Hoff Thorup vor Heimdebüt mit Rapid: "Qualität für eine große Liga"
Rapid-Trainer Hoff Thorup bei der Arbeit
Erstmals läuft Rapid unter einem dänischen Chefcoach in Hütteldorf ein. Den Altersrekord verpasst Johannes Hoff Thorup gegen Hartberg (17 Uhr) nur knapp: Lediglich Hans Krankl war im Sommer 1989 bei einem 3:0-Sieg gegen VSE St. Pölten um ein halbes Jahr jünger als der noch 36-jährige Däne.
Ein souveräner Erfolg wie damals beim Debüt des Jahrhundertrapidlers wäre in der 18. Runde eine Überraschung.
Nicht nur, weil die Grünen beim 0:3 im Cup-Viertelfinale in Ried enttäuscht haben. Sondern auch deshalb, weil sich das Team von Coach Manfred Schmid zum ernsthaften Kandidaten für die Top-6 entwickelt hat: Von den vergangenen neun Spielen hat der Tabellenvierten nur eines verloren, spät mit 0:1 gegen Sturm.
„Wir haben analysiert, wie wir Hartberg wehtun können“, sagt Hoff Thorup, der weiß, wie wichtig ein Erfolg für den gesamten Verein nach der Rekordmisere von bereits zehn Pflichtspielen ohne Erfolg wäre.
Wie Rapid im Allianz Stadion wehgetan werden kann, wissen die Hartberger seit ihrem Aufstieg 2018 sehr gut: Die Steirer halten bei fünf Siegen und nur drei Niederlagen in zehn Partien und sind damit der einzige Bundesligist mit einer positiven Bilanz in Hütteldorf.
„Ich muss vorsichtig sein“
„Ich habe am Mittwoch erfahren, dass Hartberg bisher ein Angstgegner war“, erzählt Hoff Thorup, der weiterhin das Positive betonen will. „Ich habe viel, viel höhere Erwartungen an mein Team als in Ried zu sehen war. Ich muss aber auch vorsichtig sein: Wie sehr kann ich nach den vielen Monaten ohne Sieg ’pushen’?“
Der Heim-Debütant versucht, beim Tabellensiebenten als Leader voranzugehen: „Ich bringe neue Energie, biete Lösungen im Spiel an. Und Umstellungen wird es auch geben.“
Neben dem wieder fitten Linksverteidiger Jannes Horn steht auch Angriffshoffnung Andreas Weimann sicher im Matchkader („Es spricht nichts dagegen“), bei Yusuf Demir wäre das eine Überraschung.
Beeindruckt von Havel
Gleich bleiben wird der Ansatz, im offensiven 4-3-3-System mit viel Ballbesitz den Gegner auszuspielen.
Die Hartberger Konterstärke ist Hoff Thorup natürlich nicht verborgen geblieben: „Das war ein Thema im Training.“ Auch wenn Serge-Philippe Raux-Yao der schnellste Innenverteidiger der Liga ist, sollten nicht zu viele Lochpässe auf Sprinter Elias Havel zugelassen werden.
Der 22-jährige Topscorer (zehn Tore, drei Assists) hat Hoff Thorup beeindruckt, der Trainer sagt über Havel: „Da ist die Qualität für eine große Liga zu sehen.“
Vorbild Vincze
Als Gegner zurück in Hütteldorf ist ab 17 Uhr auch Dominic Vincze. So wie in der Vorsaison Furkan Demir hat sich auch der 21-Jährige als Leihspieler sofort zur Stammkraft gemausert.
Vincze überzeugt als halbrechter Innenverteidiger in der Dreierkette.
Laut KURIER-Informationen sind die Hartberger begeistert, wie professionell der Langzeitrapidler agiert und schnell zu einem Vorbild wurde.
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