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Nach Anastasia Potapova und Lilli Tagger am Eröffnungstag ist am Dienstag auch Sinja Kraus in der ersten Runde der All England Tennis Championships in Wimbledon ausgeschieden. Die 24-jährige Wienerin, die ihr Debüt auf dem „heiligen“ Rasen feierte, musste sich der Spanierin Oksana Selekhmeteva nach 1:35 Stunden 1:6,5:7 beugen.


Damit ist im Einzel aus rot-weiß-roter Sicht nur noch Sebastian Ofner im Bewerb, der am Mittwoch (12.00 Uhr MESZ) in der zweiten Runde auf den Polen Hubert Hurkacz trifft.

Kraus erwischte nicht ihren besten Tag

Das Match begann eigentlich gut für die Wienerin, denn ihr gelang gleich im Auftaktgame ein Break. Doch es war ein Strohfeuer. Die 23-jährige Spanierin, die im Ranking als 91. aktuell zwei Positionen vor der Österreicherin liegt, schaffte das sofortige Rebreak - und ließ Kraus im ersten Satz überhaupt kein Game mehr.

Die sichtlich frustrierte Kraus, die nicht ihren besten Tag erwischte, nahm dann beim Seitenwechsel eine lange Toilettenpause. Das Match ging mit zehn Minuten Verzögerung weiter.

Im zweiten Durchgang hielt sie dann besser mit, Kraus konnte aber zwei Breakbälle zum 4:2 nicht nutzen, ehe sie beim Stand von 3:3 selbst ihr Service zu Null abgeben musste. Bei 3:5 wehrte sie dann den ersten Matchball ab und schaffte in ihrer wohl besten Phase noch das Rebreak zum 5:5.

 Danach verlor sie aber wieder ihren Aufschlag und in der Folge die Partie, die sie mit 36 unerzwungenen Fehlern bei nur 13 Winnern bilanzierte.

Die WM 1994 in den USA habe ich gemeinsam mit Alfie Haaland verbracht, einem danach neun Jahre lang in der Premier League gestählten Verteidiger. Was uns damals durch das Aus in der Gruppenphase verwehrt geblieben ist, hat Erling Haaland beinahe im Alleingang geschafft: Mit 16 Toren in den acht Spielen der Qualifikation führte der Sohn von Alfie Norwegen zur ersten Endrunde seit 1998.

In den ersten beiden WM-Spielen folgten gleich wieder vier Treffer gegen Irak und Senegal.

Das war freilich nicht viel anders zu erwarten. Die Medien gingen mit der DFB-Elf nach dem WM-Aus gegen Paraguay hart mit den Jungs von Trainer Julian Nagelsmann um.

So schrieb die eher seltener für Diplomatie berühmte Bild: „Nächster deutscher Fußball-Albtraum! Das war's! Deutschland ist raus! Die Nationalmannschaft verliert im Sechzehntelfinale gegen Paraguay nach Elfmeterschießen mit 4:5 (0:1, 1:1) - und verabschiedet sich trotz kurzer Hoffnung mit einem desaströsen Auftritt aus dem WM-Turnier.“

Die Süddeutsche Zeitung fasste zusammen: „Die nächste Blamage. (...) Deutschland, das bei dieser Weltmeisterschaft nach einem 7:1 gegen den Fußballzwerg Curaçao keinen einzigen überzeugenden Auftritt hingelegt hat, tritt jetzt völlig verdient die Heimreise an. Nachdem es wie schon 2018 und 2022 nicht einmal das Achtelfinale erreicht hat.“

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