Sport-News

Arne Slot ist nicht mehr Trainer von Liverpool. Die Reds bestätigten am Samstag, dass der Niederländer sein Traineramt mit sofortiger Wirkung niederlegt. Die Nachfolgersuche läuft.

Slot übernahm im Juli 2024 die Nachfolge von Erfolgstrainer Jürgen Klopp. In der ersten Saison führte er die Reds zur Meisterschaft. Ein Jahr später wurde er mit dem FC Liverpool Fünfter und beendete die Spielzeit ohne Titel.

"Gemeinsam sind wir zu dem Schluss gekommen, dass Veränderungen notwendig sind, damit der Verein sich weiterentwickeln kann. Es muss nochmals betont werden, dass diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen wurde, ganz im Gegenteil", teilten die Klubeigentümer mit. 

Vielleicht eine Chance für den Oberösterreicher Oliver Glasner, der Crystal Palace nach seinem Titel in der Conference League als Legende verlässt. 

Das Finale der UEFA Champions League wird am Samstag erstmals bereits um 18.00 Uhr angepfiffen. Bisher begann das Endspiel traditionell um 21.00 Uhr. Mit der Vorverlegung um drei Stunden will die UEFA das Fanerlebnis verbessern und den Finaltag familienfreundlicher gestalten.

Laut UEFA soll der frühere Anstoß mehrere Vorteile bringen: Fans können nach dem Spiel leichter öffentliche Verkehrsmittel nutzen, Tagesreisen werden einfacher und die Zuschauer haben auch nach einem möglichen Verlängerungs- oder Elfmeterschießen noch genügend Zeit, den Abend zu genießen. Zudem sollen Gastgeberstädte wirtschaftlich profitieren, wenn sich Fans nach dem Spiel länger in der Stadt aufhalten.

Frankreich oder Spanien. Geht es nach den Trainern der Bundesligisten, so haben diese Nationen die besten Karten für den Gewinn des WM-Titels bei der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada.

Angeführt von Sturms Vizemeister Fabio Ingolitsch nennen gleich fünf Coaches in einer APA-Umfrage die „Equipe Tricolore“, die 1998 und 2018 Weltmeister war, als Topfavorit. Austrias Stephan Helm gehört einem Trio an, das auf Lamine Yamal und Co. setzt.

„Frankreich hat eine unglaubliche Auswahl an Spielern“, begründete Ingolitsch. Dieser Meinung kann sich Ex-Salzburg-Trainer Daniel Beichler nur anschließen: „Aufgrund des insgesamt wohl besten Kaders denke ich, dass Frankreich das Rennen machen wird.“

Auch der scheidende Ried-Trainer Maximilian Senft, Thomas Silberberger (WAC) und Ognjen Zaric (Altach) geben diesen Tipp ab. Rapids Johannes Hoff Thorup sah „Frankreich und Spanien in einer sehr guten Position“. WSG-Coach Philipp Semlic attestiert Frankreich eine „außergewöhnliche“ Kaderqualität, festlegen will er sich aber nicht. „Durch den neuen Modus und das größere Teilnehmerfeld ist es schwierig, von einem einzigen, klaren Favoriten zu sprechen.“

Das sieht auch Michael Köllner (BW Linz) so. „Es gibt für mich im Gegensatz zu den früheren Weltmeisterschaften keinen Topfavoriten“, sagt der Deutsche. LASK-Meistertrainer Didi Kühbauer tippt auf „eine der großen Nationen. Gönnen würde ich es neben Österreich vor allem den Engländern, da sie schon sehr lange auf einen Titel warten“, ergänzt der Burgenländer. Sein engerer Landsmann Helm sieht wie Manfred Schmid die Spanier vorne. „Spanien wurde zuletzt souverän Europameister und ist für mich auch jetzt der große Favorit“, sagt der Wiener, der Hartberg verlassen hat. Auch Ferdinand Feldhofer glaubt an einen spanischen WM-Triumph: „Sie haben eine gute Mischung aus jungen Stars und erfahrenen Führungsspielern“, meint der GAK-Coach.

Es sind erst zwei Jahre vergangen, da hatte Österreich bei einem 4:1-Sieg gegen Norwegen eine der besten Leistungen im vergangenen Jahrzehnt abgeliefert und damit den 10. Rang bei der WM in Prag erreicht.

Heuer schaffte es Österreich auf Rang 11, die Norweger sind das Sensationsteam dieser WM. Nach Siegen u. a. gegen Schweden und Tschechien und einem Punktgewinn gegen Kanada in der Vorrunde stiegen die Norweger als Gruppenzweiter hinter den Kanadiern auf und besiegten im Viertelfinale auch noch Lettland mit 2:0. Somit geht es am Samstag im Halbfinale gegen die Schweiz um den Finaleinzug.

Die Schweizer sind nach acht Spielen ungeschlagen und natürlich der große Favorit gegen Norwegen (15.20 Uhr). Im zweiten Halbfinale (20 Uhr) treffen Kanada und Finnland aufeinander.

Alexander Zverev gewann bei den French Open sein Drittrundenmatch gegen den Franzosen Quentin Halys mit 6:4, 6:3, 5:7, 6:2 und steht zum neunten Mal in Serie in der Runde der besten 16. Zverevs Sieg stand erst um 0:49 Uhr nach einer Spieldauer von 3:07 Stunden fest. Von den Top-Fünf der Weltrangliste ist nur noch Zverev vertreten, die Tür zum so lange ersehnten ersten Grand-Slam-Turniersieg steht damit weit offen.

Im Achtelfinale trifft der Hamburger auf Jesper De Jong. Der Niederländer war in der Qualifikation eigentlich schon gescheitert, bekam aber als sogenannter Lucky Loser einen Startplatz im Hauptfeld, wo er mit starken Auftritten überzeugte. Fix ist, dass es auf jeden Fall einen neuen Titelträger auf Grand-Slam-Ebene geben wird, da kein bisheriger noch im Bewerb ist.

Auch De Minaur, Chatschanow und Muchova out

Mit Alex de Minaur verabschiedete sich ein weiterer Top-Ten-Spieler früh, der Australier verlor gegen den Tschechen Jakub Mensik (26) nach einem makellosen ersten Satz 6:0,2:6,2:6,3:6. Und auch Karen Chatschanow (13) unterlag einem Außenseiter, nämlich dem Niederländer Jesper de Jong in fünf Sätzen. Er wäre Zverevs nächster Gegner. Mit Andrej Rublew kam aber doch ein Russe ins Achtelfinale. Für ein direktes Achtelfinalduell qualifizierten sich die Spanier Pablo Carreno Busta und Rafael Jodar (27).

Bei den Frauen kam die vierfache French-Open-Gewinnerin Iga Swiatek (4) durch ein 6:4,6:4 gegen ihre polnische Landsfrau Magda Linette weiter. In je zwei Sätzen erreichten auch die Russin Mirra Andrejewa (8) und die Ukrainerin Marta Kostjuk (15) das Achtelfinale. Eine Überraschung gelang der Schweizerin Jil Teichmann mit einem 6:1,7:5 gegen Karolina Muchova (10), die Tschechin war Swiatek 2023 erst im Finale unterlegen.

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.