Langer Leidensweg zurück: Ski-Star Brignone gibt ihr Comeback

Federica Brignone spricht über die lange Leidenszeit.
Die Gesamtweltcupsiegerin des Vorjahres zog sich bei einem Sturz im April schwerste Verletzungen zu. Am Dienstag kehrt Federica Brignone in den Weltcup zurück.

Die Traumsaison von Federica Brignone endete am 3. April 2025 mit einem Albtraum. Die Italienerin hatte WM-Gold (Riesentorlauf) und Gesamtweltcup gewonnen, doch beim fast bedeutungslosen Rennen um den italienischen Meistertitel kam sie in Moena im Fassatal schwer zu Sturz. Zertrümmert waren Wadenbein und Schienbeinkopf, gerissen das Kreuzband. Ein Ende der Karriere der damals 34-Jährigen stand ernsthaft im Raum.

Am Dienstag (10.30/13.30/live ORF 1) wird Brignone im Riesentorlauf am Kronplatz wieder am Start stehen. Der Weg zurück war lang und voller Entbehrungen. „Es ist kein Tag vergangen, an dem ich keine Schmerzen hatte“, sagte sie bei einem Online-Pressegespräch am Montag. „An manchen Tagen tut es mehr weh, an manchen weniger. Beim Skifahren spüre ich es besonders im Schienbein, da ist es schlechter als im normalen Leben.“

"Ich lebe lieber mein Leben"

Mit den Besten werde sie am Dienstag keinesfalls mithalten können. „Ich bin hier, um einen Test zu machen. Alleine morgen am Start zu stehen, ist ein riesiger Erfolg für mich.“ Angst habe sie auch nach ihrer schweren Verletzung keine: „Ich lebe lieber mein Leben und mache Fehler, als ständig in Angst zu leben.“

Brignone hat 13 echte Ski-Trainingstage gehabt. Die Entscheidung für einen Antritt ist erst am Sonntag gefallen. Erst nach dem Comeback wird Brignone über weitere Schritte entscheiden. Möglicherweise wird sie mit den Speed-Damen trainieren. „Das größte Ziel ist Olympia“, sagt sie. „Ich würde gerne bei Olympia Super-G und Abfahrt fahren. Aber ich weiß noch nicht, für welche Disziplin es reichen wird. Das kommt alles auf mein Bein an.“

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