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Gold für Österreich bei der Olympia-Premiere der Frauen-Teamkombination. Das ÖSV-Duo Ariane Rädler/Katharina Huber gewann vor den Deutschen Kira Weidle-Winkelmann/Emma Aicher (+0,06 Sekunden) und den US-Amerikanerinnen Jacqueline Wiles/Paula Moltzan (+0,25). 

"War abartig nervös"

"Ich war so nervös, es war unglaublich, aber ich bin so froh, es ist so cool", freut sich Rädler über die Goldene. Nach vier Kreuzbandrissen war der Traum von einer Medaille bei Olympia schon kurz weg, so die Vorarlbergerin. 

Für Huber sei das Gefühl "unbeschreiblich", auch wenn die Niederösterreicherin zugab vor dem Start "abartig nervös" gewesen zu sein. 

Es ist das erste Olympia-Gold für die ÖSV-Frauen seit dem Triumph von Anna Veith im Super-G von Sotschi 2014.

Die Top-Favoritinnen Johnson/Shiffrin (USA) - nach dem ersten Durchgang in Führung - fielen auf Platz 4 zurück. 

Bei Siegesfeiern kann schon mal etwas kaputtgehen, die Medaillen sollten es aber nicht sein. Die Vorfälle häufen sich, dass das von Athletinnen und Athleten bei den Olympischen Spielen in Mailand/Cortina gewonnene Edelmetall den Belastungen des Herumhüpfens nicht standhält. 

In einigen Fällen löste sich der Stift, der die Medaille und das Band zusammenhält. Beim Aufprall auf den Boden entstehen Dellen und beim Wieder-Zusammenbasteln Kratzer an Gold, Silber und Bronze.

Olympia-Medaillen überstehen Jubel nicht

Erfahrungen mit heruntergefallenen Medaillen haben u.a. US-Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson, die schwedische Langläuferin Ebba Andersson (Silber), US-Eiskunstläuferin Alysa Liu (Gold), der deutsche Biathlet Justus Strelow (Bronze), aber auch Österreichs Snowboarderin Sabine Payer mit ihrer Silbernen gemacht.

Payers Schmuckstück überstand die Landung unbeschadet. Laut ihrem Ehemann Alexander Payer konnte das Problem rasch selbst behoben werden.

Formel-1-Pilot Kimi Antonelli hat vor der Abreise zu den Testfahrten in Bahrain eine Schrecksekunde erlebt. Der 19-jährige Italiener hatte einen Unfall nahe seiner Heimat in San Marino. Wie sein Rennstall Mercedes bestätigte, blieb Antonelli unverletzt, er rief auch selbst die Polizei. Ein anderes Auto war in den Unfall am Samstag den Angaben zufolge nicht verwickelt. Laut der italienischen Gazzetta dello Sport prallte das Auto auf einer Schnellstraße gegen die Leitplanken.

Die Ursachen und der Hergang des Unfalls würden derzeit von den Ordnungskräften untersucht. Wer am Steuer eines exklusiven Sportwagens gesessen hat, ist laut der Sportzeitung unklar. Antonelli machte vor rund einem Jahr erst seinen Führerschein, sein Formel-1-Renndebüt feierte er nur wenige Wochen später. In diesem Jahr tritt er zu seiner zweiten Saison in der Motorsport-Königsklasse an. 

Für ihn und Teamkollege George Russell beginnen ebenso wie für die anderen Formel-1-Piloten an diesem Mittwoch die ersten öffentlichen Testfahrten auf dem Grand-Prix-Kurs in Bahrain.

Der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladislaw Heraskewytsch darf bei den Winterspielen einen Helm mit Bildern von im Krieg getöteten Sportkollegen nicht mehr tragen. Der Kopfschutz widerspreche den Regeln der Olympischen Charta, sagte ein Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Heraskewytsch dürfe jedoch ausnahmsweise im Wettbewerb ein schwarzes Armband tragen und in Interviews danach seine Meinung frei äußern. 

Vorausgegangen sei ein Treffen mit dem Trainer des Athleten und der ukrainischen Delegation. Heraskewytsch hatte den Helm im Training auf der Olympia-Bahn in Cortina d'Ampezzo getragen und später einen offiziellen Antrag beim IOC gestellt, um eine Erlaubnis für den Kopfschutz zu erhalten.

Der Helm sei „eine Hommage an Athleten und einige von ihnen waren Medaillengewinner bei den Olympischen Jugendspielen. Das bedeutet, sie gehören zur olympischen Familie“, erklärte der 27-Jährige. Auf dem Helm sind die Bilder von rund einem halben Dutzend Athletinnen und Athleten zu sehen, die bei russischen Anschlägen ums Leben gekommen sind. Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren gegen eine russische Invasion.

Der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) der Ukraine, Wadym Gutzajt, sagte, er habe am Dienstag noch einmal das IOC gebeten, den Helm zu erlauben. Unterstützung bekam der Sportler auch vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Heraskewytsch erinnere an den Preis, den die Ukraine in ihrem Abwehrkampf zu zahlen habe, schrieb Selenskyj auf Telegram. Eine solche Wahrheit könne nicht unbequem oder unangebracht sein. Die Ukraine halte sich an den Geist von Olympia, Angreifer Russland nicht. Das IOC verwies jedoch auf sein Regelwerk für politische Botschaften. Diese seien mit der Athletengemeinde abgestimmt.

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