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Die Graz99ers haben den ersten von vier nötigen finalen Schritten zum Gewinn der ICE Hockey League souverän gesetzt. Der österreichische Meister gewann am Mittwoch auf eigenem Eis den ausverkauften Auftakt des Finalduells mit den Pustertaler Wölfen 5:1 (2:0, 1:1, 2:0) und fährt so mit einem guten Gefühl zum zweiten Match des "best of seven"-Vergleichs am Freitag (19.45 Uhr) in Bruneck. Die Grazer sind damit nach zwei "sweeps" von 4:0 im laufenden Play-off weiter unbesiegt.

Für den schon im Semifinale letzten verbliebenen rot-weiß-roten Verein geht es um den ersten Meistertitel eines steirischen Clubs seit 48 Jahren, 1978 hatte ATSE Graz triumphiert. Das ist das Geburtsjahr von 99ers-Präsident Herbert Jerich, und der ist vom baldigen Triumph überzeugt. "Wir haben die Meisterfeier für 26. April geplant", erklärte der Club-Boss im ORF-Interview. Für diesen Tag ist das mögliche sechste Spiel der Serie geplant, Jerich geht also nicht von einer Entscheidung in sieben Spielen aus.

Lukas Haudum zeichnete für den Erfolg gegen die Südtiroler mit zwei Toren hauptverantwortlich. Der Teamspieler eröffnete in der 9. Minute den Trefferreigen, indem er den starken Pustertal-Goalie Eddie Pasquale mit einem Schuss ins kurze Eck überraschte. Sein zweites Tor gelang Haudum 35 Sekunden nach Beginn des dritten Abschnitts mit dem durch einen Schlagschuss erzielten 4:1 - die Vorentscheidung. Josh Currie (17.), Frank Hora (34./PP) und Nicholas Bailen (44.) scorten ebenso für Graz.

Goalie Wieser mit starker Leistung

Graz-Coach Daniel Lacroix brachte im Eisstadion Liebenau vor 4.621 Zuschauern erneut Nicolas Wieser als Schlussmann, da Stammgoalie Max Lagace weiter verletzt ist. Wieser machte seine Arbeit sehr gut, einzig bei einem Schuss des sträflich allein gelassenen Austin Rueschhoff musste er sich geschlagen geben (25.). Doch nach den frühen Treffern im dritten Drittel letztlich zum Endergebnis war die Luft bei den Pustertalern und auch im Match etwas draußen, der klare Grazer Erfolg nicht mehr in Gefahr.

Der Schweizer Eishockeyverband hat sich nach der Corona-Beichte von Patrick Fischer nun doch vom Nationalcoach getrennt. Der 50-Jährige wird von seinen Aufgaben freigestellt, wie am Mittwoch bekannt wurde. Mit Jan Cadieux übernimmt der designierte Cheftrainer bereits für die Heim-WM in Zürich und Fribourg. Fischer hätte nach dem Turnier seinen Posten freigemacht. Er hatte am Montag verraten, vor den Winterspielen in Peking 2022 ein Covid-Zertifikat gefälscht zu haben.

"Es geht um Werte und Respekt"

Nachdem der Schweizer Verband zunächst noch an Fischer festhalten wollte, entschied man sich nun zur Trennung. Rechtlich sei alles abgeschlossen, der Fall habe aber "eine öffentliche Werte- und Vertrauensdiskussion ausgelöst, die der Verband sehr ernst nimmt", sagte Verbandschef Urs Kessler in einer Mitteilung. Die Beurteilung des Verbandes, wonach die Angelegenheit abgeschlossen sei, sei zu kurz gegriffen. "Es geht um Werte und Respekt, die für Swiss Ice Hockey zentral sind und von Patrick Fischer 2022 nicht gelebt wurden."

Man danke Fischer für seine unbestritten großen sportlichen Erfolge. Der Ex-Profi war seit Sommer 2016 Trainer der Nationalmannschaft. 2018, 2024 und 2025 führte er das Team jeweils zu WM-Silber. Bei der anstehenden WM in Zürich ist am 20. Mai auch Österreich ein Gegner in der Gruppenphase.

Ab Freitag heißt es wieder: Pitch, Hit und Run – die neue Saison der österreichischen Baseball-Bundesliga startet. Zum Auftakt kommt es direkt zum Niederösterreich-Derby zwischen den Traiskirchen Grasshoppers und den Wiener Neustadt Diving Ducks

Baseball-Bundesliga: Diving Ducks haben historisches Ziel

Besonders die Ducks haben dabei ein historisches Ziel vor Augen: den vierten Meistertitel in Serie – ein Kunststück, das bislang nur den Vienna Metrostars in den 1980er-Jahren gelungen ist.

„Der Titel ist natürlich das Ziel“, betont Ducks-Leistungsträger Moritz Astner, der zudem von einer Karriere im Ausland träumt und bereits mit US-Colleges in Kontakt steht. Nach dem Vorjahrestitel musste das Team allerdings einen bedeutenden Umbruch im Trainerstab verkraften: Erfolgscoach Luis Camargo verließ den Verein nach vier Titeln in fünf Jahren und kehrte in seine Heimat Brasilien zurück. 

"Gibt niemanden, der so ist wie er"

Ein spürbarer Einschnitt für das Team, wie Astner im erklärt: „Es ist, glaube ich, sehr schwer, an die Energie von Luis heranzukommen. Es gibt niemanden, der so ist wie er. Er hat uns extrem viel geholfen.“

Am Donnerstag werden in der Europa League und in der Conference League die Semifinalisten ermittelt. Wie schaut es mit den verbliebenen Österreichern und ihren Chancen auf das Halbfinale aus?

In der Europa League verteidigt Freiburg mit Philipp Lienhart bei Celta Vigo einen 3:0-Vorsprung. Das schaut sehr gut aus, spanische Teams können in Heimspielen aber auch Außergewöhnliches schaffen.

Semifinal-Chance 90 %

Ebenfalls in Spanien kämpft – oder in seinem Fall eher: spielt – Florian Grillitsch um die Top-4. In Braga traf der Sechser beim 1:1 gegen Betis wunderbar mit der Ferse.

In Sevilla wartet auf die Portugiesen ein K.o.-Spezialist: 2025 schaffte Betis den Einzug in das Finale der Conference League.

Semifinal-Chance 40 %

Mehr Spektakel geht nicht. Bayern München und Real Madrid lieferten sich ein denkwürdiges Rückspiel um den Einzug ins Halbfinale der Champions League. Am Ende jubelten die Bayern nach zwei späten Treffern über ein 4:3 und bekommen es jetzt mit PSG zu tun.

Vor allem die erste Halbzeit hatte es in sich. Real  egalisierte das 1:2 aus dem Hinspiel bereits nach 36 Sekunden. Allerdings mit tatkräftiger Unterstützung von Bayern-Keeper Neuer. Der servierte Arda Güler den Ball, der Türke traf zum 1:0 (1.). Kurz später patzte auch Reals Keeper Lunin – Pavlovic konnte nach einer Ecke zum 1:1 einnicken. Und es ging munter weiter. Zunächst stoppte Bayerns Laimer Mbappe sehenswert, dann attackierte der ÖFB-Star Brahim Diaz – laut Schiri Vincic ein Foul. Güler versenkte den Freistoß direkt zur neuerlichen Real-Führung (29.). Neuer, im Hinspiel noch einer der Helden, machte erneut keine glückliche Figur.

Doch seine Vorderleute schlugen erneut zurück. Kane sorgte mit seinem 50. (!) Saisontor für den Ausgleich. Das war’s aber immer noch nicht. Weil Vinicius jr. kurz nach einem Lattenschuss (41.) Mbappe mustergültig bediente und der Franzose eiskalt verwandelte, gingen die Spanier mit einer 3:2-Führung in die Kabine (42.). „Die beste Halbzeit, die ich je live gesehen habe“, analysierte ÖFB-Stürmer Michael Gregoritsch auf Canal+.

Heißes FinishNach Seitenwechsel machte Neuer einen seiner Fehler mit einer Glanztat gegen Mbappe wieder gut (55.). Die Spannung stieg ins Unermessliche – doch der Ball wollte nicht mehr ins Tor. Als Camavinga mit Gelb-Rot vom Platz flog (86.) hatte Bayern die große Chance, die Partie in Überzahl zu entscheiden. Und das taten sie auch. Luis Diaz nahm Maß – und schoss die Bayern zum Ausgleich und ins Halbfinale (89.). Doch einer hatte noch immer nicht genug. Statt zur Eckfahne zu gehen und die Zeit runterlaufen zu lassen zog der Franzose noch einmal ab – und traf sogar noch zum 4:3-Sieg der Bayern (94.). Der Schlusspunkt einer unglaublichen Partie auf Top-Niveau und mit höchstem Unterhaltungswert. Es hätte am Ende auch 7:7 heißen können.

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