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Alles oder Nichts, so lautete das Motto vor dem dritten Gruppenspiel. Österreich musste Serbien bezwingen,  nicht knapp, sondern auch deutlich, um noch eine kleine Chance auf den Aufstieg in die Hauptrunde zu haben. Am Ende stand ein 26:25, beide Teams waren enttäuscht. Österreich schaffte es nicht in die Hauptrunde.

Der Beginn ließ hoffen, Österreich führte 2:0 und stand in der Deckung gut. Doch verjuxte Chancen machten den Serben Mut, nach zwölf Minuten lag man wiederum 3:5 hinten. Es ging hin und her, man begegnete einander auf Augenhöhe, die Nerven waren hüben wie drüben angespannt. Viel stand eben auf dem Spiel. 

Torhüter Constantin Möstl war mit einer zwischenzeitlichen Abwehrquote von 63 Prozent ein Grund, weshalb Österreich in Folge gar die Führung übernahm, sie aber nicht entscheidend ausbauen konnte, weil einfache Bälle verschenkt wurden. 

Doppelte Bedeutung

Wenn schon nicht der Aufstieg mit Rang zwei gelingen sollte, so war auch der dritte Platz extrem wichtig in Hinblick auf die kommende WM-Qualifikation. Jedes Tor hatte somit seine spezielle Bedeutung. 

Bis zur Pause konnte sich kein Team absetzen, bis zum Verschnaufen beging Österreich leichte Fehler und servierte somit den Serben eine 12:13-Führung. 

Es ist der pure Wahnsinn. Ein ganzes Land im Handball-Fieber! Und das fast im wahrsten Sinne des Wortes. Denn am Sonntag schrieb die Nationalmannschaft der Färöer Geschichte. Mit dem 37:24 gegen Montenegro gewann sie erstmals ein Spiel bei einer EM. Mit drei Punkten aus zwei Partien sind die Färinger so gut wie sicher weiter, stehen vor der ersten Hauptrunden-Teilnahme.

Rund zwölf Prozent der Bevölkerung feierte in Norwegens Hauptstadt Oslo. Das wäre so, als würden 1,2 Millionen Österreicher im Juni/Juli zur Fußball-WM reisen. 6.500 Fans bejubelten den Sieg der Färöer, insgesamt weist der Inselstaat eine Gesamtbevölkerung von 55.000 Einwohner aus. 

Schon vor zwei Jahren reisten während der EM in Deutschland rund 5.000 Färinger nach Berlin. 

Werbung für den Fußball, die gab es nicht am Sonntagnacht in Rabat. Nach dem Endspiel im Afrika-Cup zwischen Gastgeber Marokko und Senegal, das wohl als Skandal-Finale in die Geschichtsbücher eingehen wird, gibt es großen Diskussionsbedarf. Der 1:0-Sieg der Senegalesen, den Pape Gueye in der vierten Minute der Verlängerung sicherstellte, wurde überschattet von den Ereignissen in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit. 

Die heiße Phase im Schnelldurchlauf: In der 97. Minute gab es nach VAR-Check Elfer, weil Real-Star Brahim Diaz gefoult wurde. Die Senegalesen protestierten, es kam zu Ausschreitungen, die Senegalesen traten kurzfristig sogar ab. Erst Superstar Sadio Mané holte seine Leute wieder zurück, weil er Angst hatte, dass der überforderte Referee die Sache abbricht. Brahim Diaz hatte rund eine Viertelstunde später die Chance, Marokko erstmals seit 1976 zum Titel zu schießen, vergab aber mehr als leichtsinnig - er schupfte Goalie Mendy den Ball in die Hände. Ein Fauxpas, der sich rächen sollte. 

Neo-Österreicherin Anastasia Potapowa hat bei den Tennis-Australian-Open für erfreuliche sportliche Auftakt-Schlagzeilen in Rot-Weiß-Rot gesorgt. Nach schier aussichtslosem Rückstand besiegte die 24-Jährige in der ersten Runde von Melbourne die Niederländerin Suzan Lamens in drei Sätzen und trifft nun auf die frühere britische US-Open-Siegerin Emma Raducanu. Allerdings ließ Potapowa mit Aussagen zu ihrer Einbürgerung aufhorchen. Zudem kündigte sie ihr Linz-Antreten an.

Anfang Dezember hatte die gebürtige Russin kundgemacht, dass sie künftig für Österreich spielen werde und ihre Stellungnahme auf Instagram mit folgendem Satz eingeleitet: "Österreich ist ein Land, das ich liebe, das unglaublich gastfreundlich ist und wo ich mich total zu Hause fühle." Der exakt gleiche Wortlaut war davor schon bei ihrer früheren Landsfrau Daria Kasatkina zu lesen, als diese im vergangenen März ihre neue Staatsbürgerschaft in Australien verkündet hatte.

Der gleiche Wortwahl wie Kasatkina

Kasatkina meinte zuletzt wegen der gleichen Wortwahl Potapowas auf der Online-Plattform X: "Nein, wir werden nicht von derselben Agentur betreut." Potapowa wiederum sagte nach ihrem erfolgreichen Melbourne-Einstand, dass die Übereinstimmung einen einfachen Grund habe: "Ich finde daran nichts falsch, weil man es einfach in keiner besseren Art sagen kann." Vorgefertigte Worthülsen seien es nach ihrer Aussage nicht gewesen: "Das sind die perfekten Worte. Mein Team und ich haben diese Beschreibung gemocht, also haben wir sie so gewählt."

Pikanterweise bestritt Potapova am 4. Jänner in Brisbane ihr Debüt für den österreichischen Verband mit einem Dreisatzsieg gegen Kasatkina. "Wir sind auch gute Freundinnen und reden viel miteinander", gab Potapowa nach ihrem erfolgreichen Melbourne-Einstieg an, und auf Nachfrage: "Über diesen Post haben wir aber nicht gesprochen, so ein Post kümmert doch niemanden. Daher gibt es nichts darüber zu sagen. Ich denke, Medien, die mich nicht wollen, haben das nur aufgeblasen."

Die New England Patriots stehen erstmals seit dem letzten Super-Bowl-Sieg mit Tom Brady als Quarterback wieder in einem Conference-Finale der National Football League (NFL). Das Team aus dem Großraum Boston bezwang am Sonntag die Houston Texans 28:16 und hat erstmals seit sieben Jahren wieder die Chance auf die NFL-Final-Teilnahme. Deutlich härter mussten die Los Angeles Rams um den Aufstieg kämpfen, sie setzten sich bei den Chicago Bears erst nach Verlängerung 20:17 durch.

Beide Partien gingen aufgrund von Regen und Schneefall bei widrigen Bedingungen über die Bühne. Halbfinal-Gegner der Rams, die zuletzt 2021 beim Super-Bowl-Triumph im eigenen Stadion im wichtigsten NFL-Spiel des Jahres dabei waren, sind die Seattle Seahawks. Die Patriots bekommen es ebenfalls am kommenden Sonntag auswärts mit den Denver Broncos zu tun. Das Endspiel folgt am 8. Februar (Ortszeit) im Stadion der San Francisco 49ers.

Erinnerungen an Brady-Zeiten werden wach

"Ich bin stolz auf die Jungs. Wir haben uns gegen die Witterung gestemmt", sagte Quarterback Drake Maye, der als ein Nachfolger Bradys die so lange von Erfolgen verwöhnten Patriots in seiner zweiten NFL-Saison wieder zu einem Titelkandidaten gemacht hat. Unter Brady war das Team von 2002 bis 2019 neunmal in der Super Bowl gestanden und hatte diese sechsmal gewonnen. Seit dem Sieg gegen die Rams in Super Bowl LIII aber waren die Patriots unter den Quarterbacks Cam Newton und Mac Jones maximal bis in die erste Runde der Play-offs gekommen oder hatten sie komplett verpasst.

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