Neue Kräfte beim Meister: Viel Stabilität in der Defensive

Erstes Heimspiel nach der Rückkehr: Jusuf Gazibegovic
Beim 1:0-Sieg gegen Ried ließ Sturm Graz offensiv aus, verbesserte aber mit den Neuzugängen den Problembereich Defensive.

Arbeitssiege können auch schön sein. Sturm brillierte zwar beim 1:0-Sieg gegen Ried nicht, holte aber drei wichtige Punkte und liegt damit nur einen Zähler hinter Leader Salzburg und dem LASK.

 "Freilich sind diese Punkte wichtig, waren ein guter Schritt, aber wir haben noch vier Endspiele. Es war ein Schnittspiel, die Liga ist so eng wie noch nie", sagt Trainer Fabio Ingolitsch.

Dass es kein schönes Match war, weiß der Salzburger. "Es war nicht sehr schön anzusehen." Vor allem ist es kaum zu Situationen gekommen, das Spiel war oft unterbrochen, insgesamt gab es 83 Einwürfe. Zumindest hat Sturm auch die Rote Laterne in der Heimbilanz abgegeben. „Die Mannschaft muss wieder das Vertrauen gewinnen, zu Hause stark zu sein“, betonte Ingolitsch. Als Basis sieht der 33-Jährige eine solide Defensive.

Und da dürfen natürlich die drei Neuzugänge erwähnt werden. Jusuf Gazibegovic wurde bei seinem Comeback-Heimspiel von den fantastischen Fans groß empfangen und spielte dann meist sauber einen guten Part wie vor der Rückkehr. Sonderlob gab es nach dem erst dritten Sturm-Heimsieg der Ligasaison zudem für andere Neuzugänge. Paul Koller, der ihm aus Altach gefolgt war, habe „viel wegverteidigt“ und die Lufthoheit gehabt, Debütant Ryan Fosso sei „sehr präsent“ gewesen. 

Mann für eine Leader-Rolle

Der Schweizer war im Defensivbereich an allen Ecken und Enden zu finden, ließ sich oftmals auch in die Innenverteidigung fallen, zeigte, dass er auch eine Leader-Rolle einnehmen will.  Und dann steht ja noch Albert Vallci zur Verfügung. "Er könnte jederzeit eingesetzt werden." Wäre er fast, doch Jeyland Mitchell konnte nach einer Verletzung weiterspielen. 

Problempunkt bleibt nach der Stabilisation der Abwehr die Offensive. "Da haben wir kaum Lösungen gefunden", sagt Ingolitsch.

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