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48 Spiele sind absolviert bei der WM. Heißt: Wir sind fast bei der Halbzeit angekommen, 56 Partien warten noch auf den Anpfiff. Heißt auch, dass die ersten zwei Runden der Gruppenphase vorbei sind – was wiederum bedeutet, dass es jetzt ums Eingemachte geht. Ab sofort finden die finalen Spiele jeder Gruppe parallel statt – noch mehr Fußball für den Fan.

Los geht’s mit den Gruppen A, B und C, in denen die Tickets für die K.-o.-Phase vergeben werden. Der KURIER erklärt, welche Mannschaft wie ins Sechzehntelfinale kommt.

Gruppe B 

Den ersten Showdown gibt es in Gruppe B. Co-Gastgeber Kanada und die Schweiz sind mit jeweils vier Punkten nur noch theoretisch von den ersten beiden Rängen zu verdrängen. Im direkten Duell geht es um den Gruppensieg, bei einem Remis würde Kanada Erster bleiben, die Schweiz als Zweiter fix in die K.-o.-Runde aufsteigen. Selbst bei einer Niederlage wären die Chancen auf ein Weiterkommen für das unterlegene Team hoch.

Im Parallelspiel trifft Bosnien-Herzegowina auf Katar. Bei einem Remis würden die Bosnier Dritter bleiben, mit zwei Punkten aber wohl ausscheiden. Gibt es einen Sieger, darf der als Dritter auf ein Weiterkommen hoffen. Katar war bislang eines der schwächsten Teams der WM, die Bosnier gelten als Favoriten. Sie hoffen auf Altstar Edin Dzeko, der noch auf sein erstes Tor bei der Endrunde wartet. Auch der Ex-Austrianer Haris Tabakovic, bisher noch ohne WM-Einsatz, könnte rechtzeitig fit werden und für Schwung sorgen.

Kroatien hat mit einem 1:0 (0:0)-Sieg über Panama erstmals bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko angeschrieben. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gewann der Dritte der Endrunde 2022 in Toronto dank des Treffers von Ante Budimir (54.), der zugleich das Aus für das weiter punktelose Panama bedeutete. Den Aufstieg fixieren kann Kroatien am Samstag im Duell mit Ghana, das aktuell so wie England 4 Punkte und damit 1 Zähler mehr am Konto hat.

In der ersten Hälfte strahlten die auf Konter lauernden Mittelamerikaner deutlich mehr Gefahr aus, vor allem über schnelle Läufe auf der rechten Seite. Abschlüsse verzeichneten aber auch sie kaum. Bei einem Köpfler von Jose Rodriguez musste sich Goalie Dominik Livakovic allerdings ordentlich strecken, dann prallte der Ball von der Unterkante der Latte ins Feld zurück (23.). Kroatien erspielte sich keine einzige nennenswerte Möglichkeit, beim Gewaltschuss von Mittelfeldmann Martin Baturina war Tormann Orlando Mosquera zur Stelle (45.+1).

Kroatien, das sich nach dem 2:4 gegen England keine weitere Niederlage mehr erlauben durfte, brauchte eine klare Steigerung - und brachte das Unternehmen K.o.-Phase bald nach Wiederbeginn auf Schiene. Der für Petar Musa eingewechselte Budimir schoss nach Hereingabe von Josip Stanisic aus wenigen Metern ein. Nur wenig später ließ Marco Pasalic im Konter erst gegen Mosquera, dann mit einem unpräzisen Nachschuss die Topgelegenheit auf das 2:0 liegen (57.) und hielt so Panamas Chance am Leben.

Traurige Nachrichten für Didier Deschamps: Wegen des Todes seiner Mutter wird Frankreichs Nationaltrainer nicht beim nächsten WM-Spiel des Ex-Weltmeisters gegen Norwegen dabei sein. Dies gab der französische Fußball-Verband vor dem letzten Gruppenspiel der „Bleus“ am Freitag (21.00 Uhr) gegen Norwegen in Boston bekannt. 
„Der Nationaltrainer musste heute Morgen den schmerzlichen Tod seiner Mutter verkraften. Er wird nach Frankreich zurückkehren, um an der Beerdigung teilzunehmen“, hieß es.
Assistent Guy Stéphan übernimmt. 

„In Absprache mit Philippe Diallo, dem Präsidenten des französischen Fußballverbands, der sich im Trainingslager der französischen Nationalmannschaft aufhält, hat Didier Deschamps seinem Assistenten Guy Stéphan die Verantwortung übertragen, die Mannschaft bis zu seiner Rückkehr zu leiten“, teilte der Verband mit.
Der 57-jährige Deschamps ist seit 2012 Nationalcoach und holte mit der Auswahl 2018 den WM-Titel. Nach dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko soll er Berichten zufolge von Frankreichs Fußball-Legende Zinédine Zidane abgelöst werden.

Nein, diese ganzen Messiaden wollte er nicht auf sich sitzen lassen. Der Argentinier Lionel Messi war  ihm im Ranking der Huldigungen um den besten Spieler der Geschichte davon gezogen. Nun schlug Cristiano Ronaldo zurück. Und zwar gleich zweimal, war auch sonst bei Portugals 5:0-Sieg gegen Usbekistan das Um und Auf. 
Der 41-Jährige hat seinerseits auch wieder für einen Rekord gesorgt: Portugals Star traf als erster Spieler bei sechs Weltmeisterschaften. Und hinter Roger Milla (1994/42 Jahre) ist Ronaldo nun der zweitälteste Torschütze. Kameruns Stürmer-Star  war 1994 bei seinem Treffer gegen Russland bereits 42 Jahre alt. 

Und Ronaldo zeigte auch Teamgeist, überließ Nuno Mendes einen Freistoß, den der PSG-Star verwandelte. Torhüter Nematov  sah dabei nicht wirklich gut aus – der Ball strich in die Torwartecke und war auch nicht ganz souverän platziert. 
Nach der Trinkpause lief es für die Usbeken flüssiger, ein Traumtor von Ganiev wurde aber nach VAR-Check aberkannt, dem Treffer war ein Foulspiel vorausgegangen. 
Dann kam schon der nächste Rekord von Ronaldo. 

Einen Konter schloss der Superstar in der 39. Minute mit seinem insgesamt zehnten WM-Treffer ab – damit ist er alleiniger Rekordtorschütze seines Landes, Legende Eusebio kam auf neun Tore. Allerdings sei gesagt, dass Usbekistans Defensive alles andere als sattelfest war. Aber auch deswegen, weil sich das Team vom italienischen Weltmeister Fabio Cannavaro  wie viele andere Teams nicht aufs Verteidigen konzentrierte. In diesem Fall vielleicht nicht die schlaueste  Lösung.

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