Sport-News

Eine der beeindruckendsten Amtszeiten im modernen, oft sehr schnelllebigen Fußball geht wohl am Sonntag zu Ende. Pep Guardiola wird Manchester City verlassen.

Der Katalane hat seinen Entschluss zum Abschied selbst gefasst, nach zehn Jahren soll ein Jahr vor dem Vertragsende Schluss sein.

Der 55-Jährige könnte sich noch mit einem letzten Titel verabschieden: Mit Siegen bei Bournemouth und am Sonntag gegen Aston Villa soll Tabellenführer Arsenal unter Druck gesetzt werden.

6 mal Meister, Sieg in der Champions League 

Fix ist, dass Guardiola nach dann 593 Spielen eine unglaubliche Titelsammlung hinterlässt.  ManCity wurde mit ihm sechs Mal englischer Meister, gewann drei Mal den FA Cup (zuletzt am Samstag gegen Chelsea 1:0), fünf Mal den Ligapokal und 2023 die Champions League.

Wenn Felix Gall die Wahl hätte zwischen einer kräfteraubenden Etappe über steile Passstraßen und einem banalen Einzelzeitfahren in der Ebene, würde er sich immer für die Berge entscheiden. 

Der Kampf gegen die Uhr zählte in der Vergangenheit nicht gerade zu den Stärken und Lieblingsdisziplinen des Osttirolers. 

Kribbeln in den Beinen

Gall klagte regelmäßig darüber, dass ihm auf der Zeitfahrmaschine die Beine einschlafen und er deshalb nicht richtig auf Touren kommt. „Wo genau das Problem liegt, haben wir nie herausgefunden“, sagt er.

42 Kilometer, 5 Kurven

Wenn Felix Gall freilich seinen Spitzenplatz beim Giro d’Italia behaupten will, dann muss er auch einmal beim Zeitfahren aufdrehen. 

42 brettlebene Kilometer mit lediglich 5 Kurven warten auf den Gesamtdritten heute von Viareggio nach Massa und der Osttiroler hofft zurecht, dass er im Zeitfahren ähnliche Fortschritte gemacht hat wie auch sonst als Radprofi. 

„Da bin ich eigentlich am meisten gespannt, weil wir wirklich sehr viel investiert und an meiner richtigen Position auf der Maschine getüftelt haben“, sagt der 28-Jährige.

Das fünfte Jahr in Folge beendet Rapid außerhalb der Top 3 der Tabelle – ein einzigartiger Tiefpunkt in der Vereinsgeschichte. Ein Sieg in Graz hätte gereicht, um noch Dritter zu werden.

Aber das war in der derzeitigen Form schwer zu erreichen und nach der Disziplinlosigkeit von Yusuf Demir gegen Vizemeister Sturm noch wesentlich unwahrscheinlicher.

Rapid hat beim 0:2 erneut keine gelbe Karte kassiert, muss aber wieder einen Hoffnungsträger gesperrt vorgeben: Wie in zwei Spielen Kapitän Seidl muss nun Demir für eine sinnlose Aktion zusehen.

Trainer Johannes Hoff Thorup nennt den Schuhwurf „inakzeptabel“ und kündigt eine ernste Aussprache mit Demir an.

Das Urteil: Drei Spiele Sperre wegen Unsportlichkeit.

Woran man erkennen kann, dass der FC Wacker Innsbruck kein gewöhnlicher Regionalligist ist/war? Nicht zuletzt an der Art, die Feste zu feiern, wie sie fallen.

Seit Sonntag, seit einem 5:1-Sieg vor 2.500 Fans in Schwaz, ist die Rückkehr des so tief gefallenen Traditionsklubs in die Bundesliga fix. Und wie und wo wird dieser Triumph zelebriert? 

Richtig: Standesgemäß auf Mallorca am Ballermann.

Verdienter Party-Urlaub

Aus einer spontanen Laune heraus buchten die Spieler mitten in der Euphorie und noch während der inoffiziellen Titelfeier am Sonntag den Flug auf die Partyinsel. Manche Wacker-Kicker sollen es gar nicht mehr geschafft haben, ihr Outfit zu wechseln.

Im Sommer 2022 war es um den FC Wacker Innsbruck so schlecht bestellt wie noch nie zuvor in der so turbulenten Vereinsgeschichte. Der Lizenzentzug, der Konkurs der Gmbh und ein Zwangsabstieg ließen den zehnfachen Meister hart in der 5.Liga aufschlagen.

Der FC Wacker hatte damals keine Spieler, kein Geld und keine Perspektive. Vier Jahre und 3 Aufstiege später melden sich die Innsbrucker in der 2.Liga zurück

Den Weg nach oben hat Präsident Hannes Rauch mitgemacht, der im Sommer 2022 mitten im Chaos das Himmelfahrtskommando übernommen hat.

KURIER: Wenn Ihnen im Sommer 2022 jemand gesagt hätte, dass der FC Wacker 2026 wieder in der Bundesliga sein wird, dann….

Hannes Rauch: …hätte ich geantwortet: Da träumt jemand von den warmen Eislutschern. Zu dem Zeitpunkt war damals die sportliche Perspektive zweitrangig. Es ist nur darum gegangen, den Verein am Leben zu halten. Es war ein wirtschaftlicher Überlebenskampf, wir waren ein Sanierungsfall. Man hat nicht gewusst, wie es mit dem FC Wacker weitergeht. Es war schon Harakiri.

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