Keine Chance bei Feyenoord: Sturm verabschiedet sich von Europa

Harte Bandagen in Rotterdam: Aiwu  und der 17-jährige Weinhandl
Vorzeitiges Aus in der Europa League für den Meister nach dem 0:3 bei Feyenoord Rotterdam.

Nächste Woche verabschiedet sich Sturm Graz mit einem Heimspiel gegen Brann Bergen von der Europa League. So viel steht fest, Sturm verlor das Spiel der letzten Chance bei Feyenoord Rotterdam  mit 0:3. Beim Trainer-Debüt von Fabio Ingolitsch spielte der Meister nur phasenweise gut mit. Überrascht hat der Salzburger mit der Aufstellung des 17-jährigen U17-Vizeweltmeister Luca Weinhandl, der eine ansprechende Partie bot und seinen Auftrag, die Kreise von Hwang zu stören, gut löste. 

Sechs Minuten war die Ära Ingolitsch alt, als Sturm das erste Gegentor einfing. Nach einem Eckball kam Tsuyoshi Watanabe unbedrängt zum Kopfball, Goalie Khudyakov, der wieder der „Einser“ beim Meister ist, war chancenlos. Verteidiger Malic hätte aber mehr als nur Begleitschutz für den Japaner leisten müssen.  

Keine Räume

Die Grazer, die ohne die nicht spielberechtigten Neuzugänge  antreten  mussten,  versuchten mitzuspielen, kamen aber kaum zu gelungenen Offensiv-Aktionen, weil die Niederländer die Räume sehr eng machten. Einzig Jatta hatte nach einem Zuspiel von Kiteishvili eine gute Chance, sein Lupfer ging über das Tor. Da machte sich das Pressing bezahlt. Sonst war nur die neue Haartracht von Kapitän Stankovic auffällig, wenngleich man eher weniger von Haartracht sprechen konnte (Glatze). Eine Großchance  hatte nur noch Ueda mit einem Kopfball. 

Nach der Pause wurde Sturm etwas aktiver, ohne aber gefährlich zu werden. Das Stürmerproblem offenbarte sich einmal mehr, noch  bewegt  sich aber immer nichts in puncto Neuerwerbungen. Einzig Kietishvili wurde mit einem Schuss gefährlich, dieser wurde aber eine leichte  Beute für den deutschen Goalie Wellenreuther. Praktisch im Gegensatz traf  Hadj Moussa (69.), das Tor  wurde nach VAR-Check gegeben.   Für Sturm war es danach vorbei, Goncalo Borges traf in der 90.Minute noch zum 3:0. 

Trauner hofft noch

ÖFB-Teamverteidiger Gernot Trauner fehlt bei den Niederländern seit rund einem halben Jahr aufgrund einer Knieverletzung. „Bei der WM möchte ich unbedingt dabei sein“, hofft der 33-Jährige auf eine rasche Genesung. 

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