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Falls Marco Odermatt alles tatsächlich so geplant haben sollte, dann muss man von dem Schweizer Superstar den Helm ziehen. In der Hahnenkamm-Abfahrt könnte er heute nämlich auf einen Schlag gleich drei Meilensteine setzen: 

Der prestigeträchtige Sieg auf der Streif fehlt dem 28-Jährigen bekanntlich noch in seiner langen Erfolgsliste.

Sollte Odermatt 24 Stunden nach dem Super-G auch noch die berühmteste Abfahrt der Welt für sich entscheiden, wäre dieser Triumph gleichbedeutend mit dem 100. Podestplatz seiner Karriere

Und so nebenbei – Meilenstein Nummer 3 – würde er dann an Weltcupsiegen (54) mit einem gewissen Hermann Maier gleichziehen – könnte es ein perfekteres Timing geben?

Golf-Ass Sepp Straka hat bei seinem Auftakt ins neue Jahr einen Fehlstart hingelegt. Für den Wiener ist die erfolgreiche Titelverteidigung beim PGA-Turnier im südkalifornischen La Quinta kein Thema mehr, nachdem der 32-Jährige nach zwei Runden mit zwei über Par nur auf Platz 147 liegt. 

Der Weltranglistenzwölfte wird voraussichtlich auch den Cut nach drei von vier Runden verpassen. Strakas Rückstand auf das US-Führungsduo Scottie Scheffler und Blades Brown beträgt 19 Schläge.

Bestmarke

Straka, der das PGA-Auftaktturnier auf Hawaii vergangene Woche ausgelassen hatte, kam beim "The American Express" im La Quinta Country Club überhaupt nicht in Schwung. 

Während der zweifache Ryder-Cup-Sieger mit Bogeys und Double-Bogeys zu kämpfen hatte, durften sich der Weltranglistenerste Scheffler und Teenager Brown über einen gelungenen Start freuen. Der 18-jährige Brown spielte am Freitag (Ortszeit) eine 60er-Runde (12 unter Par) und stellte damit eine Bestmarke auf dem Nicklaus Tournament Course auf.

Eine gute Woche für Ester Ledecka. Am 18. Jänner stand sie in Tarvis im Ski-Weltcup im Super-G auf dem Podest mit Emma Aicher und Lindsey Vonn, fünf Tage später gewann die Tschechin auf der Simonhöhe in Kärnten nun zum 26. Mal ein Weltcuprennen im Parallel-Snowboard

Es war ihr erstes Rennen auf einem Brett in dieser Weltcupsaison. Das letzte Mal fuhr sie im Snowboard-Weltcup im Dezember 2024. Dennoch ließ Ester Ledecka der Konkurrenz keine Chance. "Ich muss sagen, zwei Podiums in zwei verschiedenen Sportarten, das ist schon ein gutes Gefühl", sagte sie gegenüber dem ORF.

Auch bei den Olympischen Spielen wird Ledecka auf Ski (Super-G) und Snowboard (Parallel-Riesentorlauf) antreten. Die Abfahrt muss sie aus Termingründen auslassen. Ob sie mehr trainiere als andere? "Ich kann nicht doppelt so viel trainieren wie alle andern. Aber ich tue, was ich kann. Ich habe ein tolles Team, das mir hilft, das umzusetzen."

Sabine Payer schaffte es als beste Österreicherin ins Viertelfinale. Dort war für die zweifache Saisongewinnerin gegen Michelle Dekker aus den Niederlanden Endstation, sie wurde Siebente. Ihre Landsfrau Martina Ankele stellte als 13. ihr zweitbestes Karriereresultat ein. 

ÖSV-Snowboarder Obmann in Olympiaform

Am Freitag musste sich Fabian Obmann erst im Finale dem Südtiroler Roland Fischnaller beugen und holte fünf Tage nach Platz zwei in Bansko sein nächstes Topresultat in der Olympiadisziplin. "Es hat extrem viel Spaß gemacht", sagt der 29-Jährige stolz. "Den Tag am Podium zu beenden ist was Besonderes." 

Favoritenrolle will er sich bei den Winterspielen in Livigno keine andichten lassen. "Es gibt andere, die schon öfter dabei waren. Auch in verschiedenen Disziplinen wie Ester." Aber jeder mit Podestplätzen könne auch bei Olympia vorn dabei sein. 

Benjamin Karl scheiterte im Viertelfinale an Aaron March und musste als Siebenter dem drittplatzierten Südtiroler auch die Weltcupführung überlassen.

Alexander Payer und Arvid Auner schieden in der Qualifikation aus. 

Mit seinen Toren hat er Österreich vor wenigen Monaten ins Finale der U17-WM geschossen. Jetzt erhält Johannes Moser einen langfristigen Vertrag bei Red Bull Salzburg. Der 18-jährige Kärntner wechselt vom FC Liefering zum Tabellenführer der ersten Liga, wo er einen Vertrag bis 2030 unterschrieb.  "Der Wechsel ist für mich ein großer Schritt und eine tolle Chance, der ich mit viel Freude entgegenblicke. Ich freue mich auf die kommenden Monate und bin bereit, alles für den Verein zu geben, um erfolgreich zu sein“, freute sich der Youngster.

Der offensive Mittelfeldmann kam im Sommer 2021 aus seiner Heimat Kärnten nach Salzburg und spielte anfangs für die Red-Bull-Akademie in der U15-, U16- und U18-Mannschaft. Darauf folgten – dem Salzburger Weg gemäß – Einsätze für die U19 in der UEFA Youth League (4 Spiele, 1 Treffer) und den Kooperationsklub FC Liefering (13 Partien, 1 Tor).

Ein besonderes Ausrufezeichen konnte Moser gemeinsam mit seinen Nationalteamkollegen im vergangenen November bei der U17-Weltmeisterschaft in Katar setzen. Dort markierte er für den Vizeweltmeister Österreich acht Treffer und wurde damit Torschützenkönig sowie zweitbester Spieler des Turniers.
Johannes Moser wird bis auf Weiteres als Kooperationsspieler beim FC Liefering zum Einsatz kommen.

Nichts Neues beim Super-G am Hahnenkamm: Wie im Vorjahr siegte auch dieses Mal der Schweizer Superstar Marco Odermatt. Allerdings mit nur drei Hundertstel Vorsprung auf seinen Schweizer Landsmann Franjo von Allmen.  

Aber auch die Österreicher überzeugten: Der Steirer Stefan Babinsky bewies seine gute Form und hatte als Dritter am Ende 25 Hundertstel Rückstand auf Odermatt. Riesentorlauf-Weltmeister Raphael Haaser landete unmittelbar dahinter auf Rang vier. Eine absolute Topzeit verpasste Lukas Feurstein, der im Finish alle Chancen verspielte. 

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