Warum sich Hoff Thorup für den Rapid-Transfer von Weimann einsetzte
Der neue Rapid-Stürmer Andreas Weimann
Einen Tag vor dem Ende der Transferzeit hat Rapid zwei Zugänge für den Profikader fixiert.
Yusuf Demir kehrt bereits zum zweiten Mal nach Hütteldorf zurück und soll nach dem Reservistendasein bei Galatasaray wieder aufgebaut werden.
Der 34-jährige Andreas Weimann, der Rapid bereits 2007 Richtung Birmingham verlassen hat, soll hingegen sofort helfen.
Trainer Johannes Hoff Thorup hat sich dafür eingesetzt, den Routinier vom englischen Zweitligisten Derby County loszueisen.
Den Rapid-Coach verbindet mit dem Wiener eine besondere Beziehung.
„Mit Norwich haben wir beinahe gegen Blackburn gewonnen, aber in der 96. Minute ist Andi das 1:1 gelungen“, erzählt der Däne. "Aber auch davor habe ich ihn als Spieler schon gut gekannt."
Weimann (r.) und Katzer
Weimann sagt zu seiner ersten Profikarrierestation außerhalb des Vereinigten Königreichs: „Da ich nicht dachte, dass ich noch einmal auf Klubebene in Österreich spielen werde, freue ich mich umso mehr, dass dies nun bei meinem Jugendverein möglich ist. Ich möchte der Mannschaft so rasch wie möglich helfen und werde vom ersten Tag an mit hundertprozentigem Einsatz für die grün-weißen Farben bereit sein. Bei Rapid wurde der Grundstein für meine internationale Karriere gelegt, dafür war ich immer dankbar und hoffe, dass ich nun einiges zurückgeben kann.“
Auf vier Positionen erprobt
Nach dem Wechsel zu Aston Villa vor 19 Jahren wurde der Wiener ein Flügelstürmer, im Lauf der Jahre aber immer vielseitiger, wie die Aufteilung der (vielen) Profieinsätze zeigt: 160-mal Rechtsaußen, 120-mal Mittelstürmer, 85-mal Spielmacher, 75-mal Linksaußen.
Der Coach meint zur neuen Nummer 26 (das war Weimanns erste Nummer bei Aston Villa): „Am besten ist Andi in der Nähe eines anderen Stürmers. Er kann uns als Neuner oder Zehner helfen. Und dann gibt es etwas, das vielleicht noch wichtiger ist.“
Was der 36-Jährige damit meint? „Wir brauchen mehr Persönlichkeit und Erfahrung in unserem Spiel. Das bringt er voll mit, da kann er auch abseits des Feldes helfen.“
Andreas Weimann
Hoffnung auf Potenzial
Yusuf Demir ist hingegen alles, nur kein Führungsspieler. Aber Hoff Thorup ist ebenso wie Sportchef Markus Katzer überzeugt, dass der 22-Jährige sein großes Potenzial in Hütteldorf wieder ausspielen könnte. „Dafür bekommt Yusuf auch die Zeit“, sagt Katzer, der einen Vertrag bis 2027 mit Option zur Verlängerung ausverhandelt hat.
Demir war nach der Vertragsauflösung mit Galatasaray ablösefrei, beim Gehalt ist der Wiener – der 2022 um sechs Millionen (plus spätere Boni) nach Istanbul wechselte – seinem Stammverein stark entgegengekommen.
Yusuf Demir ist wieder bei Rapid.
Teurer ist Weimann, der aus England aber ebenfalls andere Gehälter gewohnt ist.
Dem 34-Jährigen geht es um die letzte WM-Chance, dementsprechend läuft der Vertrag vorerst nur über vier Monate bis zum Saisonende. Eine Option zur Verlängerung nach der Leihe gibt es - vorerst - nicht.
WM-Traum: Via Rapid will Weimann noch mit in die USA
Mit Demir und Weimann ist laut Katzer "das Transferfenster auf der Zugangsseite für uns auch beendet".
Einen dritten, lange gesuchten Zugang gibt es rund um die Mannschaft: Issiaka Ouedraogo kommt als Integrationsmanager, um den Spielern aus anderen Kulturkreisen zu helfen.
Der 37-Jährige aus Burkina Faso war der Lieblingsspieler von Didi Kühbauer und ist mittlerweile Österreicher.
Fluglinie neu an Bord
Ebenfalls neu sind bei Rapid die Turkish Airlines als Partner, der sich vorerst auf das Sponsoring im Stadion beschränken wird und nicht am Trikot sichtbar ist.
Thun vor Kauf von Dursun
Über den Umweg St. Pölten rückt ein Abgang näher: Der Schweizer Tabellenführer Thun will Furkan Dursun als zusätzliche Option im Angriff. Der U21-Teamstürmer ist noch an den SKN verliehen und würde nach einer Einigung um rund 400.000 Euro Ablöse verkauft werden.
Weitere Abgänge will Katzer nicht ausschließen, Andrija Radulovic war zuletzt in Ried nicht im Matchkader.
Kommentare