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Krieg in Ukraine
09/23/2022

UNO bestätigt Kriegsverbrechen in der Ukraine + 436 Leichen exhumiert

Tag 212 im Krieg. Alle Entwicklungen rund um die Lage in der Ukraine und die Auswirkungen des Krieges finden Sie hier.

Aktuelle Entwicklungen

  • UNO: In der Ukraine wurden Kriegsverbrechen begangen (mehr)
  • Folterspuren: Behörden exhumierten 436 Leichen in Isjum (mehr)
  • Scheinreferenden und Teilmobilmachung: Was Putin jetzt vorhat (mehr)
  • Russische Mobilmachung trifft Fluglinien hart (mehr)
  • Berlusconi: Putin wurde zu Krieg gedrängt (mehr)
  • Putins Atombomben-Drohung: So gefährlich sind die "Mini-Nukes" (mehr)
  • Schallenberg verteidigte vor UNO-Generalversammlung Russland-Sanktionen (mehr)
  • Am Freitag starten die Scheinreferenden in der Ostukraine (mehr)
  • Finnland erwägt Einreisebeschränkungen für Russen (mehr)
  • EU will Russland-Sanktionen verschärfen (mehr)
  • Sohn von Kreml-Sprecher fällt auf Fake-Einberufungsbefehl herein (mehr)
  • Biden: „Das sollte allen das Blut in den Adern gefrieren lassen“ (mehr)
  • Experte Mangott: Atomwaffen-Einsatz "wahrscheinlicher als zuvor" (mehr)

Wie man den Menschen vor Ort helfen kann, erfahren Sie hier.

  • Flugtickets aus Russland heraus werden knapp (mehr)
  • Ukraine: Erdogan fordert Rückgabe besetzter Gebiete von Moskau (mehr)
  • Van der Bellen zu russischer Mobilimachung: "Nicht in Panik verfallen" (mehr)
  • Putin ordnet Teilmobilmachung der russischen Armee an (mehr)
    • Hunderte Festnahmen bei Anti-Kriegs-Demos in Russland (mehr)
  • Kanzler Nehammer will nun auch Sanktionen gegen Russland evaluieren (mehr)
  • London: Russland zieht U-Boote wegen Sicherheitslage von Krim ab (mehr)
  • Russlands Luftwaffe gerät unter Druck (mehr)
  • Donezk und Luhansk für raschen Anschluss an Russland (mehr)
  • Die lange Liste mysteriöser Todesfälle in Russland (mehr)

Aktuelles zum Ukraine-Krieg

  • Heute, 03:59 PM

    Selenskyj bittet EU-Staaten um weitere Waffen und Munition

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die EU-Staaten um weitere Waffen und Munition für den Kampf gegen die russischen Invasoren gebeten. Besonders wichtig seien Luftabwehrsysteme, um Angriffe auf die Energie-Infrastruktur abzuwehren, sagte Selenskyj am Freitag in einer per Video übertragenen Rede auf dem informellen EU-Gipfel in Prag. Der Text wurde von seinem Büro im Internet veröffentlicht.

    "Wir brauchen genug Luftabwehrsysteme, um zu verhindern, dass Russland die Menschen im Winter ohne Wärme und Strom lässt", betonte Selenskyj. Der Präsident begründete seine Forderung mit den Anschlägen auf die Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2 in der Ostsee, die zu mehreren Lecks in den Röhren geführt hatten. "Nie zuvor war unser Kontinent einer solchen Bedrohung ausgesetzt - der Bedrohung durch die Zerstörung von Unterwasserpipelines, Kabeln und Tunneln", sagte er. "Aber so etwas können Sie jetzt von Russland erwarten." Die Regierung in Moskau bestreitet, für die Anschläge verantwortlich zu sein.

  • Heute, 03:54 PM

    Selenskij bittet EU-Staaten um weitere Waffen und Munition

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij hat die EU-Staaten um weitere Waffen und Munition für den Kampf gegen die russischen Invasoren gebeten. Besonders wichtig seien Luftabwehrsysteme, um Angriffe auf die Energie-Infrastruktur abzuwehren, sagte Selenskyj heute in einer per Video übertragenen Rede auf dem informellen EU-Gipfel in Prag. Der Text wurde von seinem Büro im Internet veröffentlicht.

    "Wir brauchen genug Luftabwehrsysteme, um zu verhindern, dass Russland die Menschen im Winter ohne Wärme und Strom lässt", betonte Selenskyj. Der Präsident begründete seine Forderung mit den Anschlägen auf die Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2 in der Ostsee, die zu mehreren Lecks in den Röhren geführt hatten. "Nie zuvor war unser Kontinent einer solchen Bedrohung ausgesetzt - der Bedrohung durch die Zerstörung von Unterwasserpipelines, Kabeln und Tunneln", sagte er. "Aber so etwas können Sie jetzt von Russland erwarten." Die Regierung in Moskau bestreitet, für die Anschläge verantwortlich zu sein.

    Erneut forderte Selenskij auch einen Abzug der russischen Truppen vom besetzten ukrainischen Kernkraftwerk Saporischschja. "Wir alle stehen aufgrund der Eroberung des Kernkraftwerks Saporischschja durch russische Truppen am Rande einer nuklearen Katastrophe", sagte er. Außerdem drängte der Präsident auf schnelle Wiederaufbauhilfen. Er hoffe auf eine "substanzielle Diskussion" darüber auf einer für den 25. Oktober in Berlin geplanten Wiederaufbaukonferenz, zu der der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) eingeladen hat.

  • Heute, 02:37 PM

    UNO-Menschenrechtsrat untersucht Lage in Russland

    Der UNO-Menschenrechtsrat untersucht die Lage der Menschenrechte in Russland. Er beschloss am Freitag in Genf, dafür einen Sonderberichterstatter einzusetzen. 17 Länder stimmten für die Resolution, einschließlich Deutschland, sechs dagegen und 24 enthielten sich der Stimme. Der russische UNO-Botschafter in Genf kritisierte die Entscheidung als Missbrauch des Rates für westliche Interessen.

    "Dieser Schritt war überfällig", sagte die deutsche Botschafterin Katharina Stasch. "Russland tritt die Menschenrechte auch zu Hause schon lange mit dem Füßen." Opfer von Menschenrechtsverletzungen, Nichtregierungsorganisationen und Opposition hätten nun endlich wieder eine Stimme. Die gut 25 westlichen Länder, die die Resolution eingebracht hatten, waren am Tag zuvor mit einem Antrag zu China noch gescheitert.

  • Heute, 12:23 PM

    UNO: 140.000 Menschen in Region um Charkiw brauchen Hilfe

    In den jüngst zurückeroberten Gebieten um Charkiw in der Ukraine sind nach UNO-Schätzungen rund 140.000 Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die meisten hätten kaum Zugang zu Nahrungsmitteln, Wasser, Gas, Strom und medizinischer Versorgung, sagte ein Sprecher des UNO-Nothilfebüros (OCHA) am Freitag in Genf. In der Stadt Isjum seien von den einst 46.000 Einwohnern noch etwa 8.000 bis 9.000 Menschen an Ort und Stelle. Sie seien zum Überleben auf dringende Hilfe angewiesen.

    UNO-Konvois versorgten die Menschen dort seit Mitte September, kurz nach der Befreiung von russischer Besatzung. Mehr als 73.000 Menschen hätten bisher unterstützt werden können, unter anderem mit Nahrungsmitteln, Hygieneprodukten, Küchenutensilien, Solarlampen und Decken.

  • Heute, 12:15 PM

    Frankreich will mit Diplomatie Atomkatastrophe vorbeugen

    Frankreich will seine diplomatischen Kanäle zu Russland offenhalten, um eine Atomkatastrophe auszuschließen. "Frankreich, Europa und der Westen sind hoch wachsam und werden alle Mittel, insbesondere der diplomatischen, nutzen, um zu verhindern, dass es zu einer nuklearen Katastrophe kommt", sagte Regierungssprecher Olivier Veran dem französischen TV-Sender BFM am Freitag.

    Die Erhaltung der diplomatischen Kanäle helfe deutlich zu machen, dass außer Frage stehe, dass dieses Szenario eintrete, fügte er in Bezug auf die wiederholten Drohungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin hinzu. Man berücksichtige alle möglichen Hypothesen, einschließlich jener in Zusammenhang mit der Situation rund um das AKW Saporischschja, so Veran.

    Dem Sprecher zufolge achten die kriegsführenden Parteien dort darauf, "nicht einfach irgendetwas zu machen", jedoch seien dazugehörige Gebäude beschädigt worden. Der Reaktor sei vor etwa drei Wochen heruntergefahren worden und die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) arbeite an der Gewährleistung der Sicherheitsbedingungen.

  • Heute, 12:00 PM

    Russischer Patriarch sendet Putin Geburtstagsgrüße

    Mit einer besonderen Botschaft hat der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zum 70. Geburtstag gratuliert: "Gott hat Sie an die Macht gebracht, damit Sie eine Mission von besonderer Bedeutung und großer Verantwortung für das Schicksal des Landes und seines Volkes erfüllen können", verkündete Kyrill in seinen Geburtstagsgrüßen am Freitag.

    "Sie haben den Ruf eines nationalen Anführers errungen, der seinem Vaterland selbstlos ergeben ist, es liebt und ihm alle seine Kraft widmet", schrieb der Patriarch weiter. Er wünschte Putin "die körperliche und moralische Kraft für viele weitere Jahre" und rief die Gläubigen auf, für die Gesundheit des Präsidenten zu beten.

  • Heute, 11:15 AM

    Friedensnobelpreis an Menschenrechtler aus Russland, Belarus, Ukraine

    "Gemeinsam zeigen sie die Bedeutung der Zivilgesellschaft für Frieden und Demokratie", lautete die Begründung.

  • Heute, 10:34 AM

    Hamburg will keinen großen LNG-Terminal im Hafen

    Der Hamburger Senat hat sich gegen die Einrichtung eines Flüssiggas-Terminals im Hafen der Stadt ausgesprochen. Untersuchungen von Gutachtern zeigten, dass die von der deutschen Regierung geplante Größe des LNG-Terminals nicht kurzfristig mit den Rahmenbedingungen zusammenzubringen sei, teilte ein Sprecher der Umweltbehörde am Freitag mit.

    Insbesondere stünden die erforderlichen Gewässerausbaumaßnahmen und das Risiko einer weitreichenden Sperrung des südlichen Teils des Hafens für die Seeschifffahrt dem Projekt entgegen.

    Am geplanten Standort der schwimmende Plattform neben dem stillgelegten Kohlekraftwerk Moorburg hätten große Mengen an Schlick weggebaggert werden müssen, berichtete der NDR. Hamburg habe darauf gehofft, dass der Bund helfe. Der habe das jedoch abgelehnt.

    Laut einem Bericht von abendblatt.de hätte die Süderelbe für den Schiffsverkehr gesperrt werden müssen, wenn ein Betankungsschiff zum Entladen festgemacht hätte. Dies wäre zweimal pro Woche der Fall gewesen, und zwar für jeweils 24 bis 48 Stunden.

    Hamburg hatte sich als Standort für eines der insgesamt vier Terminals angeboten, mit denen die deutsche Regierung die Abhängigkeit Deutschlands von russischem Erdgas reduzieren will. "Es liegt im nationalen Interesse, dass alle verfügbaren Floating-Units so früh wie möglich in Betrieb genommen werden", hatte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Juli erklärt. Hamburg sei bereit, dazu einen Beitrag zu leisten.

    Nun hieß es am Freitag, der Senat habe in Abstimmung mit dem deutschen Wirtschaftsministerium angeboten, die Stationierung eines kleineren LNG-Terminalschiffs zu prüfen. "Aufgrund der wesentlich kleineren Dimension fallen viele der Herausforderungen geringer aus, die sich bei einem großen LNG-Terminal ergeben", teilte die Umweltbehörde weiter mit.

  • Heute, 09:50 AM

    Elf Tote nach Beschuss von Wohngebäude in Saporischschja

    Beim Beschuss von Wohngebäuden in der Stadt Saporischschja sind ukrainischen Angaben zufolge mindestens elf Menschen getötet worden. Weitere 21 Bewohner seien nach den russischen Angriffen am Donnerstag teils schwer verletzt aus den Trümmern gerettet worden, teilte der ukrainische Zivilschutz am Freitag mit. Auf Fotos ist zu sehen, wie Rettungskräfte im Schutt graben, um Vermisste zu finden. Von den Raketen getroffen wurden den Angaben zufolge zwei mehrstöckige Häuser.

    Das Gebiet Saporischschja ist eines von vier Gebieten, das neben Cherson, Donezk und Luhansk vor rund einer Woche offiziell von Russland annektiert wurde. Bisher halten russische Truppen rund 70 Prozent der Region besetzt - allerdings nicht die Gebietshauptstadt Saporischschja selbst. Von ukrainischer Seite werden Erfolge bei der Gegenoffensive gemeldet, mit der die Besatzer zurückgedrängt werden.

  • Heute, 09:50 AM

    Sanktionen gegen Russland aus US-Sicht "extrem effektiv"

    Die gegen Russland infolge seines Angriffskrieges gegen die Ukraine verhängten Sanktionen sind nach US-Einschätzung "extrem effektiv". Das sagte US-Europastaatssekretärin Karen Donfried im Gespräch mit der APA. Die Maßnahmen seien von der Größenordnung her "anders und ernster als alles, was wir in der Vergangenheit gemacht haben. Wir haben zum Beispiel noch nie die Zentralbank eines G20-Landes sanktioniert", erklärte Donfried. Die "sehr praktischen Folgen" seien sichtbar.

    Als Beispiel nannte die Europabeauftragte im US-Außenministerium unter anderem, "wie schwierig es aufgrund der Exportkontrollen, die wir eingeführt haben, für Russland ist, Waffen zu produzieren und die russische Armee damit zu versorgen". Sie betonte auch, dass "nicht nur die USA und Europa Sanktionen und Exportkontrollen implementiert" hätten, sondern auch "andere zentrale Partner in der Welt" wie Japan oder Südkorea, die ebenfalls Teil der Maßnahmenpakete gewesen seien.

  • Heute, 08:52 AM

    Biden warnt vor Katastrophe

    Die Welt habe seit der Kuba-Krise im Jahr 1962 nicht vor der Aussicht auf "Armageddon" gestanden, sagte Biden am Donnerstagabend (Ortszeit) laut mitreisenden Journalisten bei einem Auftritt in New York.

  • 10/06/2022, 10:03 PM

    Selenskij ruft NATO zu Präventivschlag gegen Russland auf

    Die NATO muss nach Ansicht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij die Möglichkeit eines russischen Atomwaffeneinsatzes verhindern - notfalls mit Präventivschlägen. Selenskij betonte bei einem Auftritt vor dem Lowy Institut am Donnerstag die Bedeutung von Präventivmaßnahmen. Die Nato „muss die Möglichkeit eines Atomwaffeneinsatzes durch Russland ausschließen.

    Wichtig ist aber - ich wende mich wie vor dem 24. Februar deshalb an die Weltgemeinschaft - dass es Präventivschläge sind, damit sie wissen, was ihnen blüht, wenn sie sie anwenden.“ Er betonte: „Nicht umgekehrt: Auf Schläge von Russland warten, um dann zu sagen: “Ach du kommst mir so, dann bekommst du jetzt von uns„“. Die Äußerungen sorgten auf russischer Seite für Aufregung. Ein Selenskyj-Sprecher betonte umgehend, Selenskijs Forderung sei falsch verstanden worden.

    Der Kreml hat Äußerungen des ukrainischen Präsidenten in Richtung NATO zu möglichen Präventivschlägen gegen Russland scharf verurteilt. „Die Erklärungen Selenskijs sind nichts anderes als ein Aufruf zum Beginn des Dritten Weltkriegs mit unvorhersehbaren schrecklichen Folgen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag. Auch das russische Außenministerium kritisierte Selenskyjs Äußerungen heftig.

  • 10/06/2022, 08:48 PM

    IAEA: Gefahr eines Atomunfalls in Sporischschja noch nicht gebannt

    Die Gefahr eines Unfalls an dem von Russland eingenommenen ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja ist Experten zufolge nicht gebannt. „Wir sagen immer wieder, was getan werden muss, nämlich, einen Atomunfall verhindern, der immer noch eine sehr, sehr klare Möglichkeit ist“, sagte der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, am Donnerstag in Kiew. Die Anlage ist wegen der Kämpfe in der Region abgeschaltet.

    Zur Sicherung der Anlage soll eine nukleare Sicherheits- und Schutzzone um das Kraftwerk errichtet werden. Darüber verhandelt Grossi nach eigenen Angaben mit Kiew und Moskau. Er wollte anschließend nach Moskau weiterreisen. Gespräche dort fänden auf „sehr hoher Führungsebene“ statt, wie Grossi sagte. Ob er Präsident Wladimir Putin treffen würde, war unklar.

  • 10/06/2022, 04:10 PM

    Lukaschenko verbietet Preiserhöhung per Dekret

    Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat Preiserhöhungen in seinem Land per Dekret untersagt. "Jegliche Anhebung von Preisen ist ab dem 6. Oktober verboten. Ver-bo-ten", sagte Lukaschenko am Donnerstag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Belta. Die Anordnung gelte mit sofortiger Wirkung, damit niemand noch eine verbleibende Frist ausnutzen könne, um die Preise doch noch zu erhöhen, sagte der "letzter Diktator Europas".

    Lukaschenko wies den Generalstaatsanwalt und den Vorsitzenden des staatlichen Kontrollausschusses an, die Umsetzung der Anordnung zu überwachen und hart gegen Zuwiderhandelnde vorzugehen. "Sofortige Verhaftung und Strafverfolgung", sagte er. Vollkommen ausschließen wollte Lukaschenko jedoch nicht, dass in einigen Bereichen auch künftig Preiserhöhungen nötig seien. Dafür sei aber eine Genehmigung des Ministeriums für Kartellrecht und Handel oder der örtlichen Verwaltung nötig.

    Nach Angaben des nationalen Statistikamtes betrug die Inflation in Belarus im August 17,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Vor allem die Lebensmittelpreise zogen kräftig an. Nach Prognosen belarussischer Wirtschaftsexperten könnte die Teuerungsrate zum Ende des Jahres auf bis zu 19 Prozent steigen.

  • 10/06/2022, 02:43 PM

    Europaparlament fordert EU-Länder zu Panzerlieferungen auf

    Das Europaparlament fordert von Deutschland und anderen EU-Staaten mehr Militärhilfe für die Ukraine. Konkret heißt es in einer am Donnerstag verabschiedeten Resolution, die EU-Länder sollten ihre militärische Hilfe massiv aufstocken, "insbesondere in den von der ukrainischen Regierung geforderten Bereichen". Gut 500 Abgeordnete stimmten für den Text, 26 dagegen.

    Die Ukraine fordert von westlichen Staaten wie Deutschland auch Kampfpanzer wie den modernen Leopard-2 und Schützenpanzer. Solche Panzer könnten der Ukraine bei Vorstößen und der Rückeroberung von Gebieten nutzen.

    Einzelne Staaten sind nicht explizit genannt. Konkret heißt es aber zu den aus deutschen Waffenschmieden stammenden Leopard-Kampfpanzern, dass unverzüglich ukrainische Soldaten im Umgang mit diesen ausgebildet werden sollten.

    Mehr Militärhilfe würde dazu beitragen, die Dauer des Krieges zu verkürzen, heißt es weiter. Zudem betonten die Abgeordneten in ihrem Text, dass Zögern den Krieg verlängere und Leben unschuldiger Ukrainer koste. Darüber hinaus sprechen sie sich für strengere Sanktionen gegen Moskau aus.

    Die deutsche Regierung unter Bundeskanzler Olaf Scholz (SDP) ist mehrfach dafür kritisiert worden, zu zurückhaltend mit Waffenlieferungen umzugehen. Scholz hatte vor kurzem gesagt, Deutschland wolle sich auf die Bereitstellung von Luftabwehrsystemen und Artillerie konzentrieren.

  • 10/06/2022, 01:53 PM

    Russland darf nicht bei Aufklärung der Gaslecks helfen

    Medien berichten, dass Russland, dessen Energiekonzern Gazprom maßgeblich für die Errichtung der Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 in der der Ostsee zuständig ist, nicht mithelfen darf, die Lecks an drei der vier Röhren aufzuklären. Dies meldete der Kremlsprecher Dimitri Peskow am Donnerstag. Die Betreibergesellschaft bekomme ebenfalls keinen Zugang zu den Gewässern, die von der dänische und schwedischen Polizei jeweils abgeschirmt werden. Die meisten Experten halten Russland für tatverdächtig; Russland hingegen weist jegliche Vorwürfe zurück und beschuldigt den Westen.

  • 10/06/2022, 12:36 PM

    Neues EU-Sanktionspaket gegen Russland formell beschlossen

    Das neue Sanktionspaket gegen Russland ist nun auch formell beschlossen. "Wir setzen Russlands Kriegswirtschaft weiter zu, begrenzen Russlands Import-/Exportkapazitäten und sind auf dem besten Weg, uns aus der russischen Energieabhängigkeit zu befreien", sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Donnerstag. Bevor die Strafmaßnahmen in Kraft treten, muss der Rechtstext im Amtsblatt der EU veröffentlicht werden. Dies war noch für den Donnerstag geplant.

  • 10/06/2022, 12:04 PM

    Greenpeace-Protest gegen russisches Gas vor Prager Gipfeltreffen

    Mit einer Protestaktion haben Umweltaktivisten vor zwei großen Gipfeltreffen in Prag zur Abkehr von fossilen Energieträgern aufgerufen. Die Organisation Greenpeace ließ am Donnerstag auf der Moldau eine große aufblasbare Röhre treiben, gleich einer Pipeline. Darauf stand "Putin's bloody gas", auf Deutsch "Putins blutiges Gas" oder "Putins verdammtes Gas".

    Damit kritisiere man, dass der russische Präsident Wladimir Putin von Gaseinnahmen profitiere, während er gegen die Ukraine Krieg führe, hieß es in einer Greenpeace-Mitteilung. Grundsätzlich müssten die "unfairen und unmoralischen" Gewinne der fossilen Energieunternehmen stärker besteuert werden.

    In Prag findet an diesem Donnerstag das erste Treffen der sogenannten Europäischen Politischen Gemeinschaft statt, zu dem die Staats- und Regierungschefs von mehr als 40 Staaten eingeladen sind. Am Freitag folgt ein informeller Gipfel der EU-Staaten, der sich auch mit Energiefragen befassen soll.

  • 10/06/2022, 11:55 AM

    Russischer Abgeordneter will Autos von Geflüchteten beschlagnahmen

    Hunderttausende Russen haben ihr Land aus Angst vor einem Kriegsdienst in der Ukraine verlassen - und mitunter ihre Autos an überfüllten Grenzübergängen zurückgelassen. Diese Fahrzeuge sollten nun beschlagnahmt werden, sagte der Abgeordnete Oleg Morosow am Donnerstag der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti. "Wir müssen das Gesetz dringend ändern, damit Entscheidungen zur Überführung von Fahrzeugen in staatliches Eigentum getroffen werden können", so Morosow.

    Eine Beschlagnahmung könne etwa dann in Frage kommen, wenn ein Auto nach einem Monat nicht abgeholt worden sei, meinte der Politiker der Kremlpartei Geeintes Russland.

  • 10/06/2022, 10:00 AM

    Selenskyj meldet weitere Geländegewinne

    Die Ukraine kommt bei der Rückeroberung von durch Russland besetzten Gebieten nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj weiter voran. Nachdem sich die russischen Streitkräfte von den Frontlinien im Süden und Osten zurückgezogen hätten, hätten ukrainische Truppen Nowowoskresenske, Nowohryhoriwka und Petropawliwka nordöstlich der Stadt Cherson befreit, sagte Selenskyj in der Nacht auf Donnerstag in seiner täglichen Video-Ansprache.

    Die Ukraine werde sich nicht von der nuklearen Bedrohungen durch Russlands Präsident Wladimir Putin einschüchtern lassen. Russland habe bereits verloren. "Die Ukrainer wissen, wofür sie kämpfen. Und immer mehr Bürger Russlands erkennen, dass sie sterben müssen, nur weil eine Person den Krieg nicht beenden will", sagte er in Anspielung auf Putin.

    Er und seine hochrangigen Militärbeamten hätten sich getroffen, um über die Rückgewinnung aller von Russland besetzten Gebiete zu diskutieren, fügte Selenskyj hinzu. Das ukrainische Militär im Süden teilte mit, seine Streitkräfte hätten mindestens 58 russische Kämpfer getötet sowie neun Panzer, 17 gepanzerte Fahrzeuge und vier Haubitzen zerstört. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht unmittelbar überprüfen.

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