dazu: „Der Klub verurteilt diese Aktion aufs Schärfste. Wir werden alle notwendigen Maßnahmen einleiten, um sicherzustellen, dass sich derartige Vorfälle nicht wiederholen. Mit dieser Aktion wurde eine klare Grenze überschritten. Ich möchte mich im Namen des FK Austria Wien bei Jürgen Werner und seiner Familie ausdrücklich entschuldigen.“

Der mittlerweile über ein Jahr andauernde Zwist bei der Austria im Hintergrund  hat nun geschmacklose Folgen, die Anzeigen zur Folge haben, weil sie ins Kriminelle gehen. Weil sich Verantwortliche der Austria immer wieder über die Bande, Medien und zuletzt auch juristisch einiges gegenseitig ausrichteten, fühlen sich nun einige "Fans" bemüßigt Partei zu ergreifen und Handlungen zu setzen, die 

a) ihnen nicht zustehen, 

b) geschmacklos und unter der Gürtellinie sind und 

c) nicht nur zu verurteilen sondern, auch nachzuverfolgen sind.

Offene Drohungen gegen handelnde Personen oder deren Verwandte sind kriminell, letztklassig und widerlich. 

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