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Die Rettung der Admira und ihr Flirt mit Schickers Hoffenheim

Millionär Dellenbach steigt bei der Admira ein. Präsident Tschida will aufsteigen, aber auch sparen. Mit Hoffenheim gibt es Verhandlungen.
Admira-Präsident Tschida (l.) und Hoffenheims Sportchef Schicker

Im Profifußball gibt es einige Überlebenskünstler. Ganz oben auf der Liste dieser Vereine steht die Admira: Immer wieder schaut es beim Traditionsverein schlecht aus, stets gelingt die Rettung.

War im Winter noch das Motto „Aufstieg oder Absturz“, geht es jetzt in der Südstadt doch in der 2. Liga mit professionellem Anspruch weiter.

Martin Dellenbach, der mit einer Finanzspritze auch die Lizenz für die kommende Saison abgesichert hat, ist seit Freitag mit seiner Firma DSM offizieller Partner der Admira. Der Schweizer Millionär ist als Geldgeber auch in Hartberg und Lafnitz bekannt, in Pilsen bei der Viktoria damit äußerst erfolgreich.

Van Lierop schaut schon zu 

Während Trainer Suchard gegen einen neuen Chefcoach ausgetauscht werden könnte, bleibt Sportchef Muhr an Bord und erster Ansprechpartner für Dellenbach. Dessen sportliches Mastermind Percy van Lierop (bekannt als Nachwuchs-Chef von Red Bull aus der Zeit vor Rangnick) sah beim Saisonfinale gegen den FAC (1:0) bereits zu.

Präsident Christian Tschida will einen neuen Anlauf zum Aufstieg nehmen, betont aber auch „nötige Einsparungen. Wir gehen jetzt ins fünfte Jahr in der 2. Liga, wir können nicht mehr wie ein Bundesligist haushalten.“

Hilfe könnte aus Hoffenheim kommen. Tschida bestätigt Verhandlungen mit Sportchef Andreas Schicker und seinem Team: „Es liegt an Hoffenheim, ob daraus eine Partnerschaft wird.“

Plattform für Talente

Im KURIER-Gespräch erklärt Schicker, warum der deutsche Europacupstarter in Österreich (nicht nur mit der Admira) Gespräche über eine Kooperation führt: „Unsere U-17, U-19 und die 2. Mannschaft in der 3. Liga sind stark. Es geht darum, künftig auch mehr Talente auf die Piste zu bekommen.“

1899 Hoffenheim -  neuer Sportgeschäftsführer Schicker

Außerdem gibt es in Österreich nicht so starke Einschränkungen für Nicht-EU-Ausländer wie in der deutschen 3. Liga.

In Erinnerung ist die (letztlich nicht erfolgreiche) Kooperation von Wolfsburg mit St. Pölten, allerdings kann Hoffenheim durch Schicker und sein Team eine außergewöhnliche Expertise über Österreich und was im hiesigen Fußball nötig ist, einbringen.

Schicker schaut sich weiter um 

Wie geht es weiter?

Bundesliga - FC Bayern Munich vs TSG Hoffenheim

Laut KURIER-Recherchen ist eine Einigung zwischen der Admira und Hoffenheim aktuell unwahrscheinlich.

Schicker hört sich weiter bei interessierten Vereinen (auch in der Schweiz) um und sagt: „Wir haben keinen Stress. Das Projekt muss nicht kommende Saison starten.“

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