Rapid-Debütant Weimann: "Im Derby müssen wir gleich so spielen"

Rapid-Debütant Weimann
Die Sieglosserie von Rapid hält an. Andreas Weimann zeigte beim 1:1 gegen Hartberg, dass er schnell helfen kann. Der Routinier denkt bereits ans Derby.

Für Andreas Weimann war der Samstagabend das Ende von einer sehr intensiven Phase seit Wochenbeginn.

"Derby County konnte zwei Minuten vor dem Transferende in England noch einen Stürmer holen. Deswegen durfte ich am nächsten Tag mit Rapid den Transfer abklären", erzählt der Debütant.

Der 34-Jährige reiste nach Wien, erledigte den Medizincheck, trainierte am Freitag erstmals - und wurde am Samstag überrascht: "Ein paar Stunden vor dem Match hat mir der Trainer gesagt, dass ich gleich von Beginn an spiele."

Die Qualität des WM-Kandidaten war beim 1:1 unübersehbar, auch wenn nach Schlusspfiff die Enttäuschung - wieder einmal - in Hütteldorf überwog.

"Rapid wird unter Wert geschlagen, sie waren stark. Aber wir bleiben vor ihnen und wollen unbedingt in die Meistergruppe“, sagte Hartberg-Coach Manfred Schmid.

Weimann rätselt noch

Weimann verriet, „dass ich noch nicht einmal alle Namen der Mitspieler kenne“ und monierte zu Recht: „Dafür war es nicht schlecht. Am Torerfolg bin ich knapp vorbei, das würde dann im Derby passen. Da müssen wir gleich so schnell spielen wie in der zweiten Hälfte“.

Rapid-Trainer Hoff Thorup sagt: „Ich sehe viel Qualität, aber es geht bei uns auch um den Kopf. Gerade nach Toren wie dem 0:1.“

Deswegen klang der Däne nicht nur sauer, wegen des verpassten Sprungs auf Platz 4, sondern auch erleichtert: „Die Reaktion in der zweiten Hälfte war wirklich gut, wir waren viel besser im Flow, schneller und haben viele Chancen herausgespielt.“

FUSSBALL/BUNDESLIGA/ADMIRAL BUNDESLIGA/18. RUNDE/.FUSSBALL-BUNDESLIGA: SK RAPID - TSV EGGER GLAS HARTBERG

Mit der Leistung von Weimann ist der Coach zufrieden: „Er hat gespielt, weil wir Probleme bei der Mittelstürmer-Position hatten, er voll fit ist und viel Qualität mitbringt. Das hat er sofort gezeigt, mit sehr guten Bewegungen. Er hat uns viel gegeben.“

Derby? "Viele Emotionen" 

Hoff Thorups erster Blick auf das Derby: „Es wird wieder um den Kopf, die Gefühle und die Emotionen gehen. Das müssen wir kontrollieren. Und – so wie alle Mannschaften der Welt, die lange nicht gewonnen haben – brauchen wir auch einmal ein bisschen Glück.“

Der 36-Jährige verweist auf die beiden Eigentore: „Dort fällt der Ball ins Tor, bei uns sind es vielleicht zwei Zentimeter davor abseits.“

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