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Kroatien hatte sich bei den vergangenen Weltmeisterschaften den Ruf einer echten Turniermannschaft erarbeitet. Nach dem Finaleinzug 2018 und dem Halbfinale 2022 war das Weiterkommen diesmal jedoch bereits vor dem letzten Gruppenspiel gegen Ghana in Gefahr. 

Nach der enttäuschenden 2:4-Niederlage gegen England und dem mühevollen 1:0-Erfolg über Panama war nicht nur ein Punkt Pflicht, um das Sechzehntelfinale zu erreichen – auch spielerisch musste sich die Mannschaft von Zlatko Dalic deutlich steigern.

Kroatien: Zuerst Stange, dann Tor

Doch auch gegen Ghana tat sich Kroatien schwer, offensiv Lösungen zu finden. Die Afrikaner, die vor dieser Partie bei der WM noch ohne Gegentor geblieben waren, standen defensiv kompakt und ließen kaum Räume zu. Bei der ersten kroatischen Torchance halfen die Ghanaer dann allerdings kräftig mit: Nach einem Fehler im Spielaufbau traf Vlasic nur die Stange (17.). 

Gut eine halbe Stunde war gespielt, als Petar Sucic es besser machte. Der 22-Jährige platzierte den Ball aus 25 Metern flach neben den Pfosten und brachte Kroatien mit 1:0 in Führung (31.). Von Ghana kam im ersten Durchgang offensiv nur wenig. Die beste Möglichkeit auf den Ausgleich hatte Antoine Semenyo, dessen Abschluss aus spitzem Winkel knapp am langen Eck vorbeiging (40.).

Als England und Panama das letzte Mal bei einer WM aufeinander trafen, waren die „Los Canaleros“ noch Turnierneuling. Gerade einmal 90 WM-Minuten hatten die Mittelamerikaner 2018 vor dem Spiel gegen die „Three Lions“ auf dem Buckel. Bei dem Turnier in Russland stand am Ende ein recht deutliches 6:1 auf der Anzeigetafel.

Damals wie heute in der Startelf der Engländer: Jordan Pickford und Stürmerstar Harry Kane. Vor acht Jahren traf der Bayern-Stürmer noch dreifach, im MetLife-Stadium in New Jersey jubelte Kane immerhin einmal.

Aber alles der Reihe nach. Bei englischem Wetter war es die Elf aus Panama, die nach gut zehn Sekunden das erste Mal am englischen Tor anklopfte. Der Schuss von Tomas Rodriguez kam aber zu zentral, um Jordan Pickford wirklich vor gröbere Probleme zu stellen. 

Auf der Gegenseite war es nach sieben Minuten Marcus Rashford, der beim Keeper von Panama vorstellig wurde. Seinen Schuss aus rund 20 Metern konnte Mosquera aber zur Ecke klären.

Wie jedes Jahr in Spielberg lud Mercedes am Freitagabend ein paar Journalisten zum Barbecue ins Motorhome ein; wie jedes Jahr unterhielt Gastgeber und Teamchef Toto Wolff die Gesellschaft prächtig, einige Schmankerln seien aber definitiv „Off the Records“ zu verstehen, so die Bitte des 54-Jährigen. „On the Records“ sprach der Wiener über ...

... seine Persönlichkeit: „Ich bin der Super-Skeptiker. Ich glaube ja auch, ab morgen verlieren wir die Weltmeisterschaft und alles geht den Bach runter. Mein Glas ist immer halb leer.“

Vor den Wasserverneblern waren ähnlich lange Menschenschlangen, wie vor den Getränkestandln. Wer konnte, suchte sich am Samstagnachmittag auf dem Red Bull Ring ein Plätzchen im Schatten und hoffte auf ein Lüftchen, das die Hitze erträglicher machte.

33,5 Grad zum Start des Qualifyings

Die Formel-1-Piloten beschäftigten die Temperaturen von exakt 33,5 Grad zum Start des Qualifyings weniger. Zum einen sind sie Hitze gewöhnt, zum anderen sitzen sie zwar auch in der Sonne, haben jedoch ein „Lüftchen“, das ihnen auf den Geraden mit mehr als 300 km/h in die Cockpits bläst.

Keinen kühlen Kopf bewahrte Max Verstappen. Der Niederländer flog in seiner letzten schnellen Runde von der Strecke und schlug in den Reifenstapeln ein. Der Red-Bull-Pilot wird beim Grand Prix von Österreich am Sonntag (15.00/live ServusTV, Sky) vom fünften Startplatz ins Rennen gehen.

Die schnellste Runde fuhr Mercedes-Mann George Russell. Doch der Brite fuhr seine Zeit, als die gelben Flaggen geschwenkt wurden. Erst nach einigen Minuten war klar, dass seine Rundenzeit zählt und er die Poleposition behalten darf. „Das war eine großartige Runde, obwohl ich bei der einfach geschwenkten Gelben Flagge vom Gas gegangen bin“, sagt Russell, der zuletzt gegen seinen Teamkollegen Kimi Antonelli mehrmals das Nachsehen gehabt hatte.

„Als ich den Max in der Wand gesehen habe, habe ich mir gedacht: Das war es“, sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. „Kimi hat seine Runde abgebrochen. George ist ein bisschen vom Gas gegangen und ist weitergefahren. Das war dann die Poleposition.“

Starke Leistung von Ferrari

Die beiden Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Lewis Hamilton zeigten sich deutlich verbessert und kamen auf die Ränge zwei und drei hinter Russell. Kimi Antonelli konnte seinen schnellen Versuch nicht durchziehen. Er startet von Rang vier.

Der Italiener ist in Top-Form, Antonelli war in allen drei Trainingseinheiten in Spielberg der Schnellste und ist trotz Startplatz vier einer der Favoriten auf den Rennsieg. „Kimi ist so stark im Kopf“, sagt Wolff. „Das wird ihn nicht zurückwerfen.“

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