Die Meisterschaft optimiert Österreichs Eishockey-WM-Vorbereitung

Das Nationalteam startet am Sonntag in das erste Camp. Durch das frühe Ausscheiden von KAC und Salzburg ist bald der Großteil der Teamspieler dabei.
Manuel Ganahl und Lukas Haudum

Im Gleichschritt sprinten die Graz 99ers und der HC Pustertal in Richtung Finale der ICE Hockey League. Beide Teams führen vor dem vierten Spiel in ihren Best-of-seven-Serien 3:0 und können am Ostersonntag den Aufstieg in das Finale sichern.

Die Grazer spielen auswärts bei Fehervar, wo sie zuletzt 5:1 siegten, die Pustertaler gewannen alle drei Partien gegen Ljubljana mit 3:0. Dass die Slowenen, die im Grunddurchgang mit 177 Treffern die beste Offensive der Liga hatten, im Semifinale in 180 Minuten kein Tor erzielten, ist eine der Überraschungen in dieser Runde.

So geht es im Finale weiter

Sollten sich die Favoriten am Sonntag durchsetzen, dann wird das Finale vorgezogen und würde bereits am 12. April beginnen. Für das Nationalteam könnte die Liga nicht viel besser laufen. Denn das Finale der ICEHL wäre somit spätestens am 26. April zu Ende. Dann könnten auch die Grazer Teamspieler noch zwei Vorbereitungscamps für die WM in Zürich (15. bis 31. Mai) mitmachen. Es gab schon Weltmeisterschaften, da kamen die ausgelaugten Finalteilnehmer erst in der Woche vor WM-Beginn zum Team.

Testspiele in Riga

Heuer hat Teamchef Roger Bader auch noch den Vorteil, dass Salzburg und KAC, also jene Klubs mit dem Großteil der Teamspieler, schon ausgeschieden sind. Ein Teil rückt bereits am Ostersonntag ins erste Teamcamp ein. Am Mittwoch und Donnerstag wird Österreich in Riga gegen Lettland testen. Bader bekam die Info, dass die große WM-Arena gegen Österreich zwei Mal ausverkauft sei. Die weiteren Teamspieler von Salzburg und KAC kommen dann zum Camp nach Feldkirch (13. April).

Personell könnte es für Österreich heuer etwas schwieriger werden. Top-Verteidiger David Reinbacher ist mit Laval im AHL-Play-off im Einsatz. Mit Marco Rossi (Vancouver) gab es noch keinen direkten Kontakt. Marco Kasper würde wohl kommen, aber nur dann, wenn er spätestens nach der ersten Play-off-Runde mit Detroit ausscheidet. Unwahrscheinlich ist eine WM-Teilnahme von Zürich-Stürmer Vinzenz Rohrer, der wohl von seinem Klub Montreal nach dem Saisonende in der Schweiz nach Nordamerika beordert wird. Und Bern-Stürmer Benjamin Baumgartner soll nach einer Operation erst Anfang Mai wieder fit werden.

Mit einem Blick auf die Play-off-Überraschungen von Fehervar sagt Teamchef Bader: „Vielleicht wird man mir jetzt glauben, dass wir Ungarn bei der WM nicht im Vorbeigehen besiegen werden. Gegen Ungarn und Großbritannien haben wir uns immer schwergetan.“ Die beiden Nationen sind die ersten beiden WM-Gegner.

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