Verbessert, aber wieder kein Sieg: Rapid-Remis gegen Hartberg
Gulliksen (re.) gegen Heil
Nach dem Cup-Desaster in Ried zeigte sich Rapid bei der Heimpremiere von Johannes Hoff Thorup klar verbessert. Den dringend notwendigen Sieg durfte der Trainer gegen Hartberg aber nicht bejubeln.
Das 1:1 nach unglücklichem Rückstand war das elfte Pflichtspiel in Folge ohne vollen Erfolg.
Neuzugang Andreas Weimann hatte nach nur zwei Trainings einen Platz in der Startelf und nach einer schönen Kombination die erste Chance. Der Versuch des 34-Jährigen wurde am Fünfer geblockt (4.).
Immer wenn Rapid den Ball hatte, und das war bei bis zu 80 Prozent der Zeit so, rückte Rechtsverteidiger Bendeguz Bolla weit nach vorne, während links Ange Ahoussou hinten blieb, in einer Dreierkette.
Hartberg verteidigte in der gewohnt stabilen Fünferkette, lauerte auf Konter – ein einziger reichte, um in Führung zu gehen. Marco Hoffmann traf die Stange, der Ball prallte auf den Rücken von Niklas Hedl und von dort ins Tor (15.).
Ebenso passend zur Situation von Rapid war das vermeintliche 1:1: Austria-Leihgabe Luca Pazourek traf ins eigene Tor, doch davor gab es eine hauchzarte Abseitsstellung, die der VAR nach langem Check sah (17.).
205-cm-Parade Einen zweifelhaften Kainz-Freistoß parierte Hedl stark (32.). Ansonsten war der Ball fast nur in der Hälfte der Gäste, aber es gab auch nur eine gute Chance auf den Ausgleich: Hartberg-Tormann Ritzy Hülsmann streckte bei einem Weimann-Kopfball seine 205 Zentimeter gekonnt (39.).
In der Pause gab es erfreuliche Nachrichten von der Fanszene: Die Rapidler sammelten im Winter für ihre traditionelle Spendenaktion „Wiener helfen Wienern“ starke 121.312 Euro.
Nach 48 Spielminuten und einem Seidl-Pass gab es die Topchance, aber wieder parierte Hülsmann gegen Weimann glänzend.
Hoff Thorup und Schmid
Sollte Hartberg – der einzige Bundesligist mit einer positiven Bilanz in Hütteldorf – wieder als Angstgegner zuschlagen?
Hoff Thorup setzte auf Debütant Daniel Nunoo (62.). Acht Minuten später fiel das verdiente 1:1. Eine Flanke vom engagierteren Tobias Gulliksen verwertete Bendeguz Bolla mit einem sehenswerten Kopfball.
Mit Martin Ndzie und Ercan Kara als Joker griffen die Grünen weiter an, Kara scheiterte (76.). Die 16.690 Fans wurden so laut wie in besseren Zeiten als Tabellenführer, die schon fünf Monate zurückliegen.
Bollas Versuch wurde geblockt (83.). Das war's, weil Hartberg geschickt verteidigte.
Am Sonntag wartet das Wiener Derby bei der erstarkten Austria. Das nächste Schlüsselspiel.
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