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Nur fast eine Sensation erlebten die Fans im Stadion Suzanne Lenglen. Mittendrin ein Wiener. Neil Oberleitner, der das Doppel-Gen wohl von seinem Onkel Alexander Antonitsch hat, und sein tschechischer Partner Petr Nouza führten gegen das italienische Weltklasse-Doppel Andrea Vavassori/Simone Bolelli im Champions-Tie-Break 3:0, verloren aber nach vergebenen Matchbällen 7:6, 1:6 und 12:14. Dennoch war das Erreichen des Viertelfinales in Paris ein Riesenerfolg.

Oberleitner feierte erst bei den Australian Open seine Grand-Slam-Premiere, nachdem er mit dem Inder Sriram Balaji gerade noch in den Hauptbewerb gerutscht war. Dort gewann das Duo ein Match und spielte danach ebenso gute Ergebnisse ein. Nach der Trennung fand der Schützling von Ex-Weltklassepieler Alexander Peya mit Nouza bald einen neuen Partner, nur in Miami durfte der 26-Jährige mit dem deutschen Grand-Slam-Champ Kevin Krawietz spielen, mit dem er ins Achtelfinale kam.

Nun wird der Wiener nach den French Open zumindest schon einmal in den Top 50 aufscheinen. „Es ist wichtig, dass er punktet. 2028 soll es eine Reform geben, die es für die Doppelasse schwieriger macht, bei großen Turnieren reinzukommen“, sagt Alex Antonitsch.

Am Tag genau sind es 45 Jahre, dass eine steirische Mannschaft erstmals einen Titel holte. Und es war nicht der erfolgsverwöhnte SK Sturm, sondern dem GAK blieb es vorbehalten, Geschichte zu schreiben.  Am 2. Juni 1981 gewannen die Rotjacken unter Trainer Vaclav Halama als erster Verein unseres Bundeslandes mit dem ÖFB-Cup einen Profititel im Fußball. 

Nach der 0:1-Hinspielniederlage erzielte Sepp Stering den frühen Führungstreffer durch einen Elfmeter. Schließlich sorgte Alfred Riedl in der Nachspielzeit für die Entscheidung. Die Rotjacken holten zudem 2000, 2002 und 2004 den Cuptitel, 2004 wurde man unter Trainer Walter Schachner auch Meister. Im Cupfinale war der GAK zuvor schon 1962 und 1968 gestanden. 

Noch heute treffen sich die GAK-Legenden regelmäßig zum Gedankenaustausch. Federführend ist dabei Ewald Ratschnig, mit dabei sind ehemalige Stars wie Mario Zuenelli, Slavo Ekmecic, Klaus Spirk oder Hans Pigl. 

Das war eine Machtdemonstration der besten Sandplatz-Spielerin derzeit. Die 19-jährige Russin Mirra Andrejewa fertigte im Generationenduell die 36-jährige Rumänin Sorana Cirstea, die heuer ihre Karriere beendet, 6:0, 6:3 ab.  

Für Andrejewa, die Nummer acht der Welt, war es bereits der 34. Sieg in diesem Jahr, keine Spielerin auf der Tour hat mehr. Und auf Sand ist die Russin ohnehin eine Klasse für sich - von 23 Partien gewann sie 20. Im April gewann sie auch das Finale bei den Upper Austria Ladies in Linz gegen Anastasia Potapowa. 

Russisch-ukrainisches Duell

Im Halbfinale wird es zu einem brisanten russisch-ukrainischen Duell kommen. Andrejewa trifft  nun auf Marta Kostyuk, die ihre ukrainische Landsfrau Elina Switolina in drei Sätzen mit 6:3, 2:6 und 6:2 schlug. Kostyuk, die zuletzt auch das WTA-1.000-Turnier in Madrid gewann, hat Verwandte in Österreich. Ihr Cousin Miro Slavov stürmte unter anderem für die Vienna und arbeitet nun für den KURIER. 

Die ehemalige deutsche Weltklassespielerin und dreifache Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber bringt es auf den Punkt: "Wenn er verliert, dann hauen alle drauf. Wenn er gewinnt, dann feiern alle." 

Ihr Landsmann Alexander Zverev steht in der Poleposition, hat  zumindest schon einmal mit einem 7:6-6:1-6:3-Viertelfinalsieg über den 19-jährigen Spanier Rafael Jodar den ersten von drei notwendigen Siegen zum ersten Grand-Slam-Titel gefeiert.  Und das nach einer sensationellen Leistung.  Im Halbfinale wartet  der Tscheche Jakub Mensik (20), der im Youngster-Duell Joao Fonseca (19) keine Chane ließ. 

 "Ich komme aus Deutschland, da ist es eben so, dass du hochgejubelt wirst, aber auch schnell tief fallen gelassen wirst. Das ist bei uns so, auch in England. In den USA ist dies anders, da bist du immer ein Hero", sagte Zverev im Vorjahr in einem KURIER-Gespräch. 

Zverev hört und liest sie auf den Satz dieser Tage: "Jetzt oder nie!" Nach der verletzungsbedingten Absage von Carlos Alcaraz und den Niederlagen von Jannik Sinner und Novak Djokovic ist der Hamburger der klare Favorit auf den Titel bei den French Open. Doch immer wieder wird Zverev auch in diesem Zusammenhang an das Scheitern erinnert. 2020 verlor er nach klarer Führung im US-Open-Finale gegen Dominic Thiem, bei den French Open fehlte 2024 nur noch ein Satz gegen Alcaraz auf den Triumph, nur bei den Australian Open 2025 gegen Sinner war er in seinem dritten Slam-Finale chancenlos. Jetzt fehlen noch zwei Siege zum großen Glück. 

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