Ukrainian President Zelensky meets IAEA Director-General Grossi in Kyiv

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Krieg in Ukraine

AKW Saporischschja: Selenskij empfing IAEA-Mission + Nachschubprobleme bei Russen?

Tag 188 im Krieg. Alle Entwicklungen rund um die Lage in der Ukraine und die Auswirkungen des Krieges finden Sie hier.

von Kevin Kada

08/30/2022, 01:02 PM

Aktuelle Entwicklungen

  • Britischer Geheimdienst sieht Nachschub- und Personalprobleme bei den Russen (mehr)
  • Neue Wartung: Durch die Nord Stream 1 fließt drei Tage kein Gas (mehr)
  • Kein Russen-Bann: Deutschland und Frankreich wollen weiter Visa vergeben (mehr)
  • Iran schickte erste Drohnen an Russland (mehr)
  • Ukrainische Truppen nahmen Dorf ein, Moskau: "Abgewehrt" (mehr)
  • AKW Saporischschja wird inspiziert (mehr)
  • EU setzt fĂŒr 9. September Sondertreffen zu Energiepreisen an (mehr)
  • Scholz will neues Luftverteidigungssystem fĂŒr Europa (mehr)
  • Attentat auf Kreml-nahe KriegsbefĂŒrworterin: Angeblich neue TĂ€ter (mehr)
  • Getreideexport: Die Donau wird immer mehr zum wichtigsten Weg (mehr)

Wie man den Menschen vor Ort helfen kann, erfahren Sie hier.

  • Steirische KPÖ-Chefin stellt Russland-Sanktionen in Frage (mehr)
  • AKW Saporischschja: Keine erhöhte Strahlung (mehr)
  • Putin ordnet Sozialleistungen fĂŒr FlĂŒchtlinge an (mehr)
  • Deutsche VerstaatlichungsplĂ€ne fĂŒr Gazprom Germania (mehr)
  • Russland fackelt große Mengen an Gas ab (mehr)
  • Russen intensivieren Angriffe in Ostukraine (mehr)
  • Sobotka zu Sanktionskritikern: "Spielen das Spiel von Putin" (mehr)
  • Visumstopp fĂŒr Russen: Wer dafĂŒr ist und wer dagegen (mehr)
  • FĂŒnf Aspekte, wie der Ukraine-Krieg unsere Welt verĂ€ndert hat (mehr)
  • Österreich lehnt allgemeinen Visa-Stopp fĂŒr Russen ab (mehr)

Aktuelles zum Ukraine-Krieg

  • 10/24/2022, 04:21 PM

    Moskaus Ex-Oberrabbiner beim Papst

    Papst Franziskus hat am Montag den PrĂ€sidenten der EuropĂ€ischen Rabbinerkonferenz (CER) und frĂŒheren Moskauer Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt zu einer Audienz empfangen. Das teilte der Vatikan bisher ohne Angaben zu GesprĂ€chsinhalten mit, meldete Kathpress am Montag. Goldschmidt nimmt derzeit in Rom am Weltfriedenstreffen der katholischen Gemeinschaft Sant'Egidio teil. In seiner Funktion als PrĂ€sident der orthodox geprĂ€gten CER, die als Dachorganisation nach eigenen Angaben rund 1.000 Rabbiner vertritt, wird er am Dienstag zur "Verantwortung der Religionen in der Krise der Globalisierung" sprechen.

    Goldschmidt hatte im MĂ€rz, kurz nach Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine, Russland verlassen und war nach Israel geflohen. Die Leitung des Rabbinats der russischen Hauptstadt hatte der 59-jĂ€hrige gebĂŒrtige Schweizer damit nach fast 30 Jahren abgegeben. Laut russischen Medienberichten entschieden sich die jĂŒdische Gemeinde und Goldschmidt einvernehmlich, ihren auslaufenden Vertrag trotz Wiederwahl doch nicht zu verlĂ€ngern. Der Rabbiner hatte Russlands Krieg gegen die Ukraine mehrfach als "Katastrophe" bezeichnet

  • 10/24/2022, 04:14 PM

    EU zÀhlt mehr als 1200 Falschinformationen in kremlnahen Medien

    Die EU hat in Zusammenhang mit Russlands Krieg gegen die Ukraine in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 1200 Falschinformationen in kremlnahen Medien gezĂ€hlt. Diese richteten sich unter anderem gegen die EU und andere Akteure, die sich gegen den russischen Krieg stellten und die Ukraine unterstĂŒtzten, teilte der AuswĂ€rtige Dienst der EU am Montag mit.

    Schon in den Monaten vor Beginn des Kriegs sei in Medien der Boden dafĂŒr bereitet worden. So sei die Verwendung der SchlĂŒsselwörter "Nazi" und "Völkermord" in den einschlĂ€gigen Medien in Bezug auf die Ukraine um fast 300 beziehungsweise mehr als 500 Prozent gestiegen. Russland behauptet, die ukrainische FĂŒhrung um den jĂŒdischstĂ€mmigen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj sei von Nazis unterwandert, die in den ostukrainischen Separatistengebieten einen "Genozid" an der russischen Minderheit verĂŒbten. DafĂŒr gibt es keine Belege.

    Um russische Desinformation aufzudecken, hat die EU schon vor Jahren die Kampagne "EUvsDisinfo" ins Leben gerufen. Seit Montag wird darin auch unter anderem ĂŒber Mechanismen, Taktiken, Narrative und Akteure hinter den Falschinformationen aufgeklĂ€rt.

  • 10/22/2022, 11:23 AM

    Erneut kritische Infrastruktur getroffen

    Die russischen Truppen haben nach ukrainischen Angaben erneut kritische Infrastruktur angegriffen. In den Regionen Odessa, Kirowohrad und Luzk seien Energie-Anlagen getroffen worden, melden die örtlichen Behörden. In anderen Regionen gebe es Probleme mit der Stromversorgung.

    „Ein weiterer Raketenangriff von Terroristen, die gegen zivile Infrastruktur und Menschen kĂ€mpfen“, schreibt der Stabschef des ukrainischen PrĂ€sidenten, Andrij Jermak, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram.

  • 10/22/2022, 10:01 AM

    MinisterprÀsident Schmyhal bittet Deutschland um weiter Munition

    Der ukrainische MinisterprĂ€sident Denys Schmyhal hat Deutschland gebeten, innerhalb weniger Tage neue Munition zur Abwehr russischer Luftangriffe zu liefern. Im GesprĂ€ch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" warf er Russland vor, es wolle die Ukraine durch Angriffe auf ihre zivile Infrastruktur "in eine humanitĂ€re Katastrophe stĂŒrzen". Dies könne durch Flucht der Menschen "einen neuen Migrationstsunami auslösen".

    Russland wolle der Ukraine "einen kalten Winter bescheren, in dem viele Menschen buchstĂ€blich erfrieren könnten", sagte Schmyhal. Wenn es in der Ukraine keinen Strom, keine Heizung und kein Wasser mehr gebe, könne dies "zu einer planvoll herbeigefĂŒhrten humanitĂ€ren Katastrophe fĂŒhren, wie Europa sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gesehen hat."

  • 10/22/2022, 09:08 AM

    Russen verstĂ€rken Übergang ĂŒber den Dnjepr

    Die russischen Truppen im SĂŒden der Ukraine verstĂ€rken nach Erkenntnissen des britischen Geheimdienstes weiterhin ÜbergĂ€nge ĂŒber den Dnjepr. So hĂ€tten sie in der Region Cherson eine BrĂŒcke aus KĂ€hnen fertiggestellt, die sich neben der beschĂ€digten Antonowsky-BrĂŒcke befindet.

  • 10/22/2022, 07:20 AM

    USA: Verhandlungen erst bei Stopp russischer Aggression

    Die USA sehen keinen Weg fĂŒr Verhandlungen mit Russland, solange das Land den Angriffskrieg gegen die Ukraine vorantreibt. „Was Diplomatie zur Beendigung des Krieges angeht, hĂ€ngt das ganz davon ab, ob Russland daran interessiert sein wird, die Aggression zu stoppen, die es begonnen hat“, sagte US-Außenminister Antony Blinken am Freitag in Washington.

    Aktuell seien aber keine Hinweise darauf zu erkennen, sondern das Gegenteil. Blinken verwies unter anderem auf die von PrĂ€sident Wladimir Putin angeordnete Teilmobilisierung in Russland. Putin habe jedoch das Problem, dass die Ukrainer nicht nur sehr tapfer, sondern auch erfolgreich seien und ihr Territorium zurĂŒckeroberten. Sie kĂ€mpften im Gegensatz zu Russland fĂŒr ihr Land und ihre Zukunft. „Je frĂŒher PrĂ€sident Putin das versteht, desto schneller werden wir diesen Krieg beenden können.“

  • 10/22/2022, 06:42 AM

    Sorge um Zerstörung von Staudamm in der Ukraine

     Im Ukraine-Krieg wĂ€chst die Sorge vor der Zerstörung eines Staudammes mit möglicherweise katastrophalen Folgen fĂŒr den SĂŒden des Landes. Der von Moskau eingesetzte Verwalter der umkĂ€mpften Region Cherson wies am Freitag ukrainische VorwĂŒrfe zurĂŒck, russische Einheiten hĂ€tten den Kachowka-Staudamm und das Wasserkraftwerk am Fluss Dnipro vermint.

    Ukraines PrÀsident Wolodymyr Selenskij hatte am Donnerstag erklÀrt, Russland bereite damit "den nÀchsten Terror-Angriff" vor.

  • 10/21/2022, 11:05 PM

    USA: fordern UN-Untersuchung der Drohnen-Angriffe

    Die USA fordern eine UNO-Untersuchung zu den VorwĂŒrfen des Einsatzes iranischer Drohnen durch Russland im Krieg gegen die Ukraine gefordert. „Die UN mĂŒssen jede Verletzung von UN-Sicherheitsratsresolutionen untersuchen und wir dĂŒrfen nicht zulassen, dass Russland oder andere die UN am AusĂŒben ihrer festgeschriebenen Verpflichtungen hindern oder sie bedrohen“, sagte der stellvertretende US-Botschafter Richard Mills am Freitag bei einer Sitzung des Sicherheitsrates in New York.
    Großbritannien, Frankreich und Deutschland hatten zuvor Ă€hnliche Aufforderungen per Brief an die Vereinten Nationen ĂŒbermittelt. Russlands UNO-Botschafter Wassili Nebensja bezeichnete das bei dem Treffen des UNO-Sicherheitsrates als „empörende Situation“. Er wies die VorwĂŒrfe des Einsatzes iranischer Drohnen im Krieg gegen die Ukraine erneut zurĂŒck und wiederholte eine Warnung vor einer entsprechenden UNO-Untersuchung. Wenn es dazu kĂ€me, mĂŒsse Russland die Zusammenarbeit mit der UNO ĂŒberdenken. 

  • 10/15/2022, 10:36 AM

    Iran kritisiert EU und dementiert Waffenlieferung an Russland

    Der Iran hat die EuropĂ€ische Union wegen ihrer Haltung zu den anhaltenden Protesten im Land kritisiert und Berichte ĂŒber Waffenlieferungen an Russland dementiert. "Unruhen, Brandstiftungen und Terroroperationen haben nichts mehr mit friedlichen Protesten zu tun", sagte Außenminister Hussein Amirabdollahian in einem Telefonat mit dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell laut Webseite des Außenministeriums vom Samstag.

    Die PolizeieinsĂ€tze gegen die Proteste nannte der iranische Chefdiplomat daher absolut legitim. Die EU solle diese VorfĂ€lle nicht als Vorwand nehmen, um Druck auf den Iran auszuĂŒben, mahnte er.

    Medienberichten zufolge plant die EU, am Montag wegen der UnterdrĂŒckung der Proteste Sanktionen gegen den Iran zu verhĂ€ngen. Teheran hat die EU in dem Fall vor einer "adĂ€quaten Reaktion" gewarnt, die Rede ist gar von einem Abbruch der diplomatischen Beziehungen und Ausweisung der EU-Botschafter.

  • 10/15/2022, 10:36 AM

    Beschuss auf mehrere Regionen gemeldet

    Mehrere Regionen der Ukraine sind nach Behördenangaben in der Nacht auf Samstag von russischen Truppen beschossen worden. In der frontnahen Großstadt Saporischschja im SĂŒden wurden demnach Objekte der Infrastruktur getroffen. Es gebe BrĂ€nde. Gouverneur Olexander Staruch, rief die Bevölkerung auf, sich in SchutzrĂ€ume zu begeben. SamstagfrĂŒh kurz nach 7.00 Uhr Ortszeit (6.00 Uhr MESZ) wurde fĂŒr die gesamte Ukraine Luftalarm ausgelöst, weil weitere Angriffe befĂŒrchtet wurden.

  • 10/15/2022, 07:45 AM

    Tanner: Österreich nicht zu Luftraumabwehr eingeladen

    Österreich hat keine Einladung zur sogenannten Sky Shield Initiative, also dem gemeinsamen geplanten Luftabwehrsystem der europĂ€ischen NATO-LĂ€nder, erhalten. "Nach unseren aktuellen Informationen gibt es derzeit lediglich eine multilaterale AbsichtserklĂ€rung im Rahmen eines NATO-Verteidigungsministertreffens", erklĂ€rte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) laut einer Sprecherin auf APA-Anfrage. Gleichzeitig erwartet sie eine Diskussion auf EU-Ebene ĂŒber den Schild.

    "In Österreich haben wir diesbezĂŒglich keine Einladung erhalten", sagte Tanner am Freitag.

    Mehr dazu hier:

  • 10/15/2022, 07:31 AM

    Microsoft stellte Cyberangriffe auf Verkehrsbranche in Ukraine und Polen fest

    Verkehrs- und Logistik-Unternehmen in der Ukraine und Polen sind Ziel einer neuen Attacke mit VerschlĂŒsselungs-Software geworden. Ein bisher nicht bekanntes Schadprogramm sei Anfang der Woche in einer Serie von Angriffen verbreitet worden, teilte der Software-Konzern Microsoft am Freitag mit. Die Sicherheitsexperten stellten keine Vermutungen zum Ursprung der Attacke auf, verwiesen jedoch darauf, dass sich die Ziele mit denen frĂŒherer russischer Cyberangriffe deckten.

    Bei sogenannten Ransomware-Angriffen werden Computer von den Schadprogrammen verschlĂŒsselt und dadurch unbrauchbar gemacht. Die Ukraine war nach EinschĂ€tzung von IT-Sicherheitsexperten bereits Ziel diverser Cyberangriffe von Hackern mit Verbindung zu russischen Geheimdiensten geworden.

  • 10/14/2022, 09:39 PM

    Putin: "Ukraine soll nicht zerstört werden"

    Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin schlĂ€gt nach dem massiven Beschuss ukrainischer StĂ€dte mit Marschflugkörpern und Raketen einen weniger scharfen Ton an. Es gebe derzeit keine Notwendigkeit fĂŒr weitere massive Luftangriffe, sagte er am Freitag beim Abschluss einer Sicherheitskonferenz in der kasachischen Hauptstadt Astana. Er fĂŒgte hinzu: "Wir haben es uns nicht zum Ziel gemacht, die Ukraine zu zerstören. Nein, natĂŒrlich nicht."

    Putin stelle nichtsdestotrotz weiteren Beschuss in Aussicht. Von insgesamt 29 ins Visier genommenen Objekten seien sieben "nicht so beschÀdigt worden, wie das vom Verteidigungsministerium geplant war", sagte Putin zum Abschluss des Gipfels. "Aber sie werden sie nachholen, die Objekte."

    Um welche Ziele es sich dabei konkret handle, sagte der Kremlchef nicht. Zugleich betonte er, dass aktuell keine weiteren großflĂ€chigen Angriffe geplant seien: "Es braucht derzeit keine massiven SchlĂ€ge mehr. Jetzt gibt es andere Aufgaben."

    Das Staatsoberhaupt kĂŒndigte zudem an, nach der jetzt erfolgten Teilmobilisierung werde es keine weiteren Einberufungen geben. In der Ukraine dankte PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj den Soldatinnen und Soldaten fĂŒr den Einsatz in dem knapp achtmonatigen Krieg und versprach, sein Land werde siegen.

    Putin erklĂ€rte in Astana erneut, er sei verhandlungsbereit. GesprĂ€che mit der Ukraine mĂŒssten unter internationaler Vermittlung gefĂŒhrt werden. Ein Fehler sei die Invasion nicht gewesen: "Ich will es deutlich sagen: Das, was heute passiert, ist unangenehm, um es milde auszudrĂŒcken. Aber wir hĂ€tten das Gleiche etwas spĂ€ter tun mĂŒssen, nur unter schlechteren Bedingungen fĂŒr uns, das ist alles." Putin warnte die NATO erneut vor einer Intervention, dies wĂŒrde zu einer globalen Katastrophe fĂŒhren. Putin hatte zu Beginn der Invasion, die nach seiner Wortwahl kein Krieg, sondern eine militĂ€rische Spezialoperation ist, die Befreiung der Ukraine von Nazis als Ziel ausgegeben.

  • 10/14/2022, 09:38 PM

    Viel an russischer AusrĂŒstung zerstört

    Der ukrainische Generalstab teilt auf Facebook mit, dass man große Mengen russischer Waffen und AusrĂŒstung in Antratsyt sĂŒdlich von Luhansk zerstört habe. Die Ukraine hofft, in diesem Gebiet grĂ¶ĂŸere StĂ€dte zurĂŒckzuerobern. Der Oberbefehlshaber der ukrainischen StreitkrĂ€fte, Walerij Saluschnyj, erklĂ€rt am Freitag angesichts ukrainischer GelĂ€ndegewinne in den vergangenen Wochen: "Die strategische Initiative liegt in unseren HĂ€nden. Das Wichtigste ist nun, nicht anzuhalten."

    Die Ukraine setzt das vor wenigen Tagen von Deutschland gelieferte Flugabwehrwehrsystem Iris-T bereits im SĂŒden des Landes ein. Das sagte der Sprecher der ukrainischen Luftwaffe Jurij Ihnat am Freitag im Fernsehen. Den genauen Ort nannte er nicht, sprach nur allgemein von "sĂŒdlicher Richtung". Die Ukraine sei weltweit das erste Land, das dieses hochmoderne Flugabwehrsystem einsetze.

    Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow hatte am Mittwoch bestĂ€tigt, dass das erste System Iris-T in dem von Russland angegriffenen Land angekommen sei. Deutschland will Kiew zunĂ€chst vier der jeweils 140 Millionen Euro teuren Waffensysteme zur VerfĂŒgung stellen, die Finanzierung von drei weiteren ist gesichert.

    Jede Einheit besteht aus Radaranlage, Gefechtsstand und drei auf Lastwagen montierten Raketenwerfern. Iris-T SLM kann auf Ziele bis 20 Kilometer Flughöhe und 40 Kilometer Entfernung feuern. Damit kann eine mittlere Großstadt wie NĂŒrnberg oder Hannover geschĂŒtzt werden.

     

  • 10/14/2022, 09:37 PM

    Stromversorgung fĂŒr AKW Saporischschja verbessert

    In dem von russischen Truppen besetzten Kernkraftwerk Saporischschja in der Ukraine hat sich die Stromversorgung von außen verbessert. Das AKW sei wieder an eine Reservestromleitung angeschlossen worden, teilte die Internationale Atomenergie-Behörde (IAEA) am Freitag unter Berufung auf ihre Vertreter vor Ort mit.

    Außerdem sei es gelungen, mit sieben Tanklastwagen die DieselvorrĂ€te des Werks bei der Stadt Enerhodar aufzustocken. Damit könnten die werkeigenen Generatoren im Notfall zehn Tage lang die Reaktoren in Europas grĂ¶ĂŸtem Atomkraftwerk kĂŒhlen. FĂŒnf Lastwagen seien aus der ukrainischen Gebietshauptstadt Saporischschja gekommen, zwei aus russisch besetztem Territorium.

    In den vergangenen Tagen hatten die Generatoren zweimal einspringen mĂŒssen, weil sowohl die letzte verbliebene Hauptleitung von außen wie die Reserveleitung ausfielen. Derzeit stehen alle sechs Reaktoren still. Das Personal bereite sich darauf vor, zwei Reaktoren wieder hochzufahren, teilte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi mit.

    Er bemĂŒht sich in einer Pendeldiplomatie zwischen Russland und der Ukraine, dass um das AKW eine Sicherheitszone ohne KĂ€mpfe eingerichtet wird. Auf dem GelĂ€nde in und um das Kraftwerk sind immer wieder Artilleriegeschosse eingeschlagen, wobei beide Seiten sich gegenseitig fĂŒr den Beschuss verantwortlich machen.

  • 10/14/2022, 08:45 PM

    Laster sollen wieder ĂŒber Krim-BrĂŒcke rollen

    Russland will den Lastwagenverkehr ĂŒber die beschĂ€digte BrĂŒcke zur annektierten Halbinsel Krim am Samstagabend wieder zulassen. Beladene Lkws mĂŒssten kĂŒnftig aber vor der Auffahrt auf das strategisch wichtige Bauwerk kontrolliert werden, sagte der russische Vizeregierungschef Marat Chusnullin am Freitag bei einer Veranstaltung in Kasan.

    Auf der 19 Kilometer langen BrĂŒcke hatte es vor einer Woche eine schwere Explosion gegeben. Nach Darstellung russischer Behörden explodierte ein Lastwagen mit Sprengstoff und setzte einen parallel auf der BrĂŒcke fahrenden GĂŒterzug mit Tankwagen in Brand. Ein Teil der Fahrbahn stĂŒrzte ein. Moskau sieht darin einen vom ukrainischen Geheimdienst organisierten Anschlag und reagierte am Montag mit Raketenangriffen auf ukrainische StĂ€dte und Infrastrukturobjekte.

    Die Ukraine hat sich nicht zur Urheberschaft der Explosion geĂ€ußert. Die BrĂŒcke gilt fĂŒr Kiew aber als militĂ€risches Objekt. Über sie lĂ€uft ein Teil des Nachschubs fĂŒr russische Truppen auf der Krim und in der SĂŒdukraine.

    Der Bahn- und der Pkw-Verkehr wurde noch am Abend der Explosion wieder aufgenommen. Lkws und Busse mussten auf FĂ€hren ĂŒber die Meerenge von Kertsch ausweichen. Die vollstĂ€ndige Reparatur aller SchĂ€den an der BrĂŒcke werde aber noch bis Juli 2023 dauern, sagte Chusnullin russischen Agenturen zufolge.

  • 10/14/2022, 06:11 PM

    Putin: Ukraine soll nicht zerstört wreden

    Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin schlĂ€gt nach dem massiven Beschuss ukrainischer StĂ€dte mit Marschflugkörpern und Raketen einen weniger scharfen Ton an. Es gebe derzeit keine Notwendigkeit fĂŒr weitere massive Luftangriffe, sagte er am Freitag beim Abschluss einer Sicherheitskonferenz in der kasachischen Hauptstadt Astana. Er fĂŒgte hinzu: "Wir haben es uns nicht zum Ziel gemacht, die Ukraine zu zerstören. Nein, natĂŒrlich nicht."

    Putin stelle nichtsdestotrotz weiteren Beschuss in Aussicht. Von insgesamt 29 ins Visier genommenen Objekten seien sieben "nicht so beschÀdigt worden, wie das vom Verteidigungsministerium geplant war", sagte Putin zum Abschluss des Gipfels. "Aber sie werden sie nachholen, die Objekte."

    Um welche Ziele es sich dabei konkret handle, sagte der Kremlchef nicht. Zugleich betonte er, dass aktuell keine weiteren großflĂ€chigen Angriffe geplant seien: "Es braucht derzeit keine massiven SchlĂ€ge mehr. Jetzt gibt es andere Aufgaben."

    Das Staatsoberhaupt kĂŒndigte zudem an, nach der jetzt erfolgten Teilmobilisierung werde es keine weiteren Einberufungen geben. In der Ukraine dankte PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj den Soldatinnen und Soldaten fĂŒr den Einsatz in dem knapp achtmonatigen Krieg und versprach, sein Land werde siegen.

    Putin erklĂ€rte in Astana erneut, er sei verhandlungsbereit. GesprĂ€che mit der Ukraine mĂŒssten unter internationaler Vermittlung gefĂŒhrt werden. Ein Fehler sei die Invasion nicht gewesen: "Ich will es deutlich sagen: Das, was heute passiert, ist unangenehm, um es milde auszudrĂŒcken. Aber wir hĂ€tten das Gleiche etwas spĂ€ter tun mĂŒssen, nur unter schlechteren Bedingungen fĂŒr uns, das ist alles." Putin warnte die NATO erneut vor einer Intervention, dies wĂŒrde zu einer globalen Katastrophe fĂŒhren. Putin hatte zu Beginn der Invasion, die nach seiner Wortwahl kein Krieg, sondern eine militĂ€rische Spezialoperation ist, die Befreiung der Ukraine von Nazis als Ziel ausgegeben.

     

  • 10/13/2022, 04:07 PM

    Ukraine verspricht mehr UnterstĂŒtzung fĂŒr Afrika

    Der ukrainische Außenminister Dmitri Kuleba will die Zusammenarbeit mit Afrika vertiefen. Sein Land wolle Afrika mit Getreide, Agrartechnologie und Bildung unterstĂŒtzen, sagte Kuleba in einer Online-Pressekonferenz am Donnerstag zum Abschluss seines Afrika-Besuches. Indes kĂŒndigte auch der tĂŒrkische PrĂ€sident Recep Tyyip Erdogan bei einem Regionalgipfel in Astana an, dass verstĂ€rkt "EntwicklungslĂ€nder" von russischen Getreide- und DĂŒngemittelexporten profitieren sollten. Kuleba besuchte den Senegal, die ElfenbeinkĂŒste und Ghana sowie Kenia. Er hatte seine Reise wegen der russischen Angriffe auf Kiew vorzeitig abgebrochen. Nach Kulebas Angaben war es die erste Afrika-Rundreise eines ukrainischen Außenministers in der Geschichte seines Landes. Mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen sein Land sagte er, die Ukraine wolle kein afrikanisches Land dazu zwingen, eine Wahl zu treffen.

  • 10/13/2022, 04:05 PM

    Macron betont Redebereitschaft mit Putin: "Wollen keinen Weltkrieg"

    Dennoch werde er den ukrainischen Widerstand weiterhin mit Waffenlieferungen unterstĂŒtzen.

  • 10/13/2022, 02:38 PM

    Wohnhaus im SĂŒden Russlands von Rakete getroffen

    Die Ukraine hat russischen Angaben zufolge ein Wohnhaus im SĂŒden Russlands nahe der ukrainischen Grenze beschossen. "Die ukrainischen StreitkrĂ€fte haben Belgorod bombardiert", erklĂ€rte der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, am Donnerstag auf Telegram. Die Ukraine wies den Vorwurf umgehend zurĂŒck. PrĂ€sidentenberater Mychailo Podoljak erklĂ€rte, die russische Armee habe versucht, die nahe gelegene ukrainische Stadt Charkiw zu bombardieren, "aber etwas lief schief".

    Gouverneur Gladkow gab auf Telegram bekannt: "Die Luftverteidigung ist aktiviert. Es gibt Zerstörungen an einem WohngebĂ€ude." Informationen ĂŒber mögliche Opfer wĂŒrden noch ausgewertet. Zudem landete ein Geschoss auch auf dem GelĂ€nde einer Schule im Dorf Krasnoje in der NĂ€he von Belgorod - die SchĂŒler hĂ€tten von zuhause aus online am Unterricht teilgenommen. Er veröffentlichte unter anderem ein Foto eines Kraters mit GranattrĂŒmmern. Es wurden dort zunĂ€chst keine Verletzten oder Tote vermeldet.

    WĂ€hrend die Region Belgorod besonders seit dem FrĂŒhjahr regelmĂ€ĂŸig von der Ukraine ins Visier genommen worden ist, wurde die gleichnamige Regionalhauptstadt seit Beginn des Konflikts selten zum Ziel. Anfang dieser Woche erklĂ€rte Gladkow, dass 2.000 Menschen wegen ukrainischen Beschusses auf ein ElektrizitĂ€tswerk zeitweise keinen Strom hatten.

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