Verkehrte Welt beim 1:0: Viele Neue, aber ein Youngster erlöste Sturm

Matchwinner Jacob Hödl
Die Grazer feierten einen glanzlosen, aber wichtigen Sieg und bleiben nur einen Punkt hinter Salzburg. Matchwinner war Eigengewächs Hödl.

 Es wird „Himmel oder Hölle“, unterstrich Sturm-Präsident Christian Jauk vor der Partie die Bedeutung des Liga-Auftakts gegen Ried. Himmlisch war die Partie nicht, aber Eigenbau-Youngster Jacob Hödl (19) sorgte im Finish zumindest ergebnistechnisch für einen Höhenflug: 1:0.

Viele Augen waren auf Neuzugang Ryan Fosso gerichtet, den meisten Applaus erhielt aber Jusuf Gazibegovic, der sein Heim-Comeback gab, aber wie Paul Koller zuletzt bei der Cup-Schmach in Altach dabei gewesen war. Am Ende durfte auch Gizo Mamageishvili debütieren. Es war zudem nicht nur das erste Liga-Spiel für Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch als Sturm-Coach, sondern auch ein Treffen mit Rieds Coach Max Senft, der Sturm Ende Dezember einen Korb gab.

Auf dem Feld gab es außer Rangeleien lange nichts Konkretes, bei den Grazern merkte man noch die fehlende Homogenität, die Rieder waren eingespielter. Ein Kopfball von Havenaar war die beste Chance, Chudjakow-Ersatz Bignetti hielt (22.). Sonst war die Partie kein Schmankerl, vor allem, was der Meister bot, war wenig bekömmlich. Man kam kaum in feine Offensivaktionen, die zweiten Bälle fingen die Rieder ab. Kurz vor der Pause gab es durch Malone, Kiteishvili und Rozga Annäherungsversuche an eine Chance.

Das Spiel wurde mit Fortdauer etwas rassiger, Rieds Bajic vergab nur knapp. Dann traf sein Kollege Steurer – abseits. Sturms Ex-Rieder Beganovic scheiterte an Leitner, auf der anderen Seite vergab Ex-Sturm-Spieler Kiedl für Ried. Als alle mit einem Remis rechneten, fasste sich Hödl in Minute 86 mit einem Weitschuss ein Herz. 

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