Das 0:6 ist vergessen: Sturms neuer Trainer "will auf Sieg spielen"

Will "All-in gehen": Fabio Ingolitsch
Beim Pflichtspiel-Debüt von Trainer Ingolitsch muss Sturm bei Feyenoord gewinnen, um eine Chance auf die K.o.-Phase der Europa League zu besitzen. Neuer Verteidiger im Anmarsch.

Mittwoch um 10 Uhr flog Sturm nach Rotterdam zum Europa-League-Spiel zu Feyenoord. Und in eine neue Ära. Der neue Trainer Fabio Ingolitsch, der aus Altach kam und Ende Dezember präsentiert wurde, feiert sein Pflichtspiel-Debüt beim Meister. 

Vor dem Duell am Donnerstag (18.45, Canal+) gilt es einmal, Erinnerungen zu löschen. Vom bisher letzten Gastspiel bei Feyenoord, das mit einem 0:6 und der höchsten Europacup-Niederlage von Sturm endete (das Heimspiel gewannen die Steirer 1:0). 

"Wir dürfen nicht an die Vergangenheit denken, das waren andere Mannschaften. Wir müssen nach vorne schauen", sagt Jon Gorenc Stankovic, der damals 45 Minuten spielte und als einziger aktueller Sturm-Mann neben Tomi Horvat und dem eingewechselten Otar Kiteishvili auf dem Platz stand. 

Im Kader war damals zumindest Ingolitsch-Bruder Sandro, der bei Altach blieb. "Wir haben viel geredet, als ich zu Sturm kam, aber speziell vor dem Spiel nicht", sagt Fabio Ingolitsch, für den ohnehin nur eine Devise gilt: "Wir müssen All-in gehen, auf Sieg spielen". Nur mit zwei Siegen (nächste Woche Heimspiel gegen Brann Bergen) hat Sturm noch eine Chance auf den Aufstieg in die K.o.-Phase. 

Die Stimmung ist gut, die Trainingslager in Marbella und Catez brachten viel Positives, "Wir haben viel auch an der Variabilität gearbeitet, wollen unsere Stärken ausspielen", sagt Ingolitsch, der wiederholt auf seine drei Eckpfeiler "Intensität, Identität und Team" hinweist. Den Gegner hat man genau studiert. "Wir haben Feyenoord gut analysiert. Und haben einen Matchplan." Selbst freut sich der 33-Jährige auf sein Debüt. "Es ist etwas Besonderes, aber es geht immer nur um die Mannschaft."

Und in dieser fehlen in Rotterdam die im Europacup noch nicht spielberechtigten Neuerwerbungen Jusuf Gazibegovic, Ryan Fosso und Gizo Mamageishvili. "Natürlich war es ein Balance-Akt, den wir treffen mussten. Einerseits mussten wir die Neuen so schnell wie möglich integrieren, weil wir sie bald brauchen werden, anderseits ist das Spiel in Rotterdam auch ein sehr wichtiges." Apropos neu: Altach-Verteidiger Paul Koller steht vor der Vertragsunterzeichnung. 

Auch nicht dabei in den Niederlanden ist Präsident Christian Jauk. Am Donnerstag folgt der große Stadion-Gipfel. 

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