Handball-EM: Österreich bezwingt Serbien und scheidet aus

Handball Österreich EURO Bilyk
Ein 26:25 reichte nicht aus für die Hauptrunde. Am Ende war es Platz 3. Deutschland und Spanien stiegen auf.

Alles oder Nichts, so lautete das Motto vor dem dritten Gruppenspiel. Österreich musste Serbien bezwingen,  nicht knapp, sondern auch deutlich, um noch eine kleine Chance auf den Aufstieg in die Hauptrunde zu haben. Am Ende stand ein 26:25, beide Teams waren enttäuscht. Österreich schaffte es nicht in die Hauptrunde.

Der Beginn ließ hoffen, Österreich führte 2:0 und stand in der Deckung gut. Doch verjuxte Chancen machten den Serben Mut, nach zwölf Minuten lag man wiederum 3:5 hinten. Es ging hin und her, man begegnete einander auf Augenhöhe, die Nerven waren hüben wie drüben angespannt. Viel stand eben auf dem Spiel. 

Torhüter Constantin Möstl war mit einer zwischenzeitlichen Abwehrquote von 63 Prozent ein Grund, weshalb Österreich in Folge gar die Führung übernahm, sie aber nicht entscheidend ausbauen konnte, weil einfache Bälle verschenkt wurden. 

Doppelte Bedeutung

Wenn schon nicht der Aufstieg mit Rang zwei gelingen sollte, so war auch der dritte Platz extrem wichtig in Hinblick auf die kommende WM-Qualifikation. Jedes Tor hatte somit seine spezielle Bedeutung. 

Bis zur Pause konnte sich kein Team absetzen, bis zum Verschnaufen beging Österreich leichte Fehler und servierte somit den Serben eine 12:13-Führung. 

Einmal mehr gelang es bei dieser EM nicht, gute Phasen länger durchzuziehen. Schlüsselspieler hatten – wie schon in den vorangegangenen Spielen – nicht im Kollektiv ihren besten Tag, vor allem im Angriff fehlte etwas die Leichtigkeit. Schade, weil man sich so um den Lohn des großen Einsatzes in Form eine positiven  Resultats brachte.

Gelingt es nun im zweiten Durchgang, starken Phasen in die Länge zu ziehen? Gefühlt mussten die Österreicher für die Tore mehr  Aufwand als die Serben betreiben, im Paarlauf kämpfte man sich lange Zeit ausgeglichen dem Finish entgegen. 

Nach 45 Minuten führte Österreich knapp 19:18, nach 55 wiederum 23:20.

Österreich spielte vorne weg, konnte aber nicht auf die nötigen vier Tore davonziehen, die die Hoffnung auf den Aufstieg am Leben erhalten hätten. In entscheidenden Momenten scheiterten vor allem die  Routiniers Frimmel und Bilyk, die Siebenmeter vergaben.

Sportdirektor Patrick Fölser: „Wir sind froh über den Sieg. Wir wollten in die Hauptrunde, es war am Ende angerichtet. Schade. Hut ab, mit welchem Herzen wir gespielt haben. Wir wussten, wie schwer diese Gruppe ist.“ Mykola Bilyk: „Wir haben uns den Sieg verdient. Es war mehr möglich.“ 

Es war der erste Sieg unter Teamchef Iker Romero. "Ich bin happy, dass ich der Trainer dieser Jungs sein darf. Es war heute verdient. Die Zukunft gehört uns."

Deutschland besiegte Spanien 34:32, beide Teams stiegen damit auf.

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