Die Verlierer der Runde: Austria und Rapid suchen vor Derby Lösungen

Das kommende Prestige-Duell kann schon richtungweisend sein.
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Mit einem positiven Lauf ist in der Meistergruppe viel möglich. Dachten sich die Austrianer und legten einen Fehlstart hin. Das dachten sich auch die Rapidler, starteten stark und mussten nun einen Dämpfer hinnehmen.

Dem Sieg in Hartberg stehen bei der Austria nun zwei klare Niederlagen gegen Sturm (2:5) und den LASK (1:4) gegenüber. „Es schmerzt natürlich“, gibt Trainer Stephan Helm zu. Noch dazu vor dem Heimderby gegen Rapid kommenden Sonntag, das zum Duell zweier Verlierer wird. Denn auch die Hütteldorfer müssen erst einmal das 0:2 daheim gegen Sturm Graz verarbeiten.

Der kleine Trost aus violetter Sicht: „Die Mannschaft hat trotzdem auch wieder gezeigt, dass wir weit davon entfernt sind, in irgendeiner Form auseinanderzubrechen. Wir werden über die Dinge sprechen, die man kritisch anmerken muss, aber gleichzeitig müssen wir auch wieder daraus lernen.“

Austria Fußball Lask

Cool bleiben

Kapitän Manfred Fischer gemahnt, die Ruhe zu bewahren. „Ich glaube, dass Blödeste, was wir jetzt tun könnten, wäre es, komplett den Kopf zu verlieren. So auf die Art, es funktioniert gar nichts mehr. Das wäre der komplett falsche Zugang. Wir haben schon oft genug gezeigt, dass wir aus schwierigen Phasen noch besser herausgekommen sind.“

Sportdirektor Michael Wagner bleibt ruhig und realistisch, will nicht malen, weder schwarz noch weiß. „es war wie wir die Meistergruppe auch erwartet haben. jedes Team hat Qualität. Wir wissen schon, wie wir uns einzuschätzen haben und dass wir nicht die Titelfavoriten sind.“ Die Austria wäre gut beraten auf sich und ihre Leistungen zu schauen.

„Wir müssen jede Woche 100 Prozent abrufen. Es ist klar, dass wir die Spiele nicht alle dominieren können“, so Wagner weiter, der vor allem eins vom Tisch wischt. „Es macht absolut keinen Sinn von Runde zu Runde zu rechnen und nachzudenken, wie viele Punkte uns auf den Ersten fehlen. Von Woche zu Woche kann sich alles drehen und verändern, weil die Meistergruppe eine enge Angelegenheit ist.“

Lehren ziehen

Die Niederlage gegen den LASK fasste er kurz und bündig zusammen. „In Wahrheit war das Spiel nach 17 Minuten vorbei. Die erste Hälfte müssen wir abhaken, da wurden wir vom LASK gnadenlos bestraft.“ Das Derby sei die beste Möglichkeit, um eine Reaktion zu zeigen. „Wir müssen weiterhin mutig auftreten und aktiv spielen.“

Auch Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup hat einiges zu lösen in der Derby-Woche. Denn der Sieger könnte sich ins Titelrennen zurück schießen, der Verlierer braucht schon eine Aufholjagd. „Jetzt geht es darum, wie wir daraus lernen. Das ist jetzt mein Job. Aber wir haben immer noch genug positive Dinge, auf denen wir aufbauen können.“

Sturm Rapid Fussball

Zum schweren Patzer von Torhüter Niklas Hedl vor dem 0:2 sagte Hoff Thorup: „Bei diesem Distanzschuss erwarte ich von Niki, dass er zehn von zehn hält. Mir geht es darum, wie er damit umgeht. Ich habe in den Minuten danach viel auf ihn geschaut. Hätte er Probleme gehabt, dann hätten wir ein Problem. Aber das war nicht der Fall. Gegen Ried hatte er auch einen Fehler und wurde danach immer besser.“

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