Sport-News

Lucas Miedler kommt als frisch gebackener Turniersieger nach Kitzbühel. An der Seite seines vorerst neuen Partners, des Australiers Marc Polmans, gewann er in Gstaad gleich das erste Event gegen Marcelo Demoliner und Robert Galloway aus Brasilien und den USA durch ein 6:3,6:4 im Finale. 

Für den Weltranglisten-21. aus Tulln war es der insgesamt zwölfte Doppeltitel auf der ATP-Tour. Das Duo ist in Kitzbühel als Nummer zwei gesetzt. Beim Generali Open konnte sich der KURIER-Kolumnist bereits zweimal den Turniersieg sichern, 2021 und 2023 siegte er jeweils an der Seite seines noch verletzten Tiroler Partners Alexander Erler. 

Kimi Antonelli gewann mit einer überzeugenden Leistung den Formel-1-Grand-Prix von Belgien. Der Mercedes-Pilot aus Italien fuhr annähernd fehlerfrei und gewann in Spa vor Charles Leclerc (2./Ferrari) und Max Verstappen (3./Red Bull). Im Kampf um die WM-Krone baute Antonelli seinen Vorsprung aus. 45 Punkte liegt er nun vor dem siebenfachen Weltmeister Lewis Hamilton (4./Ferrari). 

„Es ist großartig, wieder zurück an der Spitze zu sein“, sagte der Sympathieträger zu F1 TV-Host Jacques Villeneuve Augenblicke nach dem Rennende. Für den Schützling von Mercedes-Teamchef Toto Wolff avancierten die letzten vier Formel-1-Wochenenden zur Berg- und Talfahrt: Nuller in Barcelona und Großbritannien, Podium in Österreich und Sieg in Belgien.

Der Spa-Sieg sei für Antonelli „ein harter Kampf“ gewesen, er habe gegen Leclerc „alles geben müssen“, um die während des virtuellen Safety-Cars verlorene Führung zurückzuholen. Russells Ausfall spielte Antonelli in die Karten, der Unterschied liegt nun bei 50 Punkten. „Heute haben wir Glück gehabt im Blick auf die WM“, sagte der Italiener, der aber keine Schadenfreude walten lassen will.

Aufregende Szenen beim Start

Spektakulär war der Start. Verstappen zwängte sich in der Passage Eau Rouge/Raidillon an Antonelli vorbei. Dieser wiederum konnte auf der langen Kemmel-Geraden kontern, und auch Leclerc überholte Verstappen. Dahinter kollidierten Hamilton und George Russell. Während der siebenfache Weltmeister sein Rennen (mit einer 5-Sekunden-Strafe) fortsetzen konnte, rutschte Mercedes-Pilot Russell ins Kiesbett und steckte fest. Der Arbeitstag des 28-Jährigen war nach wenigen Sekunden schon wieder beendet. Für den Briten war es ein schwerer Rückschlag im Kampf um die WM-Krone. Mit dem Nuller verlor er Rang zwei in der WM-Wertung an seinen Landsmann.

Antonelli war der schnellste Mann auf der Strecke. Und doch musste der Italiener kämpfen, denn Charles Leclerc nutzte eine kurze Phase unter virtuellem Safety-Car für seinen Boxenstopp und zog so am Mercedes des Italieners vorbei. 

FIFA-Präsident Gianni Infantino ist während der Fußball-Weltmeisterschaft eine Strecke von fast zweieinhalb Erdumrundungen geflogen. Laut einer Recherche der Nachrichtenagentur AP legte der Schweizer Präsident des Weltverbandes vom 9. Juni und damit zwei Tage vor WM-Beginn bis zum Finaltag 95.403 Kilometer im Flugzeug zurück. Am Äquator beträgt der Erdumfang rund 40.000 Kilometer. Die FIFA äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.

Nach AP-Angaben besuchte Infantino 43 der insgesamt 104 WM-Spiele. Demnach nutzte der 56-Jährige dafür wohl eine Maschine vom Typ Gulfstream G650 aus der Flotte der Charterabteilung des WM-Sponsors Qatar Airways, die der Schweizer schon in den vergangenen Jahren genutzt hatte. 

Für die Verfolgung der Flugbewegungen wertete AP die Daten der Seite „FlightAware“ aus sowie Fotos aus verschiedenen Quellen.

Sinja Kraus ist eine echte Österreich-Spezialistin. Im Vorjahr gewann die 24-Jährige die gut besetzten ITF-Turniere in Amstetten und Wien-LaVille, nun gewann die Wienerin das neue WTA-Turnier in Kitzbühel, das Generali Open Ladies. 

Und das in einem rein-österreichischen Endspiel. Dort schlug die in Deutschland lebende Kraus die Vorarlbergerin Julia Grabher 6:3 und 6:1. Bresnik-Schützling Grabher fand im Gegensatz zum Halbfinale kaum in ihr Spiel, Kraus punktete immer wieder mit Winner-Schlägen und schönen Richtungswechseln und feierte ihre zweiten Titel bei einem WTA-Challenger, den ersten holte sie im Vorjahr in Kolumbien (Cali). 

Im Ranking zieht Kraus nun erstmals in die Top 80 ein, Grabher verpasste (noch) die Rückkehr in die Top 100. 

Die Österreichische Post startet ihre neue Briefmarkenserie „Sport“ mit einer Widmung an David Alaba. „Österreich ist meine Heimat, mein Land, meine Identität. Eine eigene Sonderbriefmarke zu bekommen, ist für mich ein großes Privileg und eine wirklich riesengroße Ehre“, wird der Kapitän des österreichischen Fußball-Nationalteams in einer Aussendung zitiert. 

Erstausgabetag ist der 20. Juli - der Tag nach dem WM-Finale. Das ÖFB-Team war im Sechzehntelfinale ausgeschieden.

Am Montag findet im Philatelie-Shop in der Post am Rochus (Rochusplatz 1, 1030 Wien) von 9 bis 13 Uhr ein offizielles Sonderpostamt statt. Interessierte können die neue Briefmarke erwerben und ihre Briefe und Postkarten gleich mit einem eigens gestalteten Sonderstempel versehen lassen, hieß es.

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