Der Frust der ÖSV-Stars: "Was bist du eigentlich für ein Patient"
Frustbewältigung der Österreicher: Lukas Feurstein (33.), Raphael Haaser (4.), Vincent Kriechmayr (7.).
Vincent Kriechmayr kann sich so furchtbar schön über sich selbst ärgern. Dann kennt der Doppelweltmeister von 2021 keine Gnade, und hat er erst einmal losgelegt, geht er immer noch strenger mit sich ins Gericht.
Nach seinem siebenten Platz im Super-G von Kitzbühel regierte bei Kriechmayr der Frust: "Ich ärgere mich über alles", schimpfte der Routinier.
"Wie ein kompletter Amateur"
In den Augen des ehrgeizigen Oberösterreichers war es ein durch und durch vermurkstes Rennen - und zwar vom Start weg. "Ich bin angetaucht wie ein kompletter Amateur."
Vincent Kriechmayr ging mit sich hart ins Gericht
Schlechter geht nicht
In dieser Tonart ging Kriechmayrs Analyse weiter: "Schade, wenn ein Athlet runterfährt wie ein Träumer geht es nicht. Ich habe mir nur gedacht: Was bist du eigentlich für ein Patient." Nachsatz: "Schlechter als heute kann ich es nicht machen."
Es war für Vincent Kriechmayr vermutlich kein Trost, dass er mit seinem Ärger nicht alleine war. Mit Ausnahme des drittplatzierten Stefan Babinsky haderten alle Österreicher nach dem Super-G.
Auch Raphael Haaser (4.), dem ein kapitaler Bock bei der Einfahrt zur Traverse den sicheren Podestplatz kostete. "Ich war zu hektisch, das ist ärgerlich. Aber es hätte auch schlimmer ausgehen können."
Lukas Feurstein (33.) war ebenfalls unterwegs zu einer Top-Platzierung, auch dem Vorarlberger unterlief ein folgenschwerer Fehler.
"Das passt zu meiner Saison. Immer ist irgendwo ein Fehler dabei."
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