Der „Sechsrad-Tyrrell“ war eines der verrücktesten Autos der Formel-1-Geschichte. Zum ersten Mal stand er vor 50 Jahren, am 2. Mai 1976, beim Grand Prix von Spanien in Madrid-Jarama in der Startaufstellung. Der Franzose Patrick Depailler hatte sich mit dem Unikum auf Anhieb für die zweite Startreihe qualifiziert, fiel allerdings in der 26. Runde aus.
Nur sechs Wochen später gelang seinem Teamkollegen, dem Südafrikaner Jody Scheckter, im schwedischen Anderstorp der erste Grand-Prix-Sieg auf sechs Rädern (es sollte der einzige bleiben).
Die Idee zum Sechsradauto geht auf das Jahr 1969 zurück, als der Konstrukteur Derek Gardner bei den 500 Meilen von Indianapolis für einen gasturbinenbetriebenen, allradgetriebenen und nahezu unfahrbaren Lotus die Idee mit den sechs Rädern hatte, die damals aber im Sand verlief.