Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Melzer zu Reformplänen: „Ohne das Doppel wäre ich im Einzel nie Top Ten gewesen“

Der Österreichische Tennisverband macht mobil gegen eine geplante Doppel-Reform. Auch Jürgen Melzer tritt dagegen auf. Anders sieht es ein rot-weiß-roter Tennis-Pionier.
2011 im Doppel und Einzel in den Top Ten

In der Tennis-Szene herrscht derzeit große Aufregung. Den Doppelspielern soll es gewissermaßen an den Kragen gehen.

Was die Spielergemeinschaft ATP vorhat? Die Ausblutung der Doppel-Turniere. Statt mit 16er-Raster soll zukünftig größtenteils nur noch mit acht Doppelpaarungen pro Turnier gespielt werden. Bei 1000er-Events soll das Feld von 32 auf 16 Teams reduziert werden. Auch die Challenger Tour würde eine kleinere Feldgröße vorsehen. Zudem würde die Preisgeldverteilung bei den Turnieren im Verhältnis von Einzel zum Doppel vom Schlüssel 80:20 auf 90:10 verschoben werden.

Österreichs Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer, der 2011 gleichzeitig im Einzel und Doppel in den Top Ten war, fände dies schade. „Ohne Doppel wäre ich im Einzel nie in die Top Ten gekommen.“

Zum Leben zu wenig

Wenn die ATP-Pläne wirklich so durchgehen sollten, gäbe es laut Melzer nur mehr verdammt wenige Doppelspieler, die davon leben können. „Und wenn ich meinen Verbandshut aufsetze und nicht den Spielerhut: In den Klubs wird schon noch sehr viel Doppel gespielt.“

Der Österreichische Tennisverband hat dazu in den vergangenen Tagen seine Besorgnis bei der ATP kundgetan.

Der ehemalige Weltklassespieler Hans Kary sieht es etwas anders. „Damals spielten die Stars im Einzel viel mehr Doppel, heute gibt es das kaum noch“, sagt der 77-Jährige. „Es gibt daher immer mehr Spieler, die mit ihrem Staff kommen. Diese würden auch die ATP-Physios zum Teil brauchen und de Trainingsplätze besetzen. Ich verstehe den Unmut von manchen Spielern.“

News vom Tennis im KURIER

Alexander Zverev scheiterte beim Master-1000-Turnier in Montreal am Niederländer Tallon Griekspoor und verpatzt die Generalprobe für die US Open.
Weiterlesen
Cincinnati muss dieses Jahr auf einen seiner größten Stars verzichten. Vorjahressieger Alcaraz verschiebt sein Comeback.
Weiterlesen
Anastasia Potapova hat beim WTA-1000-Turnier in Toronto in der zweiten Runde souverän gegen die Rumänin Ruse gewonnen. Jetzt kommt es zum Duell mit einer Grand-Slam-Halbfinalistin.
Weiterlesen
Alexandra Eala von den Philippinen gewann das WTA-Turnier in Washington und schrieb damit Tennis-Geschichte.
Weiterlesen
Kristina Liutowa gewann mit 16 das Finale von Memphis. Zu den allerjüngsten Siegerinnen gehört sie damit nicht.
Weiterlesen

Kommentare